In einem Bademantel ummantelt saß ich auf dem Toilettendeckel und schaute zu wie sich Nathaniel die Zähne putzte. Ich schaute auf seine Narbe am Rücken. Nate hat darauf bestanden, dass ich mich ausruhte. Er wollte nicht, dass ich seine Wunde heilte aber ich tat es trotzdem. Wenn ich fremde Menschen heilte warum sollte ich meinen Partner nicht heilen können?
„Du hast der kleinen Ana geholfen, oder?", fragte ich auf einmal und stand langsam auf. Nate spuckte die Zahnpastareste aus während ich ihn von hinten umarmte. „Als ich bemerkte, dass du nirgendwo zusehen warst, wollte ich schnell raus und dann habe ich die Kleine bei den Terrantentischen gesehen. Sie wollte nicht ohne ihre Puppe gehen, die sie von dir bekommen hat und ich wollte nicht, dass sie sich verbrennt. Deswegen war meine Hose etwas verbannt..Feuer verletzt mich nicht..", erzählte er mir.
Wir schauten uns gegenseitig durch den Spiegel an. Ich lächelte ihn an. „Ich bin stolz deine Partnerin zusein, weißt du?", sagte ich und küsste sanft seine frische Narbe. Seine Gänsehaut war sichtbar, was mich noch mehr zum Lächeln brachte. „Wirklich?", fragte er und drehte sich um, damit wir Gesicht zu Gesicht waren. Ich nickte. „Ja..mehr als stolz. Du beweist mir immer wieder was für ein guter Mann du bist...den Mann mit dem ich zusammen alt werde".
Er lächelte auch und ich erkannte wie glasig seine Augen waren. Nur vor mir zeigte er seine wahren Emotionen genau wie ich. Neben ihm konnte ich schwach sein und ich musste mich nicht schämen. Diese Magie zwischen uns, diese Bindung wird zu Sekunde und Sekunde stärker. „Gehen wir ins Bett..?", fragte er dann vorsichtig wie als hätte ich mich plötzlich unentschieden, dass ich doch nicht mit ihm in einem Bett schlafen will.
Ich nickte. „Ich muss mich nur anziehen..". „Warum? Ich hab doch jetzt alles an dir gesehen..ich würde dann doch nur mehr deinen Körper kennenlernen können", neckte er mich. Ich grinste. Ich fühlte mich so befreit wenn ich neben ihm war. „Es wäre zu kalt".
„Ich glaube nicht, wenn du ganz nah an meinem Körper gepresst bist...da wird dir eher heiß". Ich schlug ihn spielerisch auf die Schulter und ging in das Kleidezimmer. Nate folgte mir auf Schritt und Tritt. „Solltest du nicht schon ins Bett? Es ist halb 2 und du musst früh aufstehen", ich versuchte vernünftig zusein, denn ich wusste wie er war. Ihm war alles egal, wenn ich ihn seiner Nähe war.
„Ich möchte mit dir zusammen ins Bett...es ist lange her und ich möchte jede Sekunde mit dir genießen", sagte er und hockte sich auf einen Samtsessel hin. Ich zog mir eine schwarze Unterhose an und ein Top. Nate beobachtete jede Bewegung von mir und ich konnte nicht anders als grinsen. „Du tust so wie als würdest du zum ersten Mal einen Frauenkörper zusehen", meinte ich und kicherte.
„Nun es ist der erste Frauenkörper, welches mich wirklich interessiere und es ist der Körper von dir...ich kann nicht anders als dich anzuschauen aber das ist nicht schlimm, weil du mich auch anstarrst als wäre es der erster Männerkörper, den du gesehen hast...hat wohl mit dem Partnersein zutuen", er zuckte mit den Schultern.
Ich hockte mich auf sein Schoss und küsste ihn lächelnd. „Du siehst glücklich aus", sagte er. „Das bin ich auch...ich bin bei dir..du lebst...ich lebe. Was will ich mehr?", und küsste ihn nochmal. Seine Hände lagen auf meiner Taille. „Ich habe wochenlang gekämpft um von dir ein wahres Lächeln zusehen..wenn du wirklich lächelst, dann strahlen deine Augen mit. Es gibts nichts Schöneres als dein Lächeln".
„Und was ist mit meinem Körper?", fragte ich. „Der ist auch göttlich aber dein Glück ist schöner..wenn du strahlst wie der Mond".
„Wie gesagt..ich strahle nur wenn die Sonne an meiner Seite ist.."
Plötzlich stand er auf, sodass ich gezwungen war meine Beine um seine Taille zu schlingen und schaute von der Seite wie wir Richtung Schlafzimmer sich hin bewegten. Sanft legte er mich auf das Bett ab. Auf unser Bett.
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VERSATILE I
Fantasy[BAND I] Seit 100 Jahren existiert in diesem Land kein Krieg mehr. Jahrzehnte kämpften die vier Sektoren um die Macht bis das Plasmastein ins Spiel kam. Damit Frieden in diesem Land herrscht, wurde in Generation für Generation ihr Leben bestimmt. Ke...
