Kapitel 36

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„So, wir sehen uns dann am 31. zur Einweihnungsparty.", verabschiedete Wincent unsere Helfer. Ja, unsere Einweihungsparty hatten wir auf den Reformationstag gelegt und wollten ein bisschen eine Halloweenparty draus machen. Wir wollten uns erstmal einleben, das war uns wichtig und außerdem war Fynn dann schon zwei Monate alt, da hatte ich die Hoffnung, dass es mir leichter Fallen würde ihn über Nacht an Angela abzugeben. „Ich fahr dann schnell Fynn holen, oder möchtest du mit?", fragte Wincent. „Ich würde uns sonst in der Zeit was zu essen machen.", lächelte ich. „Okay, aber sei bitte vorsichtig.", flüsterte Wincent und küsste mich liebevoll. „Immer.", sagte ich dann noch leise, bevor er aus der Haustür verschwand. Ich begab mich in die Küche und versuchte mich ein bisschen zurecht zu finden. Glücklicherweise hatte ich mit Nele die Küche eingeräumt und sie wusste genau, wo ich was hinhaben wollte. Ich suchte mir also alle Zutaten zusammen und zauberte uns einen schnellen Auflauf. Pünktlich, als der Timer ablief hörte ich die Tür aufgehen und Wincent kam rein. „Hier riecht es ja gut.", rief er. Ich ging in den Flur und nahm ihm Fynn ab, damit er sich seine Schuhe ausziehen konnte. „Na mein Kleiner.", flüsterte ich und wiegte Fynn ein bisschen hin und her. „Deine Oma meinte er hatte vor zwei Stunden das letzte Fläschchen. Ach so und Karina hat sich zum Babysitten angeboten, wenn wir mal wen brauchen.", lächelte er und küsste mich im Vorbeigehen kurz. „Wir haben so viele Leute die Babysitten wollen.", schmunzelte ich und legte Fynn in den Stubenwagen. „Zum Glück.", erwiderte Wincent und setzte sich an den Tisch. Wir schwiegen beim Essen die meiste Zeit und irgendwie gingen ziemlich viele Gedanken durch meinen Kopf. „Ist das nicht krass?", sagte ich dann irgendwann leise. „Was genau?", fragte Wincent. „Naja, vor einem Jahr bin ich aus Berlin weg, da hab ich nicht mal im Ansatz damit gerechnet, dass sowas hier passiert. Jetzt hab ich einen tollen Mann an meiner Seite und bald zwei Kinder.", erklärte ich. „Damit habe ich aber auch vor einem Jahr noch nicht gerechnet. Wobei du hast mich von Anfang an in deinen Bann gezogen.", schmunzelte Wincent. „Ich hab dich auf dem Dorffest ja auch angesehen, weil du nicht gerade von schlechten Eltern bist.", musste ich jetzt doch lachen. „Und ich hab das Potential, was wir hatten, nicht gesehen.", schüttelte Wincent leicht mit dem Kopf. „Ach unsere Freundschaft war auch ziemlich gut.", flüsterte ich und stand auf, nur um mich auf seinem Schoß nieder zu lassen. „Hmmm, wo du Recht hast.", raunte Wincent und begann mich zu küssen. In seinen Küssen konnte ich mich schon immer verlieren und genau das passierte auch jetzt wieder. Ziemlich schnell wollte ich mehr und das machte ich Wincent auch klar, aber er war ziemlich vorsichtig. Gut, eventuell hatte ich ihn in den letzten Wochen unzählige Male abblitzen lassen oder Fynn ist uns dazwischen geschossen, aber gerade standen die Sterne am Hormonhimmel ziemlich gut für ihn. „Komm.", flüsterte ich, stand auf und griff nach seiner Hand. „Wirklich?", fragte Wincent leise und musterte mich gierig. „Ja.", hauchte ich und zog ihn einfach mit mir zum Sofa. Ich ließ mich darauf sinken und zog Wincent zu mir. Ich wollte ihn unbedingt spüren und zwar so schnell wie möglich. Allerdings war das alles gar nicht so einfach, da mein Bauch schon dezent im Weg war. Wincent drehte sich einfach irgendwann um und zog mich auf sich. Ich spürte seine Lust genau an der richtigen Stelle und genoss den Ausblick auf seinen, mittlerweile nur noch von einer Boxershorts bedeckten, Körper.

„Das war ziemlich gut.", raunte Wincent, als wir uns aneinander kuschelten. „Ja, aber auch super anstrengend.", erwiderte ich. Mein Rücken zog und ich war ganz schön erschöpft. Man ey und die Kleine hat noch ein paar Wochen. „Sorry.", kam es dann leise von Wincent. „Ach was. Du musst dich nicht für guten Sex entschuldigen.", lachte ich leicht. „Aber dafür, dass ich dir die restliche Energie aussauge, die dir die Kinder noch nicht genommen haben.", sagte er deprimiert. „Wincent, so nen Quatsch. Ich liebe dich und ich liebe das hier mit uns. Ich werd jetzt gleich kurz unter der Dusche verschwinden und dann kuscheln wir uns ins Bett und dann ist gut. Falls du es vergessen hast sind wir heute auch noch umgezogen.", sagte ich und setzte mich auf. Der spinnt doch manchmal echt.

Zwischen Dir und Mir // Wincent Weiss FanfictionGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt