Kapitel 19

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Alle blicken uns an. Ist das so faszinierend? Die Blicke werden unangenehm und ich versuche meine Hand aus seiner zu lösen. Will hällt nun meine Hand fester und lässt nicht los. Das gibt mir neuen Mut.

Ich verschrenke meine Finger mit seinen. Ich bleibe stehen, was Will merkt, er bleibt auch stehen und schaut mich fragend an.

"Danke das du für mich da bist.", sage ich, stelle mich auf die Zehenspitzen und lege meine Lippen sanft auf seine. Ich lasse seine Hand los und lege meine in seinen Nacken. Ich ziehe ihn näher zu mich ran und er schlinkt seine Arme um mich. Ich gebe mich den Kuss ganz hin.

"Ey ihr zwei. Knutscht zu Hause rum.", höre ich eine vertraute Stimme sagen. Ich lächel in den Kuss rein und löse mich von Will.

"Hey Aaron.", sage ich zu unseren Störenfried.

"Hey. Wie war euer Wochenende?", fragt Aaron mit einem vielsagenden lächeln.

"Das Wochenende war super.", sagt Will und läuft los. Ich folge ihn und auf dem Weg umarme ich Aaron kurz.  Will wartet bis ich bei ihm bin, nimmt meine Hand und wir laufen zusammen weiter.

Wir stehend zu dritt an meinem Spind.

"Wir sehen uns gleich in der Klasse.", sagt Aaron. Er macht einen großen Schritt nach hinten, dreht sich um und läuft los. Ich volge ihm mit meinem Blick, bis ich ihn nicht mehr sehe. Langsam wende ich mich meinem Spind zu und packe meinen Helm , den ich an meiner Tasche befestigt habe, und meine Lederjacke rein. Kaum ist der Spind wieder geschlossen, zieht mich Will in das Klassenzimmer. Aaron und Aleks sitzen schon an einem zweier Tisch. Ich setze mich mit Will gleich dahinter, als auch schon der Lehrer rein kommt.

Die letzte Stunde war der Horror, ich habe Englisch so auf den Kicker. Ich kann das alles net mehr hören. Aber jetzt ist die Stunde ja endlich um und ich hab Pause. Ich stehe an meinem Spind und schmeise schon beinahe meine Englischsachen rein. Laut fällt die Spindtür in Schloss. Ich beeile mich in die Cafeteria zu kommen. Ich sehe schon die Tür. Plötzlich rammt mich etwas hartes von der Seit. Beinahe verliere ich mein Gleichgewicht, doch ich kann mich noch halten.

Ich blicke auf. Direkt vor mir steht ein Wut entbrannter Jim.

"Geh mir aus dem Weg du Miststück.", schreit er mich augenblicklich an.

"Was ist dein Problem? Ich wollte nichts mit dir zu tun haben. Ich versuche dir aus dem Weg zu gehen, warum verdammt noch mal hast du ein Problem mit mir.", sage ich lautstark. Eigentlich erwarte ich von ihm keine Antwort.

"Weil... Weil du mich vor der ganzen Schule bloß gestellt hast. Und jetzt geh mir aus den Augen.", antwortet er und läuft an mir vorbei. Leicht irritiert bleibe ich noch einen Moment stehen. Ich fange mich augenblicklich wieder.

Als ich in die Cafeteria komme, sitzt Will schon an den üblichen Tisch.

Wow. Ich hätte nie gedacht, dass ich nach er Woche einen 'üblichen Tisch' häte. Geschweige den einen Freund.

Ich setzte mich zu ihm, packe mein Essen aus und warte auf Aaron, der sich an der Essensausgabe angestellt hat.

"Wie war der Unterricht?", fragt Will.

Ich werfe ihn einen 'ernstahf das fragst du' Blick zu und sage: "Ich hatte gerade Englisch."

"So schlimm?"

"Ja. Englisch ist der Horror.", gebe ich frustriert zurück, als ich plötzlich ein Knall höre.

The ControlWo Geschichten leben. Entdecke jetzt