Eine einzige Katastrophe

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"Was war das denn jetzt?" Kopfschüttelnd öffnet Brooklyn mir unsere Haustür und ich bemühe mich, meinen beleidigten Gesichtsausdruck beizubehalten, auch wenn ich mich innerlich am Auslachen bin.

Ich drücke mich an Brooklyn vorbei und ignoriere seinen Versuch, mich am Arm festzuhalten. Es fällt mir schwerer als gedacht, wenn schon die kleinste Berührung von seinen Fingerspitzen sich anfühlt wie ein Feuerwerk. Auch wenn ich wirklich blöd bin, mich selber auszusperren und das auch noch zuhause, hätte er auch nicht diesen noch viel bescheuerten Spruch bringen müssen. Fertig.

In der Küche riecht es angenehm nach Waffeln. Ich drehe mich zu Brooklyn um und sage ehrlich:

"Ich...es....es tut mir leid, aber ich fand das jetzt nicht gerade...naja passend von dir was du gesagt hast, weißt du? Das...das hilft mir jetzt auch nicht wirklich und..." Ich suche nach den passenden Worten und sehe mich suchend in der Küche um, als würden sie da an der Wand stehen. Ich bin sauer auf Brooklyn, wegen dem was er gesagt hat, aber was bringt es mir, ihm oder sonst wem, wenn wir jetzt noch zu Streiten anfangen? Falls es richtig schlecht läuft und Ava, Leah und die anderen wirklich sauer auf mich sind weil ich ihnen nichts von Brooklyn erzählt habe, ist er die einzige Person die mir hier noch bleibt. Abgesehen von meiner Familie. Und Brooklyn wäre der letzte, den ich verlieren wollte, von all den Menschen hier in der 8-Millionen-Metropole.

Der ganze Nachmittag war eine einzige Katastrophe und ich kanm es nur noch besser machen.

"Das war eben ein bisschen arg dramatisch, oder?", seufze ich und richte meinen Blick auf den braunhaarigen Jungen, der vor mir steht und nicht so richtig weiß was ihm geschieht.

Doch als er lacht und ergeben nickt, kann ich nicht anders, als mich auch irgendwie geschlagen zu geben. Nicht, dass ich sehr viel länger ausgehalten hätte wütend zu sein, aber ich will meine Drama-Kondition auch nicht überstrapazieren (als hätte ich das nicht schon längst getan.). Ich würde ihn am liebsten umarmen oder küssen, aber er macht keinerlei Anstalten und so drehe ich mich um und ziehe den Stecker vom Waffeleisen aus der Steckdose.

"Was sollen wir jetzt machen?", fragt mich Brooklyn später, als alles sauber ist und die Waffeln auf einem Teller stehen. Es ist ein halber Berg geworden und mein Hunger hat sich irgendwann in einer der letzten Diskussionen verabschiedet. Naja, meine Schwestern wirds freuen.

Ein wenig überrascht von seiner so direkten Fragen zucke ich zusammen. Ich ziehe mir die Haare aus dem Zopf, den ich mir extra fürs Backen gemacht habe und schnappe mir den Teller mit den Waffeln.

"Ich würde sagen, wir essen jetzt.", antworte ich und grinse ihn an. Zumindest versuche ich mich an einem Grinsen. Natürlich weiß ich, dass mit seiner Frage etwas komplett anderes gemeint war. Nämlich was wir jetzt mit uns machen.

Zu meiner Überraschung folgt mir Brooklyn nach oben in mein Zimmer, ohne großes Nachhaken. Vielleicht versteht er, dass heute nicht in der Stimmung bin, darüber zu reden. Oder morgen. Oder übermorgen.

Das ist unfair., schreit diese kleine Stimme in meinem Kopf und obwohl oder vielleicht auch weil ich weiß, dass sie im Recht ist, ignoriere ich sie. Ich verlange von Brooklyn, dass er mich blind versteht und alles akzeptiert, jede meiner Entscheidungen, aber oft weiß ich nicht einmal selber, was ich genau will.

"Nimm dir ruhig eine Waffel." Mit einer Handbewegung deute ich auf den Teller und lasse mich gerade so auf mein Bett fallen, dass ich extra noch gemacht habe, bevor Brooklyn gekommen ist.

Ein Teil von mir wünscht sich, dass er sich einfach direkt neben mich legt. Ich will einfach nur seine Nähe spüren und das er gerade so distanziert ist und nichts sagt, gefällt mir nicht. Gut, bei dem letzten, was er gesagt hat, bin ich danach aus dem Haus gestürmt und er musste mich wieder reinlassen, aber jetzt fühlt es sich so an, als würde er mich mit Samthandschuhen anfassen.

Head over Heels {Brooklyn Beckham}Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt