Leah reagiert erstaunlich gelassen, als ich bei ihr am nächsten Tag meine "Beichte" ablege. Es ist Samstag und weil ich Leah eigentlich am meisten vertraue, von all den Mädchen an der Schule, sind wir zusammen shoppen gegangen und ich habe sie beim Mittagessen auf Brooklyn angesprochen.
"Weißt du, mir ist es eigentlich egal, ob du mit ihm zusammen bist oder nicht.", hat Leah gemeint und ein paar Spaghetti auf die Plastikgabel aufgerollt, die bei ihrer Pasta-Box dabei war. "Klar, ich finde es schon ein bisschen krass, immerhin ist es der Brooklyn Beckham, aber ich verstehe dich auch."
Ich war in diesem Moment echt erleichtert, dass Leah nicht sauer auf mich ist. Das heißt, dass vielleicht Jade und Ava genauso gelassen reagieren. Vielleicht.
"Hast du es Kayleigh schon gesagt, oder bin ich die erste, die davon erfährt?" Grinsend zieht Leah ihre Augenbrauen nach oben.
"Du bist die erste, der ich davon erzähle.", gebe ich zu und verschweige lieber, dass Kayleigh schon ihre eigenen Recherchen amgestellt hat. So gerne ich es ihr heimzahlen will, ich kann ihre Freunde nicht gegen sie aufhetzen.
Ich konzentriere mich auf mein Hühnchen in Erdnusssoße, das vor mir in dem Pappkarton vom Chinesen schwimmt, zusammen mit ein paar Nudeln.
Leah schüttelt lachend den Kopf. "Oh Mann, wenn du es Kayleigh sagst, solltest du dich in Acht nehmen, sie versteht bei sowas keinen Spaß und wird dich die nächsten paar Wochen nur damit nerven. Und dich über ihn ausfragen, hundertpro." Hätte sie mir das nicht drei Tage früher sagen können?
"Kann ich mir denken.", nicke ich und hoffe, dass wir von dem Thema Kayleigh abkommen.
"Bei Ava und Jade würde ich mir keine Sorgen machen. Die beiden werden eifersüchtig sein, aber bestimmt werden sie verstehen, warum du bis jetzt gewartet hast." Leahs Worte machen mir ein bisschen Mut und nehmen der ganzen Last ein wenig an Gewicht.
"Danke, Leah. Ich wusste echt nicht, wie ihr, also du, reagieren würdet."
"Dachtest du wir würden dich jetzt hassen?"
Fast schon beschämt zucke ich mit den Schultern. "Ich habe gedacht, ihr seid sauer, weil ich von Anfang an nichts gesagt habe. Aber zugegeben, ich kannte euch nicht so gut um zu wissen, ob ihr es nicht irgendwie verbreiten würdet oder so."
"Ich ganz sicher nicht, die anderen drei auch nicht.", versichert mir Leah und versenkt den Pappbehälter in den Müll, der neben der Bank steht.
"Wollen wir weiter?"
~
Völlig kaputt komme ich am Abend wieder daheim an. Wir sind den Rest vom Tag durch die vollen Läden geschlendert und Leah hat mich noch mehr über Brooklyn ausgequetscht. Von dem habe ich bis jetzt noch nichts gehört und sein plötzlicher Abgang gestern beruhigt mich nicht gerade.
Hast du heute Abend was vor?, erreicht mich in diesem Moment eine Nachricht.
Fast schon telepathisch.
Ich komme nicht dazu, gleich zu antworten, denn erstmal werde ich von meinen zwei Lieblingsschwestern in Beschlag genommen. Als ob ich eine Wahl hätte.
"Wo warst du? Mama hat nur gesagt, du bist unterwegs." Nelli wirft mir einen skeptischen Blick zu. "Warst du bei Brooklyn?"
Als Antwort hebe ich eine Hand, an der mindestens drei Tüten baumeln. "Sieht es so aus?"
"Zeig mal, was du gekauft hast." Lilli entreißt mir die Primarktüte so schwungvoll, dass sie aufplatzt und alles auf dem Boden landet.
Bevor ich etwas sagen kann, haben sich die Zwillinge wie die Aasgeier über meine neuesten Einkäufe hergemacht. Nur mit Mühe gelingt es mir, ihnen die Oberteile und Hosen zu entreißen.
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Head over Heels {Brooklyn Beckham}
Fan-FictionNiemals hätte ich gedacht, dass ein einziger Urlaub in London mein Leben von jetzt auf nachher so verändern könnte. Klar, zwei nervige Zwillingsschwestern ziehen das Chaos schon magisch an, aber seit wann passiert mir das auch mit braunäugigen Junge...
