Die Tattoos auf seiner Haut spiegeln sein Leben wider. Seine so dunkle, verworrene Welt. Die Narben an seinem Körper und im Gesicht, machen seinen Weg unmissverständlich. Er ist ein Krieger auf dem Pfad seiner Feinde. Für dieses eine Ziel, verliert...
Hoppla! Dieses Bild entspricht nicht unseren inhaltlichen Richtlinien. Um mit dem Veröffentlichen fortfahren zu können, entferne es bitte oder lade ein anderes Bild hoch.
Gegen 4 Uhr in der folgenden Nacht, wurde ich durch das Klingeln meines Handys aus einem unruhigen Halbschlaf geweckt. Es versetzte mir einen Stich, als ich auf das Display schaute. Dimitri. Ich wollte jetzt vieles aber nicht mit ihm reden. Mühsam verdrängte ich das Weinen und vergrub meinen Kopf unter den Kissen. Iris saß neben mir. Ich versteckte mich bei ihr. Sie streichelte mich und versuchte mich zu trösten. Es klingelte so oft und lange aber irgendwann gab er auf.
Während ich am Tag darauf, im frühen Morgen von der Klinik zum Hafen und schließlich im Regen zur Akademie zurück lief, bemerkte ich wie plötzlich weitere Schritte hinter mir verhallten. Ich kam gerade vom Hafen und war alleine. Ich hatte Juli bei den Hunden untergebracht. Zu ihrem Schutz. Die Ruine dort war sicherer als der Platz am 5th Ave. Die Hunde achteten auf sie und sie konnte sie füttern. So war sie auch nicht die ganze Zeit alleine und ich wusste das America auf sie aufpassen würde.
Hinter mir hörte ich Schritte. Ein kleiner Teil von mir wollte sich einreden, dass es Einbildung war. Doch der erwachsenere, erfahrenere Teil wusste es besser. Ich konnte nicht fassen, dass es schon wieder passierte. Ich könnte die Angriffe nicht noch Mal durchstehen. Daher fing ich an zu rennen. »Diesmal entkommst du nicht, diesmal erledige ich den Job selbst...« »Tom?«, keuchte ich. Er folgte mir und hetzte mich durch die Seitenstraßen. Meine Verfassung war mies deshalb konnte ich nicht klettern. »Erwische ich dich endlich allein! Du hast es provoziert! Diesmal bringe ich den Job zu Ende! Dawn und Jones machen sich lustig über mich, dass ich dich nicht gezügelt kriege. Von morgens bis abends nervt mich dein Gesicht! Überall sieht man es... Mein Ruf ist ruiniert! Meine Karriere ein Witz! Und das alles wegen einer kleinen Göre, die ich damals schon hätte töten sollen.« Kurz vor der Akademie, kam ich zum Stehen, als ich unter Schmerzen kurzzeitig zusammenbrach. Ich sah ihn an und schüttelte den Kopf. »Du wagst es, mich auszulachen?«, packte er mich. »Wie sollte ich dich nicht auslachen? Betrunken, bist du auch nicht mehr als ein Clown. Genauso schwach und peinlich, wie ich dich eingeschätzt habe. Du solltest hin und wieder duschen. Du stinkst wie ein verwesendes Tier...« Ein schmerzhafter Ruck ging durch meinen Körper, als Tom mich an den Armen packte und gegen eine Mauer stieß. »Dir werde ich deine Arroganz schon austreiben, keiner lacht mich aus! Schon gar nicht du! Du lebst nur noch, weil deine Mutter dich Monster beschützt hat!« Die Verfolgungsjagt ging bis zur Akademie. Die Sonne ging gerade erst auf und es war regnerisch und kalt. Er packte mich kurz bevor sich die Eingangstür des Gebäudes schlossen und stieß mich mit Wucht rein. Er zerrte mich an den Haaren die Treppe rauf zu den Türen vor meiner Wohnung. Es war niemand da. Wieso war niemand da? Er schüttelte meinen Rucksack aus und zog die Zugangskarte raus. Er stieß die Tür zu meinem Studio auf und schlug mir gegen die Rippen. Wut und Abscheu, zeichneten sein Gesicht. Während ich vor Schmerz kein Wort rausbrachte. Wortfetzen von dem was er gesagt hatte gingen mir durch die Gedanken, wurden aber überschattet von dem zerrenden Schmerz. »Sie hat was besseres als dich verdient... Wie konnte sie auf einen wie dich reinfallen? Ohne sie bist du ein Niemand! Es waren ihre Erfolge in denen du gebadet hast. Mein Vater ist tausend mal besser als du!« Als ich das Krachen an der Tür hörte, realisierte ich nur kurz, was hier grade passierte.