Die Tattoos auf seiner Haut spiegeln sein Leben wider. Seine so dunkle, verworrene Welt. Die Narben an seinem Körper und im Gesicht, machen seinen Weg unmissverständlich. Er ist ein Krieger auf dem Pfad seiner Feinde. Für dieses eine Ziel, verliert...
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Gebrüll von Kindern, ein paar Jungs und ein paar Mädchen, drang durch das Holz einer alten Tür. Es glich einem Gewitter. Nur dass ich davor nie Angst hatte. Ein energisches Rütteln begleitete das Geräusch am Türknauf. Das erfüllte mich mit Angst.
Bitte, bitte nicht schon wieder. Lass sie verschwinden.
Bitte, lieber Gott, lass sie verschwinden.
hielt ich die Luft an. Ich zog die Beine fest an mich und machte mich so klein, wie es mir möglich war. Die Angst drängte mich zwischen das verstaubte Gerümpel im Keller. Ein alter Lagerraum für Musikinstrumente.
Die Luft roch nach Staub, feuchtem Holz und Dingen, die seit Jahren niemand mehr angefasst hatte. Im schwachen Licht wirkten die abgestellten Instrumente wie dunkle Schatten.
Als eines davon umfiel, drang das laute Poltern durch die Flure.
»O nein, Jackson...«, drang ein Keuchen durch meine Lippen.
»Mach schon auf, Alien!«, drohten die Kinder erneut. Ihre Hände trommelten wie Schussfeuer gegen das Holz. Als die Tür nachgab und aufsprang, machte das einen entsetzlichen Krach, der mir durch den ganzen Körper jagte. In dieser Situation fand ich mich so oft wieder, seit wir hier in New York lebten.
»Hast du gedacht, wir kriegen dich nicht?«, zischte er und starrte mich mit bösen Augen an. Wenn ich mich an sie erinnerte, glichen sie denen eines Hais.
Jackson packte mich und verprügelte mich regelrecht. Seine Schläge und Tritte trafen mich überall. Der Schmerz war entsetzlich und fraß sich in meinem Bauch fest. Lautlos erstickte mein Schrei. Meine Haut fühlte sich an, als würde sie brennen. Obwohl es so kalt in dem Raum war. Ich zitterte nicht der Kälte wegen, sondern vor Angst.
Ein heftiger Tritt auf meine Hand ließ mich zusammenfahren, als würde mich ein Blitz treffen. Der Schmerz wurde von Ekel verdrängt, als er mir ins Gesicht spuckte. Seine Freunde lachten und feuerten ihn an. Sie glichen einer Gruppe Hyänen.
»Sie blutet nicht mal, macht weiter! Sie ist ein Dämon! Ihre Augen sind dämonisch...«
Trotz der Schmerzen schrie ich nicht. Ich biss mir auf die Lippen, bis sie bluteten. Je mehr ich schrie, umso schlimmer schlug er sonst zu.
Warum ich? Warum war immer ich sein Ziel?
Jackson hatte dunkle Haut und kohlschwarzes Haar. Er war viel kräftiger als die anderen. Sie wirkten alle kräftiger und größer als ich. Doch er war besonders groß und kam mir wie ein Riese vor. Unbesiegbar.
Er schlug wieder und wieder zu, sobald ich versuchte, ihn anzuschauen. Hart traf mich seine Faust im Gesicht.
»Na warte! Sie hat mich gebissen! Du Dämon! Sie ist ein scheiß Alien! Los, helft mir! Wir sperren das Vieh ein!«