Zu viel getrunken

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Mein Kopf dröhnt und fühlt sich an, als wäre ein paar Mal mit einem Hammer darauf rumgeschlagen worden. Meine Augen sind noch geschlossen und trotzdem dreht sich alles. Selbst ohne mich zu bewegen, kann ich mit Sicherheit sagen, dass meine Muskeln sich anfühlen, als wäre ich einen Marathon gelaufen. Ich brauche nicht meine Augen aufzumachen um zu wissen, dass ich nicht daheim bin. Vorsichtig bewege ich meinen Zeigefinger und fahre über weichen Stoff. Ich riskiere einen Blick und blinzele in viel zu grelles Licht. Der halb heruntergelassene Rollladen bringt nicht viel und die Sonnenstrahlen bringen einen stechenden Kopfschmerz hervor.

So langsam erkenne ich den Raum um mich herum. Zumindest von meiner Position aus, denn ich muss feststellen, dass ich irgendwie total verdreht auf einem Bett liege. Die beige Bettdecke liegt auf dem Boden und bei dem Versuch, mich kopfüber aus dem Bett zu lehnen und nach ihr zu angeln, wird mir so schwindelig, dass ich mich schnell wieder nach hinten fallen lasse und an die Decke starre. Ich bin nicht bei Brooklyn daheim und das einzige, was mir sonst einfällt, ist Aidan.

Mich überfällt kurz Panik, immerhin habe ich keine Ahnung, wo ich bin. Ich schaue einmal an mir runter und dass ich irgenein T-Shirt anhabe, das nicht mal mir gehört, beruhigt mich nicht wirklich. Ich setze mich ruckartig auf und lasse meinen Blick durch das Zimmer schweifen. Es ist ein Gästezimmer, so viel erkenne ich. Eine Komode steht gegenüber von dem großen Doppelbett und direkt daneben ist eine Tür, die wahrscheinlich zu einem Bad führt. und der ganze Raum wirkt ziemlich freundlich. Alles ist hell eingerichtet und hier und da stehen ein paar Pflanken oder Kakteen.

Plötzlich höre ich das Klacken eines Türschlosses und die Badezimmertür öffnet sich.

"Guten Morgen Sonnenschein!", werde ich von Libby begrüßt, die mit nassen Haare und einem Strahlen auf den Lippen aus dem Bad kommt.

Oh Gott danke, eine Person, die ich kenne.

"Guten Morgen.", murmle ich und reibe mir über die Augen. Nur habe ich wohl vergessen, dass ich nicht abgeschminkt bin und jetzt aussehe, wie ein Panda.

Libby lässt sich neben mich auf das Bett fallen und dreht ihren Kopf, sodass sie mich anschauen kann. "Ich bin so fertig."

"Ich auch."

"Du hast doch gar nicht sooo viel getrunken, oder? Also im Vergleich zu ein paar anderen hier.", lacht sie. "Wann bist du gestern hier reingekommen?"

"Ich habe absolut keine Ahnung.", gebe ich zu. Ich kann mich weder daran erinnern, wann noch dass ich hier her kam und geschweige denn, wie ich es geschafft habe, mich umzuziehen.

Alles, was ich von gestern noch weiß ist, dass ich mit Brooklyn und ein paar seiner Freunde zusammen war. Ein paar Bilder tauchen vor meinem inneren Auge auf, wie man mir etwas in ein Glas einschenkt und wie ich Libby auf die Tanzfläche ziehe.
Erst jetzt wird mir das ganze Ausmaß bewusst: Was haben wir da gestern Abend alles gemacht, was ist passiert? Ich habe eindeutig zu viel getrunken, das ist mir klar.

"Wir haben nur getrunken und so, Aidan hat uns ziemlich abgefüllt. Deshalb haben wir ja auch hier übernachtet, die haben genug Gästezimmer.", beantwortet Libby schulterzuckend meine Frage. Wie kann sie das so locker nehmen?

Im Bad erschrecke ich mich fast vor mir selbst, als ich einen Blick in den Spiegel werfe. Panda-Augen, Haare die aussehen als hätte ich in die Steckdose gefasst. In der Dusche stehen überraschenderweise schon ein Shampoo und Duschel, also wasche ich mir erst einmal gründlich die Haare. Zu meinem Pech habe ich keine Wechselklamotten dabei und ich weiß auch nicht, von wem das T-Shirt war, das ich anhatte.

"Du weißt nicht zufällig, wo Brooklyn ist?", sage ich, als ich zurück ins Zimmer komme.

"Irgendwo im Haus, nehme ich an...? Er hat bestimmt irgendwo bei Aidan oben übernachtet. Wir können ja mal nachgucken."

Head over Heels {Brooklyn Beckham}Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt