Kaum erkenne ich Will, drehe ich um und laufe zurück in den Raum für Angestellte.
"Was ist?", fragt mich Erik.
"Nichts, nur könntest du dich um den Kunden kümmern.",sage ich möglichst ruhig.
Er schaut mich fragend an nickt aber und geht zu Will raus.
Als Erik wieder kommt, bin ich erleichtert. Die Angestellten dürfen nämlich erst wieder hinter, wenn die Kundschaft weg ist.
"Emely. Er geht erst wieder wenn du mit ihm redest. Hat er gesagt.", teilt er mit und meine Erleichterung ist wie weggeblasen. Ich beiße mir auf die Lippe atme tief durch und gehe zu Will in die Werkstatt.
"Was willst du?", frage ich barsch. Ich muss dafür sorgen, das er mich meidet. Entweder das, oder ich verletze ihn.
"Mit dir reden."
"Das haben wir schon. Es gibt nichts mehr zu sagen, Will.", ich will mich gerade umdrehen, und in den Nebenraum verschwinden, als ich wieder seine Stimme höre.
"Emely, bitte..."
Er kling traurig, so wie ein gebrochener Mann klingt. Es bricht mir das Herz, aber wenn ich jetzt nicht gehe, waren alle meine Bemühungen umsonst. Ich balle meine Hände zu Fäusten, verkrampfe mich und beiße mir so fest in die Unterlippe, das ich Blut schmecke.
"Will. Geh.", fordere ich ihn auf und laufe zurück in den Angestelltenraum.
Ein Schauer durchfährt mich.
Scheiße. Nicht jetzt. Nicht hir.
Ich spanne meine Muskeln so weit, bis ich glaube, das sie gleich reißen. Lange konzentriere ich mich auf diese noch so kleine Flamme, von dem der Schauer aus geht, in mir. Stückchen für Stückchen schaffe ich es sie zu ersticken. Als sie vollkommen erloschen ist, blicke ich auf und sehe Erik mich fragend anschen. Lange stehen wir einander gegenüber und blicken uns nur an.
"Emely. Ich weis was du bist, und was du kannst. Ich kann es spüren.", sagt er und ich verkrampfe mich. Sofort entspanne ich mich, um ihn nichts zu zeigen.
"Wovon redest du?", frage ich gespielt irritiert.
"Tu nicht so als ob. Ich weis, was du mit dem Wasser machen kanns, Emely. Ich kann das auch.", genau in dem Moment, schwebt mir einer Wasserblase ins Blickfeld. Langsam entspanne ich mich.
Es gibt mehr wie mich? Ich bin nicht die Einzige? Kann ich ihn vertrauen? Soll ich ihn vertrauen? Kann er mir helfen? Oder, soll ich alles abstreiten?
Diese Fragen schießt mir in Sekundenschnelle in den Kopf. Doch statt ihm eine Bestätigung zu geben oder alles abzustreiten, frage ich ihn nur was er von mir will. Lange blickt er mich schweigend an.
"Was ich von die will?", wiederholt er langsam meine Frage. Ich schaue ihn fragend an, als er weiter spricht, "Ich will nichts von dir. Ich will dir helfen,dich zu kontrolieren.". Misstrauen flammt in mir auf.
"Warum solltest du mir, ohne jegliche Gegenleistung zu verlangen, helfen?", hacke ich mit hochgezogen Augenbrauen nach.
"Weil ich weis was dir passiert ist und du mir Leid tust.", gibt er lässig zurück. Mein Misstrauen schwingt um in Wut.
Warum mussten mich immer alle bemitleinicht?
"Ich brauch dein verdammtes Mitleid nicht. Hast du mich verstanden? Ich brauche es nicht", knurte ich ihn bissig an. Schnell packe ich mir meine Sachen und stapfe aus dem Raum in die Werkstatt rüber.
Mein Dad ist den Tag damit beschäftigt gewesen, ein fast komplett verschrottetes Auto wieder zu laufen zu bekommen.
"Dad ich fahre nach Hause.", rufe ich noch und verschwinde nach drausen in die Dunkelheit.
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The Control
FantasyIch heiße Emely, bin 16 Jahre alt und meine Mutter ist vor kurzem gestorben. Ich bin kein tüpisches Mädchen, war ich nie. Ich war schon immer eine Kämpfernatur, doch als ich merkte ich bin anders, spielte alles verrückt. Ich entdeckte kräfte, naja e...
