Wincent parkte das Auto und wir stiegen gemeinsam aus. „Ich bin bei dir.", flüsterte Wincent und griff nach meiner Hand. Ich zwang mir ein Lächeln auf und lief gemeinsam mit Wincent zum Eingang. Von Weitem sah ich schon Karina und sie sah wirklich nicht gut aus. „Hallo Karina.", lächelte ich und nahm sie vorsichtig in den Arm. „Hallo Anni, Hallo Herr Weiß.", murmelte sie. „Wincent bitte.", sagte dieser sofort. „Anni, ich wusste nicht, dass du auch schwanger bist.", gab Karina unsicher von sich. „Alles gut, mach dir keine Gedanken. Lass uns erstmal reingehen.", erwiderte ich und klammerte mich wieder an Wincents Arm. Karin ging vor und wir folgten ihr auf die Neugeborenen-Station. Dort kam direkt eine Schwester auf uns zu und Karina sprach kurz mit ihr. „Okay, ich gehe einen Arzt holen.", hörte ich die Schwester dann nur sagen und schon war sie wieder weg. „Anni, ich muss jetzt gehen. Herr Neumann wartet schon aufs Essen.", sagte Karina dann. „Willst du dort wirklich noch bleiben?", fragte ich Karina. „Ich muss.", sagte sie schnell und da war sie schon weg. „Wincent, ich kann mir das nicht mehr angucken. Sie sieht noch schlechter aus, als an Weihnachten. Sie ist noch so jung, sie kann noch so viel schaffen.", sagte ich und setzte mich auf einen Stuhl. „Mir tut sie auch leid. Wir können versuchen ihr zu helfen. Eine Freundin von meiner Mum bildet Steuerfachangestellte aus, da könnte ich bestimmt einen Platz für Karina organisieren.", kam es sofort von Wincent. „Das würdest du machen?", fragte ich. „Ja, sie ist so lieb, sie hat was besseres verdient.", sagte er leise. Ich wollte gerade noch etwas sagen, als ein Arzt auf uns zukam. „Frau Neumann?", fragte er. „Ja.", sagte ich und stand auf. „Oh ich sehe, sie erwarten Nachwuchs.", lächelte er und ich nickte nur. „Gut, wollen wir mal zu ihrem Bruder gehen? Wir konnten ihn vorhin endlich auf die Normalstation verlegen.", erzählte der Arzt. „Wie geht es ihm und wie heißt er eigentlich?", fragte ich. „Mittlerweile geht es ihm sehr gut. Einen Namen hat er noch nicht bekommen. Ihr Vater ist nicht mehr hier gewesen, seitdem das Kind auf der Welt ist, er hat bereits zur Adoption zugestimmt und ich werde die Akten heute ans Jugendamt übergeben.", erklärte er. Er öffnete uns eine Tür und deutete auf eins der Betten. Dort lag ein kleines Wesen und sah mich aus seinen großen blauen Augen an. Mir stiegen sofort in die Tränen in die Augen und ich nahm den Kleinen vorsichtig hoch. „Fynn.", sagte Wincent dann neben mir. „Was?", fragte ich und sah ihn an. „Der Name ist mir irgendwie eingefallen.", erklärte Wincent. „Fynn ist schön, dass passt zu ihm.", lächelte ich und gab dem kleinen einen Kuss auf die Stirn. „Du hast dich schon entschieden, oder?", fragte Wincent mich und ich nickte nur leicht. „Ich könnte ihn auch nicht hergeben.", schmunzelte Wincent dann. Zum ersten Mal sah ich auch meinem Freund wieder in die Augen und das, was ich da sah, war was ganz Besonderes. Lächelnd legte er seine Lippen kurz auf meine, bevor ich ihm Fynn gab und mich an den Arzt wendete. „Wir haben einen Namen für den Kleinen und eigentlich würde ich ihn ganz gerne aufnehmen, bevor er in eine fremde Familie kommt.", erklärte ich. „Das freut mich zu hören, allerdings muss ich auch das ans Jugendamt übergeben. Den Namen würde ich aber direkt in die Geburtsurkunde eintragen.", lächelte er leicht. Ich folgte ihm ins Büro und musste auch noch ein paar Angaben machen. Der Arzt telefonierte direkt mit dem Jugendamt und machte für uns einen Termin in einer Stunde aus. Ich bekam ein paar Unterlagen, die ich mitnehmen musste und ging dann wieder zu Wincent. Durch die Scheibe konnte ich Wincent schon sehen, wie er mit Fynn, wie er jetzt offiziell hieß, in einem Sessel saß und den Kleinen einfach die ganze Zeit ansah. Leise ging ich zu ihm und setzte mich auf die Lehne des Sessels. „Wir müssen jetzt einmal zum Jugendamt und hoffen, dass alles klappt.", erklärte ich ihm. Wincent nickte und legte den Kleinen, welcher schon am Schlafen war, wieder in sein Bettchen.
Eine Stunde später saßen wir im Büro der Sachbearbeiterin im Jugendamt und sie las sich die Akten durch. „Also, so wie ich das hier sehe, hat der Kindsvater die Obhut erstmals ans Jugendamt übergeben. Wir sind natürlich interessiert, das Kind möglichst in der Familie zu lassen, allerdings gibt es da schon einige Dinge, die wir prüfen müssen.", erklärte die Dame. „Sind sie verheiratet?", fragte sie. „Nein, aktuell noch nicht.", gab ich zögernd von mir. „Okay. Wie sind ihre aktuellen Lebensverhältnisse?", fragte sie weiter. „Naja... ich denke, die sind aktuell leider noch nicht ganz so passend...", begann ich, doch wusste nicht so wirklich, was ich sagen soll. „Passen sie auf...", begann Wincent dann. „Unser Leben war in den letzten Monaten ein bisschen Turbulent, aber seitdem ich weiß, dass meine Freundin schwanger ist, hat sich einiges geändert. Ja, ich bin Sänger, aber ich spiele dieses Jahr noch vier Konzerte, bevor wir in eine familiengerechte Wohnung ziehen und häuslich werden.", erklärte er. Ich war zum zerreißen angespannt, ich wollte nicht verantworten, dass Fynn in eine fremde Familie muss.
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Zwischen Dir und Mir // Wincent Weiss Fanfiction
FanfictionEin Knall. Meine Welt begann sich zu drehen und ich hörte Shayenne meinen Namen schreien. Ich hielt mir die Hand an den Bauch und fiel langsam zu Boden. Danach stoppte meine Welt und alles war schwarz. STOP! Dies ist die Fortsetzung meines Buches "...
