Die Tattoos auf seiner Haut spiegeln sein Leben wider. Seine so dunkle, verworrene Welt macht es ihm unmöglich zu lieben. Die Menschen in seinem Umfeld fürchteten ihn und seine Aura. Die Narben an seinem Körper und im Gesicht, machen seinen Weg unmi...
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»Ein Mann Ihres Formats kann wohl jedem eine Abfuhr erteilen...«, merkte Angel an, als wir im 33. Stockwerk aus dem Fahrstuhl stiegen. Ich dachte noch an Henry's Worte, der eigentlich schon dabei war auszusteigen. Es schienen Angels Informationen zu sein, die ihm neues Vertrauen gaben. »Kleiner Luxus, den ich mir erlauben kann, wann immer ich will. Es liegt mir Menschen dazu zu bringen, dass zu tun, was ich will. Leider funktioniert mein spezieller Charme bei dir noch nicht richtig.« »Welcher Charme? Ich habe noch keinen bemerkt...« »Du bist bei mir, irgendein Grund muss es haben.« »Und ich bin freiwillig hier. Da gibt es viele gründe Boss, doch Euer Charme ist es ganz sicher nicht.« »Du stehst auf mich. Leugnen, wäre Zwecklos.« »Der Job, schon vergessen? Deshalb bin ich hier. Ich mag Sie das stimmt. Ihr Charme hat damit aber nichts zu tun. Ich mag Sie, weil Sie ehrlich sind und viel wissen. Bei Ihnen weiß ich, dass ich mich in Acht nehmen muss.« Und wie ich gewillt war, ihr das zu beweisen aber wenn ich sie berührte und mit ihr schlief, wollte ich sie dabei anschauen. Sie ist 17 Jahre alt Dimitri, du wirst gar nichts tun. »Ich komme irgendwann darauf zurück, Angel. Schreib High wo ich bin, er soll sich hier ein Zimmer nehmen und Leute im Sicherheitspersonal des Hotels unterbringen. Hat Ivanka dir schon geantwortet?« Irgendwie war sie deutlich stiller als noch vor ein paar Minuten. Seit ich das Gespräch mit dem Senator abgewürgt hatte. »Ja. Sie wir bald hier sein.«
Im Zimmer legte sich mein Stress etwas aber nicht der Ärger über den Kerl, der für all das verantwortlich war. »Brauchen Sie mich hier noch?« »Was denkst du denn, ich kann nichts sehen, schon vergessen?«, bluffte ich sie an. »Ich meinte nur... Wo Ivanka jeden Moment da ist...« »Was meintest du? Ist dir der Job zu umständlich? Dann geh halt!«, versprühte ich mein Gift. »Fein, vielleicht sollte ich genau das tun!« »Nur zu!« »Ich helfe Ihnen gerne aber nicht, wenn Sie sich so aufführen.« »Du weißt wo die Tür ist. Du bist nicht in der Position mich zu Recht zu weisen! Du bist nur eine Angestellte mit gewissen Vorzügen...« Geladene Stille. Die Luft knisterte förmlich. Ich hätte gerne etwas gesagt, was sie wieder besänftigte. Das lag aber nicht in meiner Natur. Jemand wie ich, entschuldigte sich nicht. Ich hätte auch nicht gewusst wie. »Bitte. Wie Sie wollen. Ich bin nur Ihre Assistentin. Sie bezahlen mich nicht dafür, dass ich Ihre Launen ertrage.« Ihre Stimme klang heiser und belegt. Das fehlte mir jetzt noch. »Heulst du etwa schon wieder?« Ich hörte sie eindeutig schluchzen. »Kriegst du nie Rügen von deinem Daddy? Hat er dich zu einer Heulsuse erzogen?« »Sie können echt so ein Blödmann sein... Nicht nur Sie hatten einen miesen Tag...«, hörte ich das Klappen der Tür, was meine Frage beantwortete. Ich stand mitten im Raum und lauschte in die Stille.
Nannte sie mich grade Blödmann? »Wie niedlich... Wer soll das denn bitte ernst nehmen?«, schnaufte ich verächtlich und bemerkte dieses stetige Pochen in den Schläfen. Wie sollte ich eine Beleidigung mit dieser Ausdrucksweise ernst nehmen? Ich hatte schon einige Frauen in Rage versetzt und schlimmere Dinge an den Kopf geworfen bekommen. »Weiber, alle gleich...«, drehte ich unnötige Gewissensbisse in meinem Schädel auf stumm. Leider gefiel einem anderen Teil an mir, dieser süße Sturkopf. Insgeheim war mir ihre Laune unangenehm. Mühsam und missmutig tastete ich mich durch den Raum. Ich suchte nach der Minibar, fand sie recht schnell und griff nach einem Glas. Kurz roch ich an den Flaschen die daneben standen. Holzig und kräftig. So musste ein Whisky sein. Langsam goss ich ein Schluck davon ins Glas und nippte daran. In den ersten Minuten, war ich fast soweit ihr zu folgen, sie an mich zu zerren und in mein Bett zu werfen. Ihr zu sagen, dass ich sie für eine Nacht brauchte und dann wieder gehen sollte. Je weiter sie sich wieder entfernte umso besser. Erst jetzt bemerkte ich die Platzwunde an der Lippe, die durch den Alkohol brannte und mich von der schmerzhaften Erektion in meinen Jeans ablenkte. Die Nähe zur ihr heute und die Auseinandersetzung kurz zuvor, hatten Folgen. Ich musste nur daran denken, wie sexy sie aussah, wenn sie sauer war und wie sie fauchte. »Dieses verdammte Mädchen...« Plötzlich kam da auch ein fieses, zerrendes Gefühl in meiner Brust auf. Es war da, seit dem sie den Raum verlassen hatte. Sie sollte nicht wegen mir weinen...