Die Tattoos auf seiner Haut spiegeln sein Leben wider. Seine so dunkle, verworrene Welt. Die Narben an seinem Körper und im Gesicht, machen seinen Weg unmissverständlich. Er ist ein Krieger auf dem Pfad seiner Feinde. Für dieses eine Ziel, verliert...
Hoppla! Dieses Bild entspricht nicht unseren inhaltlichen Richtlinien. Um mit dem Veröffentlichen fortfahren zu können, entferne es bitte oder lade ein anderes Bild hoch.
(*Der versetzte Anfang, deutet als Erklärung für euch, auf einen Handlungssprung, zu einem anderen Hauptcharakter hin.)
*»Jupiter es ist spät, ich möchte bald nach Hause. Angel schläft schon fast. Deine Mutter wird nicht verloren gehen, was ist los mit dir? Du wirkst beunruhigt. Du bist mit den Gedanken ständig wo anders und manchmal bist du Nächte lang verschwunden. Sag mir doch was passiert ist...«
Als mein Vater meine Mutter ansah, wirkte er traurig. Ihre Fragen schienen ihm nahe zu gehen. Ich war zu klein um zu verstehen was genau vor sich ging. Doch so viel Sorge hatte ich zuvor nie in seinen Augen gesehen. Müde beobachtete ich meine Granni, die wie eine Fee auf einer Feder durch die Gegend wirbelte. Sie tanzte. Für uns alle blieb die Zeit in dem Moment stehen.
Sie liebte das Tanzen...
Sie liebte die Musik...
Alle im Raum, waren für eine kurze Zeit gefesselt.
Das wollte ich auch können...
Ich wollte so, wie meine Nana sein.
Ich wollte so tanzen können wie sie.
Wir saßen oft in jener Bar am Strand, eine sinnliche Atmosphäre hing in der Luft. Die Bar gehörte meinem Baba, meinem Großvater, und er erzählte gern, dass er sie nur gekauft habe, damit Nana dort tanzen könne, wann immer sie wolle, damit jeder, der hier her kam, sie sehen könne. Nana trat mit einer Mischung aus Eleganz und wilder Freiheit auf, als würde sie die Wellen des Ozeans in der Ferne in sich tragen. Ihr langes, schwarzes Haar wirbelte in der Luft, während die Sonne mit den letzten Strahlen durch die wilden Locken spielte. Auf ihrer braunen Haut glänzte der Schweiß wie winzige Perlen, die von der Hitze und dem Küstenwind zeugten. Der Sonnenuntergang spiegelte sich in den Gläsern der Gäste, und der Duft von Salz, Meer und einem Tropfen Limette mischte sich in die Luft. Ich roch das salzige Wasser der mexikanischen Küste, das sich mit der Wärme des Holzbodens und dem Duft von gegrilltem Fisch vermischte.
Neben mir saß Angelo, mein Großvater, dessen Augen beim Anblick von Nana zu leuchten begannen. Mein Vater hatte mich nach ihm benannt, und in diesem Moment schien die Welt für einen Augenblick stillzustehen. Die Geräusche der Bar – das leise Klirren von Gläsern, das Rauschen der Wellen im Hintergrund, das gedämpfte Lachen der Gäste – wurden zu einem einzigen, beruhigenden Hintergrundton. Für eine kurze Weile herrschte völlige Ruhe am Tisch, als ob die Zeit innehalten würde, während Nana im Rhythmus der Musik tanzte und die Geschichte ihrer Familie in jedem Lächeln weiterlebte.
Es war dunkel, als wir nach Hause fuhren. Aus der Ferne sah ich die alte Kirche. Sie thronte auf einem Hügel hinter dem See. Um sie herum weinten Trauerweiden im Schleier der Nacht, ihre langen Zweige streiften die Wasseroberfläche. Kleine Fackeln erhellten das Grundstück. Wie winzige Sterne tanzten sie in der Nacht um das Gelände herum. Direkt hinter dem Haus meiner Granni lag der See, so still, dass selbst das leise Plätschern der Wellen wie ein Flüstern klang. Dahinter erstreckte sich ein dichter Wald, dessen Bäume sich in der Nacht zu Gestalten formten. Als wir hielten hörte ich, wie die Blätter im Wind leise raschelten. Die Luft roch nach salzigem Wasser, Heu, Holz und Sonnenschein.