Strandparadies und Cocktailunfall

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"Krass, ich wusste ja gar nicht, dass es sowas hier gibt!"

Ich drehe mich einmal um die eigene Achse. Brooklyn und ich stehen inmitten eines Cafés oder Restaurants, ich weiß nicht genau, was es ist. Wir sind auf dem Dach des Hauses, oder besser gesagt der Dachterasse. An den Seiten stehen Palmen und alle möglichen Bäume und Pflanzen. Der Boden ist aus Holzdielen, wie die Stege am Meer. Anstatt Tischen und Stühlen gibt es Liegestühle und in einer Ecke ist eine Bar. Ich kenne diese "Strandparadiese" in den Städten zwar schon aus Deutschland, aber dadurch, dass wir in London sind, hat das alles nochmal einen ganz anderen Flair. Durch die Palmen kann man einen kurzen Blick auf die Stadt unter einem erhaschen - in der Ferne sehe ich das London Eye und den Big Ben. Das ist einfach nur unglaublich.

"Warum hab ich nicht schon früher gesehen, was das hier ist?", frage ich, noch immer total überrascht.

"Es ist nicht wirklich ausgeschrieben und sozusagen ein Geheimtipp." Brooklyn malt mit den den Fingern Anführungszeichen in die Luft. "Es gehört dem Vater von einem Freund von meinem Bruder. Ich mag's hier, es ist immer so still und trotzdem bist du mittendrin."

Er lächelt mich an und deutet mir an, mitzukommen. Erst jetzt bemerke ich, dass wir immer noch in der Tür standen. Brooklyn steuert auf die Bar zu und je näher wir kommen, desto mehr höre ich Meeresrauschen. Es kommt von Lautsprechern neben der Bar.

"Im Sommer kann man hier echt gute Partys feiern.", erklärt Brooklyn und ich sterbe fast, als er mich sanft an der Hüfte zu den Tischen schiebt.

Außer uns sind nur noch drei andere Tische besetzt. Ich lasse mich auf einem der Strandstühle nieder, aber verliere irgendwie mein Gleichgewicht, sodass ich den Stuhl fast umschmeiße. Zum Glück bestellt Brooklyn uns gerade etwas zu trinken und steht somit mit dem Rücken zu mir. Er kommt zurück und hat in jeder Hand einen Cocktail.

"Hier, bitte schön." Er stellt mir eines der Getränke vor die Nase. Der Cocktail ist gelb, aber auch leicht rot und erinnert mich sofort an den Sommer. Hier oben ist es auch überraschend warm und das kann nicht nur von der Sonne kommen.

"Nein, da oben zwischen den Palmen haben die Heizlüfter aufgehängt. Man sieht sie nur nicht.", meint Brooklyn und zeigt auf die Bäume.

Ich mache schnell ein Foto von hier, bevor es draußen dunkel wird. In letzter Sekunde springt Brooklyn ins Bild.

"Du hast aber auch die Angewohnheit, alles photobomben zu müssen?", lache ich und spiele auf unser erstes "Selfie" im Café an. Es kommt mir vor als wäre es Wochen her gewesen, dass ich mit ihm und David im Auto saß und nicht erst drei Tage.

Brooklyn kommt zu mir rüber um das Bild anzuschauen, wobei er mir gefährlich nahe kommt. Er riecht verdammt gut und als er sich über meine Schulter beugt, berühren unsere Wangen sich fast. Ich hoffe, er hört mein Herzklopfen nicht, denn in mir steht alles drunter und drüber.

"Lass uns mal ein richtiges Selfie machen.", schlägt Brooklyn vor und nimmt mir das Handy aus der Hand.

Wir lächeln beide lieb in die Kamera, doch in letzter Sekunde verziehe ich mein Gesicht zu einer Grimasse. Wenn schon hässlich, dann lieber mit Absicht.

"Hey! Du hast das Bild zerstört!", beklagt er sich und hält mir das Foto unter die Nase. Brooklyn steht da und lächelt dieses bezaubernde Grinsen und dann bin da noch ich, die aussieht als wäre sie besoffen und auf Drogen.

"Okay, dann mach ein Neues." Wieder lächeln wir beide zuckersüß, doch natürlich muss er diesmal derjenige sein, der das Bild mit einer Grimasse zerstört. Erst der dritte Versuch klappt und ich muss gestehen, das Bild ist echt süß.

Head over Heels {Brooklyn Beckham}Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt