chapter twenty-eight

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„Sie hat einen so schönen Körper", schwärmte Marisol. Leicht müde starrte ich auf den Fernseher. Wir schauten uns einen Film an. Leider ein Liebesfilm. „Sie könnte glatt als Ignisorin durchgehen. Die Maskenbildner haben eine gute Arbeit gemacht", kommentierte sie die berühmte Schauspielerin Kalea Khani. Es stimmte. Als Aerialorin hatte sie eigentlich weiße bis zu silberne Haare, doch durch die Kontaktlinsen und wahrscheinlich einer Perrücke sah sie aus wie eine Ignisorin.

„Ich möchte eines Tages nach Artema", meinte Marisol und trank ihr viertes Glas Wein aus. Ich ließ es nach dem dritten und spürte die Kopfschmerzen schon. Es war schon der zweite Film, den wir angeschaut haben. Mit einer Decke haben wir uns eingekuschelt und ließen das Thema Nathaniel sein. „Lioras Familie kommt aus Artema", erzählte ich. Artema war die Stadt der Künste. Die Stadt schlief nie und aus jeder Ecke hörte man Menschen singen, tanzen, Instrumente spielen. Die Stadt war so bekannt dank den ganzen Gebäude, die als Leinwand benutzt wird. Jedes Gebäude hatte eine Geschichte, die durch die Kunstwerke erzählt worden ist und natürlich durch die Filme. Jeder Film wurde dort gemacht. Es war eben das Zuhause der Künstler.

Ich schaute immer wieder auf die Uhr. Es war schon kurz vor Mitternacht und die Jungs sind immer noch nicht zurück. Nicht das ich mir Sorgen mache würde. Ich wundere mich nur warum sie so lange brauchten. „Ich wollte das eigentlich dir und Nathaniel erzählen als wir aßen aber dann ist ja was dazwischen gekommen.."

Vom Seitenwinkel schaute ich sie an wie sie leicht gähnte. „In zwei Wochen. Also am 15.Mai ist die Verlobungsfeier von Drake und mir", erzählte sie mir wie als wäre das Normalste auf der Welt. Ich setzte mich auf. „Ihr seid verlobt?", meine Stimme wurde lauter als gewollt. Sie lächelte müde. „Ja, wir sind kein Stück besser als dein Bruder und Charlotte aber wir verloben uns erst. Wir haben erst vor nächstes Jahr zu heiraten und außerdem..wir sind nicht seit der Zeremonie schon zusammen".

Da offenbarte sie mir immer mehr Geheimnisse. „Warte..was?", ich war überrascht. Es stimmt, Marisol und Drake habe ich damals in der Schulzeit so gut nie getrennt gesehen aber ich dachte, das sie nur Freunde waren. „Wir wussten das es so gut wie nicht möglich sei, das unter den hunderten von Jugendlichen wir verkuppelt werden aber wir konnte nicht ohne einander..also haben wir uns immer heimlich getroffen und sind schon seit zwei Jahren zusammen. Es wussten nur unsere engsten Freunde aber dann kam die Zeremonie und das Plasmastein Phelicias Panteas hat uns beide gewählt und ich war so froh, das ich die Liebe die ich für Drake in mir trage nicht mehr verstecken muss"

Ich lächelte sie an. „Ich freue mich für euch", sagte ich und drückte ihre Hand. Sie erwiderte mein Lächeln. „Danke..nun da ich die Tochter des Bürgermeisters bin und du weiß wie sehr ich es liebe im Mittelpunkt zusein, wird die Verlobungsfeier größer sein als die meisten Hochzeitsfeiern. Deswegen wurden auch deine Eltern, Schwester, Bruder und ihre Partner eingeladen. Nun eigentlich jeder, der auf der Zeremonie war. Die Einladungskarten wurden heute abgeschickt", erzählte sie.

„Und ich würde mir wünschen, das du nächstes Jahr einer meiner Brautjungern wirst", und schaute irgendwie nervös aus. Mein Lächeln wurde noch größer. „Machst du Witze? Ich würde gerne deine Brautjungfer sein", sagte ich. Sie lächelte mich an. „Danke, Aurelia. Das bedeutet mir sehr viel"

Ich lehnte mich wieder zurück und still schauten wir den Film an. Drake und Marisol sind also schon seit über zwei Jahren ein Paar. Ich könnte mir nicht mal vorstellen wie Drake jemand liebte beziehungsweise es zeigte. Er ist ein sehr verschlossener Mensch und teilt selten seine Gedanken. Aber Marisol war natürlich anders. Sie liebten sich. Das wusste ich.

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„Aurelia..es klingelt", hörte ich Marisols Stimme. Langsam machte ich meine Augen auf. Ich musste erstmal realisieren wo und mit wem ich bin. Ich schaute zu Marisol, die sich verschlafen die Augen rieb. Wir sind wohl während des Filmes eingeschlafen. Ich schaute auf die Uhr. Zwei Uhr morgens. Mit wackligen Beinen stand ich auf und ging auf die Tür zu, um diese zu öffnen.

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