Sicht Wincent
Zum Glück konnten Anni und ich unsere kleine Meinungsverschiedenheit noch vor dem Konzert klären, ich hätte nicht gewusst, ob ich mich sonst auf meinen Job hätte konzentrieren können. Ich schätze ich muss einfach ein bisschen sensibler mit ihr umgehen. Ich muss mir ein dickeres Fell zulegen und versuchen am Boden zu bleiben, wenn sie den Bezug zur Realität verliert- und das meine ich in keinster Weise böse. Während des Gigs war auch Anni wieder soweit entspannt, dass sie die kompletten zwei Stunden mit Amelie feierte und ich liebte es sie so ausgelassen zu sehen. Das tat ihr gut. Und mir auch. Aber trotzdem war auch mal wieder Zeit für uns, die wir diese Nacht im Hotel auf jeden Fall haben würden. „Du warst großartig", murmelte Anni in mein Ohr, als sie mir nach dem Gig in die Arme fiel. „Danke, Baby", erwiderte ich und wollte mich schon direkt auf den Weg zu den Duschen machen. Aber sie hielt mich am Arm zurück. „Willst du mich gar nicht fragen, ob ich nicht mitkommen will?", flüsterte sie und strich mir über den Arm. Sofort breitete sich eine Gänsehaut unter ihrer Berührung aus. Ich würde nichts lieber tun, aber... „Meinst du nicht, wir haben heute Nacht mehr Zeit? Wir schlafen schließlich im Hotel", erwiderte ich und grinste sie an. „Ach stimmt...", bemerkte sie und schlang ihre Arme um meine Mitte. „Dann freu ich mich sehr auf später", flüsterte sie und zwinkerte mir zu, ehe sie mich gehen ließ. Ich stellte mich unter die eiskalte Dusche und genoss diese paar Minuten Stille. Auch wenn ich es laut liebe, brauche ich danach ein paar Minuten für mich. Und auch wenn ich das Leben im Tourbus liebe, brauche ich- gerade nach einem Tag wie heute- dringend ein eigenes Zimmer nur für Anni und mich. Bis ich mit meinem restlichen Kram wieder am Bus ankam, warteten alle schon auf mich. So lange war ich doch gar nicht weg? „Wenn wir jetzt vollzählig sind, können wir ja los", meinte Amelie und nachdem wir alle unsere Plätze eingenommen hatten, setzte sich der Bus in Bewegung Richtung Hotel. Anni saß neben mir und ich durchschaute ihre „unauffälligen" Berührungen auf meinem Oberschenkel direkt. Ich legte meinen Arm um ihre Schulter und gab ihr einen kurzen Kuss auf die Wange. „Du wirst es doch wohl noch die paar Minuten aushalten können", flüsterte ich grinsend. Im Augenwinkel sah ich sie ebenso grinsen. Ohne große Zwischenfälle checkten wir ein und fanden uns wenig später in unserem Zimmer wieder. Anni schloss die Tür hinter uns und lehnte sich seufzend dagegen. „Endlich alleine", murmelte sie und schmiss ihre Schuhe in die nächste Ecke und ihren Hoodie auf das kleine Sofa. Ich tat es ihr gleich und dann ließen wir uns beide rücklings auf das große Bett fallen. Wir starrten an die Decke und genossen die weiche Matratze an unseren Rücken. Ich schloss kurz einen Moment die Augen. Irgendwann spürte ich wie sich etwas neben mir regte und kurz darauf kletterte sie auf mich. Vorsichtig öffnete ich ein Auge und sah sie an. „Willst du wirklich schlafen?", fragte sie und strich federleicht über meinen Oberkörper. Mir wurde sofort heiß, aber das wollte ich ihr nicht direkt zeigen. „Ich bin echt fertig, Baby", brummte ich. Anni beugte sich zu mir runter und legte ihre Lippen sanft auf meine, ehe sie an meinen Hals wanderte. „Entspann dich einfach", flüsterte sie ehe sie sich über meinen Oberkörper in tiefere Regionen küsste. Wie automatisch beschleunigte sich mein Atem, was ihr natürlich nicht entging. Sie schob ihre Hände ebenso tiefer, bis sie sie auf meine Leisten legte. Dann hielt sie inne und sah zu mir hoch. Sie grinste und hob eine Augenbraue. „Meinst du echt ich merk nicht, dass du mich verarschen willst?", meinte sie und schob sich wieder zu mir hoch. Wir grinsten uns an. „Ich weiß nicht, was du meinst", log ich und drehte uns um, bis ich über ihr war. Ich strich ihr durch die Haare und über die Wange. „Du bist wunderschön", flüsterte ich. Ihre Augen leuchteten mich an, während ihre Hände über meinen Rücken glitten und sich unter mein Shirt schoben. „Lass uns nie mehr so bescheuert streiten, okay?", flüsterte sie zwischen unseren Küssen. Ich sah sie an und konnte mir ein Grinsen nicht verkneifen. „Aber dann entgeht uns der super gute Versöhnungssex", meinte ich und handelte mir dafür einen Knuff in die Seite ein. „Das musst du mir erstmal beweisen, ob der so gut ist, dass sich das lohnt", konterte Anni lachend. „Herausforderung angenommen", erwiderte ich und begann Küsse auf ihrem gesamten Oberkörper zu verteilen.
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Zwischen Dir und Mir // Wincent Weiss Fanfiction
FanfictionEin Knall. Meine Welt begann sich zu drehen und ich hörte Shayenne meinen Namen schreien. Ich hielt mir die Hand an den Bauch und fiel langsam zu Boden. Danach stoppte meine Welt und alles war schwarz. STOP! Dies ist die Fortsetzung meines Buches "...
