Kapitel 15

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Sicht Anni

Die Jungs umzingelten Wincent und mich wahrlich und so langsam bereute ich es, dass wir nicht einfach gesagt haben, dass ich schwanger bin. Alle sahen uns an, aber irgendwie waren die wirklich zu blind zu sehen, dass ich schwanger bin. Von weitem sah ich Amelie und sah sie nur hilfesuchend an. „Jungs, habt ihrs immer noch nicht?", lachte sie und stellte sich mit in den Kreis. „Was?", fragte Benni. Amelie seufzte und begann dann die Melodie von ‚Kaum erwarten' zu singen. „Nein.", kam es dann tatsächlich als erstes von Flo, bevor den Jungs nach und nach die Kinnladen runterklappten. „Ohhh Gott. Es gibt Nachwuchs, lasst euch knuddeln.", schrie Benni auf einmal und fiel Wincent um den Hals.

„Warum sagt ihr uns sowas denn nicht?", fragte Manu vorwurfsvoll, als uns alle beglückwünscht hatten. „Wincent meinte ihr werdet das schon sehen.", zuckte ich mit den Schultern und legte meine Hand an meinen Bauch. „Boah Wincent, im Gegensatz zu dir sind wir Gentleman. Kein Wort über die veränderte Figur einer Frau.", schimpfte Manu mit ihm. Wincent drehte nur einmal die Augen und zog mich zu sich. „Ich finde, sie ist wird jeden Tag schöner.", sagte er leise und mit Würgegeräuschen löste sich die Runde um uns herum wieder auf. Von Wincent bekam ich noch einen kurzen Kuss, bevor die Jungs mit dem Soundcheck starteten und ich mich im Bus zurück zog, um meine Großeltern anzurufen.

Wincent hatte den Nachmittag über dann noch mehr zu tun als erwartet und so unterstütze ich Amelie einfach ein bisschen mit dem Papierkram. Als Wincent bereit für seinen Auftritt war, kam er nochmal kurz zu mir. „Ich hoffe ich laber nicht zu viel Mist über unsere Beziehung.", flüsterte er mir ins Ohr, drückte mir einen Kuss auf die Lippen und dann war er auch schon weg. Ich ließ mich neben Nico aus die Bank fallen und lauschte den Jungs. Wincent sang, wie immer, ‚Kaum erwarten' und ich spürte, wie unsere Tochter langsam wach wurde. „Meiner Tochter zu erzähle, deine Mama ist der Wahnsinn." Autsch, der Tritt der Kleinen hatte gesessen. Ihr erster richtiger Tritt und das in so einem Moment. Mir schossen sofort die Tränen in die Auge, vor Freude versteht sich, aber trotzdem überrollten mich meine Emotionen komplett. Nico musste zum Glück Wincent die Gitarre abnehmen und so konnte ich mich unbemerkt in den Bus verkriechen. Ich wollte nicht vor allen diese Emotionen ausleben und brauchte tatsächlich auch eine halbe Stunde, bis ich wieder zur Bühne konnte. Amelie war natürlich aufgefallen, dass ich weg war, doch ich wank schnell ab und konzentrierte mich auf meinen Freund auf der Bühne.

Den Abend ließen wir relativ entspannt ausklingen und ich zog mich ziemlich schnell im Bus zurück. Ich war einfach müde und die Kleine raubt mir auch jetzt schon ganz schön Energie. Ich hatte mich gerade in die Decke gekuschelt, als Wincent ins Zimmer kam. „Hey, bist du mir böse, wenn ich noch einen Moment unten bleibe? Ich wollte gerne noch ein bisschen mit den Jungs quatschen.", sagte er und setzte sich auf die Kante des Bettes. „Alles gut. Ich werd eh innerhalb der nächsten drei Minuten einschlafen, wenn die Kleine das zulässt.", murmelte ich und kuschelte mich noch tiefer in die Decke. „Seit wann hält sie dich vom Schlafen ab?", fragte Wincent und wühlte sich mit seiner Hand unter die Decke. „Sie hat heute bei Kaum Erwarten getreten.", flüsterte ich und in Wincents Blick war eine Mischung aus Freude und Enttäuschung zu erkennen. „Es war nur ein Tritt, beim nächsten Mal bist du bestimmt dabei.", lächelte ich und küsste ihn kurz. „Schlaf schön.", lächelte Wincent und verschwand dann nach unten.

Die Nacht war super unruhig. Mir war ständig schlecht, ich musste aufs Klo, bekam Kopfschmerzen und wusste irgendwann nicht mehr wohin mit mir. Wincent schlief selbstverständlich wie ein Bär und sein Geschnarche ging mir sowas von auf den Keks. Irgendwann am frühen Morgen schlief ich dann endlich wieder ein, doch als ich wach wurde wusste ich, dass dieser Tag einfach nur eine pure Katastrophe werden konnte und ich hatte das dumpfe Gefühl, dass es zwischen Wincent und mir so richtig knallen würde. 

Zwischen Dir und Mir // Wincent Weiss FanfictionGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt