Nachdem am Nachmittag alle mitbekommen hatten, dass wir jetzt ein Baby dabei hatten, ging der Streit ums Babysitten los. Alle wollten mal kuscheln und aufpassen, doch ich merkte, dass es Anni noch schwer fiel, den Kleinen aus den Händen zu geben. „Wir ziehen uns mal eine Stunde zurück.", sagte ich zu Amelie und ging zu Anni in meine Garderobe. Fynn schlief gerade im Kinderwagen und Anni saß auf dem Sofa. „Es ist dir ein bisschen viel, oder?", fragte ich, schloss die Tür und setzte mich neben sie. „Schon. Also ich finds schön, dass alle die Entscheidungen so akzeptieren und uns helfen wollen, aber ich muss ja selber erstmal in die Rolle als Mutter reinkommen und dafür brauche ich Zeit.", erklärte sie und kuschelte sich an meine Brust. „Das verstehe ich und das darfst du den Jungs auch jederzeit sagen.", flüsterte ich und hauchte Anni einen Kuss auf den Scheitel. Fynn wurde ein bisschen unruhig und so stand ich auf, um ihn zu uns zu holen. Ich legte mich auf den Rücken und legte Fynn auf meine Brust. Anni kuschelte sich an mich und wir schwiegen einfach.
„Sind die Süß.", hörte ich irgendwann Amelies Stimme und das Klicken einer Kamera. Vorsichtig öffnete ich meine Augen. Wir waren tatsächlich genau so eingeschlafen und mittlerweile stand die gesamte Band samt Paul im Raum und es wurden Fotos gemacht. Auch Anni wurde langsam wach und setzte sich auf. „Abflug.", sagte ich und relativ schnell leerte sich meine Garderobe wieder. „Sorry.", entschuldigte ich mich direkt bei Anni. „Ach alles gut. Die Bilder sind bestimmt wirklich süß.", schmunzelte sie und hauchte mir ein paar Küsse auf die Lippen. „Oh mein Rücken.", stöhnte Anni, als sie sich aufsetzte. „Du wirst alt.", grinste ich. „Sagt der Richtige. Ich würde es eher auf diese Kugel schieben.", lachte sie und stand auf. Sie kramte etwas in ihrer Tasche und band sich Fynn in ein Tragetuch. „Warum kannst du das?", lachte ich und setzte mich nun auch auf. „Lernt man in Schwangerschaftsratgebern.", grinste sie und strich dem Kleinen über den Kopf. „Ich hab Hunger.", ergänzte sie dann. Gemeinsam machten wir uns erstmal auf die Suche nach Amelie, welche gerade bei Tom am Lichtpult saß. Die beiden redeten irgendwas und lachten immer wieder. Amelie sah so unbeschwert aus, so hatte ich sie schon lange nicht mehr gesehen. „Müsst ihr nicht arbeiten?", rief ich dann lachend, als wir uns nährten. Sofort sprang Amelie auf uns kramte irgendwas in ihren Unterlagen. „Was ist denn mit den beiden los?", sagte ich an Anni gerichtet, welche nur grinsend mit den Schultern zuckte. „Amelie, das war nen Scherz.", sagte ich dann, als wir bei den beiden angekommen waren. „Ähm, ja, alles klar. Ich wollte gerade eh noch...", begann sie und war schon fast wieder weg, als ich sie am Arm zu fassen bekam. „Atme mal durch. Wir wollten nur wissen, wann es zum Essen geht.", erklärte ich. „Ach so. Essen, ja, können wir machen.", stotterte sie weiter. „Gut.", lächelte ich und ignorierte, wie verwirrt Amelie war. „Tom, kommst du auch mit?", fragte ich, während ich den Arm um meine Freundin legte. Zu viert kamen wir beim Essen an und wenig später gesellte sich auch die Band dazu. Wir saßen alle am Tisch, aßen, quatschten und lachten. Irgendwann wurde Fynn relativ unruhig und ich ging schnell ein Fläschchen besorgen, während Anni weiter essen konnte. Als ich wieder da war, nahm sie ihn aus dem Tragetuch und legte ihn mir in den Arm. „Na mein Kleiner.", lächelte ich und testete nochmal, ob das Fläschchen die richtige Temperatur hat. „Das du so schnell Papa wirst, hatten wir echt nicht gedacht.", schmunzelte Amelie dann und beobachtete mich. „Ich auch nicht, aber die drei sind das Beste, was mir passieren konnte.", grinste ich und bekam von Anni direkt einen Kuss auf die Wange.
Den Nachmittag verbrachte ich so gut es ging mit Anni und Fynn, aber ich musste halt auch immer noch arbeiten. Anni hatte sich entschlossen unsere Handys als Babyfon zu nehmen und wollte wenigstens versuchen einen Teil des Konzerts zu sehen. Ich wuselte gerade durch die Garderobe, während Anni Fynn schon bettfertig machte, immerhin hatten wir schon 20 Uhr. „Ich freu mich dich nachher irgendwo zu erblicken. Ich liebe dich.", lächelte ich und küsste sie nochmal, bevor ich zu den Jungs ging und mal wieder richtig heiß auf die Bühne war.
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Zwischen Dir und Mir // Wincent Weiss Fanfiction
Hayran KurguEin Knall. Meine Welt begann sich zu drehen und ich hörte Shayenne meinen Namen schreien. Ich hielt mir die Hand an den Bauch und fiel langsam zu Boden. Danach stoppte meine Welt und alles war schwarz. STOP! Dies ist die Fortsetzung meines Buches "...
