Er ist wieder da?!

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Die nächsten paar Tage vergingen nur schleppend. Wir haben uns London noch mehr angeschaut und meine Mutter hat sich öfters mal mit Freunden getroffen, die sie noch vom Studieren her kennt. Inzwischen ist es Dienstagmorgen, was heißt das ich noch genau drei Tage hier in London habe.

Drei Tage Zeit, um nochmal mit Brooklyn zu reden.

Seitdem mein Handy weg ist, erzählen mir die Zwillinge jeden Tag, was Brooklyn in LA macht und zeigen mir Fotos auf Instagram. Ich bin ihnen eigentlich dankbar dafür, aber auf der anderen Seite komme ich mir vor, als würde ich ihn stalken. Und jedes Mal, wenn ich ein neues Bild von ihm sehe, frage ich mich, ob er mir vielleicht schon geschrieben hat. Ich vermisse es, mit ihm zu Schreiben und oh Gott, ich vermisse ihn.

Wahrscheinlich übertreibe ich total, immerhin kenne ich Brooklyn erst seit einer Woche, aber trotzdem.

"Hey, Lisa. Guck mal, Brooklyn war heute Essen mit seiner Familie." Nelli hält mir ihr Handy unter die Nase.

Ich schiebe ihre Hand zur Seite und antworte seufzend: "Ich weiß es ja echt zu schätzen, ihr versucht ja nur mir zu helfen. Aber ich glaube, das bringt nichts, ich werde ihn wahrscheinlich sowieso nie wieder sehen."

Ich bemühe mich, ganz normal zu klingen, so als ob mir das alles nichts anhaben könnte. Denn wahrscheinlich habe ich damit recht. Brooklyn wird sich nicht mehr melden, selbst wenn ich mein Handy hätte. Und außerdem hätte das mit uns sowieso nicht geklappt. Falls da überhaupt schon was war. Er wohnt in England, ich ihn Deutschland.

"Bist du dir sicher? Du magst ihn doch!", versucht Lilli mich leise umzustimmen.

"Ja, und jetzt lasst mich einfach in Ruhe. Ich will versuchen, die letzten drei Tage hier zu genießen.", entgegne ich ein wenig mehr genervt, als ich eigentlich wollte. Ich widme mich wieder meinem Toast und tue so, als würde ich die Blicke nicht bemerken, die sich die Zwillinge über den Tisch hinweg zuwerfen. Meine Mutter kommt in die Küche und fragt, was wir heute denn noch machen wollen.

"Shoppen!", erklingt es gleichzeitig von meinen kleinen Schwestern und ich muss gestehen, ich hab auch ziemlich Lust die Oxfordstreet einmal abzuklappern.

"War ja klar.", lacht Mama. "Und wer zahlt euch das alles?"

"Wir haben Geld dabei." Lilli grinst triumphierend.

Letzendlich muss sich meine Mutter geschlagen geben und so sitzen wir eine Stunde später in der Tube auf den Weg zu Londons Shoppingmeile.

"Wie findest du das?", frage ich Nelli und halte das Kleid vor meinen Körper.

"Oh, das ist toll! Woher hast du das?"

Ich ignoriere ihre Frage und drehe mich um, damit ich mich nochmal genauer im Spiegel betrachten kann. Jedes Mal wenn ich mir etwas kaufe was auch den Zwillingen gefällt, haben wir es eine Woche später drei mal zuhause in zwei verschiedenen Größen - in meiner und in ihrer. Und es kann schon ziemlich nerven, wenn ich etwas anhabe und dann plötzlich Lilli oder Nelli im gleichen Teil in den Raum spaziert kommt. Ich entscheide mich dafür, das Kleid zu kaufen, da es umgerechnet nur 10€ kostet. Primark sei dank. Nachdem ich zwei volle Tüten später mit meiner Mutter und meinen Schwestern wieder draußen stehe, entscheiden die Zwillinge, dass sie mal wieder keine Lust mehr haben und nach Hause wollen.

"Mann, wir sind seit gerade mal zwei Stunden unterwegs und ihr motzt schon wieder rum!", beschwere ich mich. Leider klinge ich ein wenig zickiger, als ich wollte.

"Lisa! Was ist denn mit dir los? Nicht in diesem Tonfall!", mischt sich dann auch gleich meine Mutter ein.

"Ach, sie ist doch nur so genervt, weil Br-.."

Head over Heels {Brooklyn Beckham}Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt