Krankenhausbesuch

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"Sie schläft noch."

"Also ich finde, sie sieht aus wie tot."

"Lilli!"

"Was denn? Schau sie dir an."

"Pscht, ruhig ihr beiden!"

Gedämpft nehme ich Stimmen war. Es klingt so, als wären diese kilometerweit entfernt. Ich versuche meine Augen aufzumachen, aber alles um mich herum ist so dunkel. Jetzt höre ich auch noch ein Piep-Geräusch. Piep. Piep. Piep. Piep. Als nächstes versuche ich, meine Nase zu kratzen, denn irgendetwas juckt mich ganz gewaltig. Doch gerade als ich es schaffe, meine Hand auch nur den kleinsten Milimeter anzuheben, schreit plötzlich jemand auf.

"Da! Sie hat sich bewegt!"

Ich kenne die Stimme. Nelli. Oder doch Lilli? Das nächste was ich mitkriege ist das Geräusch einer Tür und plötzlich geht das grelle Licht an.

"Aua!", will ich rufen, doch etwas ist mir im Weg. Was ist das Ding da auf meiner Nase? Bevor ich es mir runterziehen kann, wird das schon von jemand anderem gemacht.

Meine Mutter lächelt mich zärtlich an und streicht mir ein paar Mal über die Wange. "Na, wie gehts dir?"

"Ich weiß nicht genau wo ich hier bin, aber es sieht gewaltig nach Krankenhaus aus."

Noch bevor ich meinen Satz zu Ende gesprochen habe, dämmert es mir: Ich wollte gerade mit Brooklyn ins Auto steigen, als ich umgekippt bin. Und das alles nur, wegen diesem Cocktail und den blöden, kleinen, pelzigen Monstern.

Kiwis.

Ich reagiere verdammt allergisch auf die und wie mir meine Mutter auch bestätigt, waren wohl ein bisschen viel davon in meinem Cocktail und ich habe es einfach nur nicht geschmeckt.

"Brooklyn hat mich dann angerufen und er und der Chaffeur haben dich gleich hierher gefahren. Es war zwar schlimm, aber nicht so schlimm wie letztes Mal. Du darfst bestimmt morgen wieder raus. Sie haben dir hier irgendeine Lösung gegeben, damit sich deine Luftröhre wieder erweitert und du besser Luft bekommst. Deshalb das hier." Mama deutet auf die Atemmaske in ihrer Hand.

Das letzte Mal als ich wegen einem dieser "Kiwi-Zwischenfälle" im Krankenhaus gelandet bin, war mit 12 Jahren. Damals war es echt viel schlimmmer, und ich hab gar keine Luft bekommen.

Nach zwei Stunden hier bei mir, ist es den Zwillingen zu viel und meine Mutter beschließt, die beiden im Taxi nach Hause zu begleiten, aber danach gleich wieder zu kommen. Im Türrahmen dreht sich Mama nochmal um. "Oh, da ist übrigens noch jemand der dich sehen will."

Meine Vermutung, wer der mysteriöse Gast ist bestätigt sich, als Brooklyn reinkommt. Er trägt eine graue Jogginghose, ein einfaches weißes T-Shirt und Vans und hat eine Sweatshirtjacke in seiner Hand. Die Haare sind nicht nach oben gestylet und er sieht mich aus müden Augen, aber dennoch froh an.

"Hi.", meint er und vergäbt ein wenig schüchtern die Hände in den Hosentaschen.

"Hey.", antworte ich und zupfe nervös an meinen Haaren rum. Die müssen bestimmt aussehen, als hätte ein Vogel über Nacht darin genistet und das sexy Krankenhaushemd macht meine Gesamterscheinung auch nicht viel besser.

"Lisa, hör mal, es tut mir echt leid wegen gestern." Brooklyn kommt ein paar Schritte näher und fährt sich durch seine Haare.

"Das muss dir doch nicht leidtun! Du hast doch nichts falsch gemacht!", lache ich.

Meine Antwort erleichtert Brooklyn sichtlich, denn auch er fängt an zu lachen.

"Naja, wenn du meinst das Beim-ersten-Date-fast-umgebracht nichts falsch machen bedeutet, dann hast du wohl recht.", scherzt er und setzt sich ans Fußende von meinem Bett.

Head over Heels {Brooklyn Beckham}Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt