"Komm schon, hab dich nicht so." Leah öffnet die große Eingangstür. "Was ist denn auf einmal los?"
"Ich weiß nicht, vielleicht weil ich gleich Ava und Jade beichten muss, dass ich mit Brooklyn zusammen bin, obwohl sie erst vor ein paar Tagen von ihm geschwärmt haben?", zische ich ihr zu und dränge mich an ihr vorbei.
"Kayleigh. Kayleigh musst du es auch noch sagen." Jetzt schaut mich Leah ein wenig mitleidig an.
Ich beiße mir auf die Unterlippe. Als der Name 'Kayleigh' fällt, zieht sich mein Magen zusammen. Obwohl ich eigentlich keine Angst vor ihr habe, ist mir trotzdem unwohl bei dem Gedanken daran, wie sie sich am Freitag verhalten hat. Ich habe nicht vor, ihren Freundinnen davon zu erzählen, auch wenn ich es gern tun würde.
Leah erzählt fröhlich von ihrem Wochenende und ich ertappe mich dabei, wie ich ihr nur halbherzig zuhöre.
"Und wie war dein Wochenende, abgesehen von unserer Shoppingtour?"
"Och, ähm...ganz gut.", sage ich und versuche mich an einem Lächeln. Die Party war an sich toll, auch wenn ich gestern noch den ganzen Tag Kopfschmerzen hatte und mir deshalb vorgenommen habe, nie wieder zu trinken. "Brooklyn und ich waren auf einer Geburstagsparty am Samstagabend."
"Echt? Wie war es- Oh hey!", begrüßt Leah Kayleigh, dir mein ein Lächeln schenkt, das fast schon echt wirkt. Aber nur fast.
"Hey. Und, was gibt's?" Sie bindet sich die blonden Haare zu einem Pferdeschwanz nach oben und schaut uns abwartend an.
"Von mir eigentlich nichts.", sagt Leah und stößt mich unauffällig in die Seite.
"Ja, ähm...ich muss mit dir was sagen." Ich richte meinen Blick auf Kayleigh. Hoffentlich weiß sie, um was es geht, aber warum sollte ich sonst mit ihr reden wollen?
~
Schon nach vier Schulstunden ist mir klar, dass es wohl alles einfacher ist, als neben jemandem zu sitzen und so zu tun, als wäre nichts passiert. Kayleigh hat diese Kunst offensichtlich perfektioniert und verhält sich so, als wären wir die besten Freunde. Auch ihr gefakter Fangirlanfall als ich ihr von Brooklyn und mir erzählt habe, war erste Klasse und würde ich sie nicht so verabscheuen, würde ich ihr glatt zu ihrem Schauspieltalent gratulieren. Mir hingegen fällt es um einiges schwerer und ich bin nicht nur einmal am Überlegen, was für Konsequenzen es hat, wenn ich auf sie losgehen würde. Nicht, dass ich unbedingt agressiv bin, aber Kayleigh holt wirklich die schlechteste Seite aus mir heraus.
Hast du dich wieder erholt vom Wochenende?, lese ich zwischen Mathe und Bio Brooklyns Nachricht.
So ziemlich...Aber ich hatte gestern trotzdem noch Kopfschmerzen. DAS NÄCHSTE MAL HÄLTST DU MICH VON ALLEN GETRÄNKEN AUßER WASSER FERN!, antworte ich und hänge noch eine Reihe lachender Emojis hinten dran, auch wenn ich es nicht wirklich zum Lachen finde, was passiert ist.
Auf der einen Seite beruhigt es mich, dass ich nicht die einzige war, die zu viel zu trinken hatte, auf der anderen macht es die Situation nicht wirklich besser. Ich beschließe, mich nicht mehr um den ganzen Mist zu kümmern und mich stattdessen auf irgendwas mit Pflanzenzellen zu konzentrieren, dass ich nach diesen 55 Minuten sowieso schon vergessen haben werde.
Meine Mutter kann mich heute nicht abholen, und so nutze ich meinen Heimweg, um Brooklyn anzurufen, der heute irgendwie früher aushatte als
"Oh, hey!", geht er gleich nach dem ersten Klingeln dran. Er klingt abgehetzt, so als wäre er gerannt.
"Hey. Alles klar?"
"Ja ja, alles gut. Bei dir so? Wolltest du heute nicht dein 'großes Geheimnis' lüften?" Er lacht und ich kann vor mir sehen, wie er sich dabei durch die Haare fährt.
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Head over Heels {Brooklyn Beckham}
FanfictionNiemals hätte ich gedacht, dass ein einziger Urlaub in London mein Leben von jetzt auf nachher so verändern könnte. Klar, zwei nervige Zwillingsschwestern ziehen das Chaos schon magisch an, aber seit wann passiert mir das auch mit braunäugigen Junge...
