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Ran's Sicht
Es kommt nicht oft vor, dass mich Izana persönlich anruft. Meistens erledigte Kakucho diese Drecksarbeit, doch diesmal musste es wohl etwas Wichtiges sein. Kaum nehme ich den Anruf entgegen, fing Izana mit ruhiger Stimme an zu sprechen. Keine Begrüßung oder unnötiges Geschwafel, es geht direkt zur Sache.
"Ein paar von Toman's Mitgliedern haben Laufburschen von uns beseitigt"
Unsere Laufburschen waren die Personen, die unsere Bestellungen austeilten. In anderen Worten, sie brachten unseren Käufern ihren Stoff. Und da Toman eine ach so tolle Gang ist, versuchen sie immer wieder unsere Pläne zu durchkreuzen.
"Das ist keine Seltenheit", stelle ich nüchtern fest, versuche zu verstehen, was Izana mir mitteilen möchte.
"Stimmt", pflichtet er mir bei. "Doch einer von Tenjikus Männern sollte uns eine Botschaft überbringen." Mein Interesse ist nun geweckt, gespannt lausche ich jedem weiteren Wort von Izana.
"Jemand fordert dich zu einem 1 gegen 1 heraus." Einen Moment bin ich baff, muss dann aber selbstgefällig lächeln. Mizuno scheint wirklich an meinem Köder angebissen zu haben. Er hat mich mit seiner Ex-Freundin gesehen, daraufhin haben bei ihm die Alarmglocken geschrillt und er ist wie ein tollwütiger Hund auf das nächst beste Tenjiku Mitglied losgegangen.
"Eine Ahnung, wer das sein könnte?", fragt mich Izana ehrlich interessiert. Es ist eine Seltenheit, dass mein Boss nach meiner Meinung fragt.
"Ich hab da so eine Vermutung.", gebe ich abschweifend von mir.
Unser plötzliches Telefonat endet daraufhin schnell. Izana schickt mir nur noch Datum, Ort und Uhrzeit meines 1 gegen 1 Kampfes und versichert sich, dass ich nicht den ganzen spaß für mich alleine habe. "Rindou soll mit gehen, vielleicht haben sie irgendwas geplant"
Ich lache nur spöttisch. "Nichts, was einer der vier himmlischen Könige nicht erledigen könnte", scherze ich.
"Enttäuscht mich nicht. Nach dem Kampf möchte ich alles wissen, auch den Grund wegen dieser Auseinandersetzung. Verstanden?"
Ich schlucke schwer. Es war klar, dass Izana mich durchschaut hat. Vor ihm konnte ich nichts verheimlichen. "Klar, Boss"
Sobald ich aufgelegt habe, kehre ich zurück in die Bibliothek und gehe normalen Schrittes zu meinem Tisch. Zu meiner Überraschung entdecke ich drei Typen davor, sie lachen lauthals über irgendeinen Witz, den ich nicht hören kann. Ich muss ihn jedoch nicht gehört haben, um zu wissen, dass sie etwas über meine Projektpartnerin gesagt haben, den ihre Wangen färben sich rot. Ob vor Scham oder Wut, weiß ich nicht.
Y/n's Sicht
Drei Freunde von meinem Ex betreten die Bibliothek. Nach einigen Sekunden des Starrens realisiere ich, dass diese Personen dieselben sind, wie die vom letzten mal. Damals hatten sie im Supermarkt über mich gelacht und Witze auf meine Kosten gemacht, diesmal befürchte ich dasselbe, weshalb ich schnell auf mein Buch schaue, um keine Aufmerksamkeit zu erregen.
"Ey, ist das nicht Mizuno's Schlampe?"
Oh mächtiger Jashin, verflucht seist du. Konnten sie mich nicht einmal in Ruhe lassen?
Schritte nähern sich meinem Tisch, ich blicke zu ihnen auf und sehe in drei abstoßende jungen Gesichter. Wie bei den meisten Delinquenten haben sie Narben an Händen und ihrem Gesicht, einer ein blaues Auge und der andere eine Krücke. Ihr Anblick machte anderen Angst, doch ich war es gewohnt. Schließlich hatte Mizuno mich oft genug zu Toman's Meetings mitgeschleppt, dadurch wurde ich gegen so einen Anblick abgehärtet.
"Na du Schlampe? Lust dich etwas zu amüsieren?", fragt mich der eine mit dem blauen Augen, grinst mich dreckig an. Seine Freunde fangen an zu lachen, und machen weitere zweideutige Witze. Die Leute aus der Bibliothek sehen zu uns, hören, was sie sagen, doch keiner traut sich mir zu helfen.
Mit Mühe halt ich mich selbst zurück, möchte allen eine rein hauen. Selbst ich weiß, dass es aber nichts bringen würde. Ich war zahlenmäßig und körperlich unterlegen, und wenn die drei wollten, könnten sie mich zu Tote prügeln. Um meines Lebens willen bleib ich still sitzen, kann mir aber nicht verkneifen, die Delinquenten vor mir böse anzufunkeln.
"Was glotzt du den so blöd, huhh?", fragt einer und lehnt sich zu mir runter. Mit seiner Hand greift er nach meinem Kinn und zwingt mich damit ihn anzusehen. "Na, was willst du machen, kleine? Ganz alleine, keine Lehrer oder-" Weiter sprechen kann der Typ nicht, den eine andere Hand packt sein Handgelenk und drückt kräftig zu.
"So alleine ist sie nicht."
Meine Augen treffen auf die von Ran, das Violett lodert gefährlich in ihnen. Die zwei anderen Delinquenten müssen dem Haitani wohl freiwillig Platz gemacht haben, um sich in Sicherheit zu bringen. "Nimm deine dreckigen Hände von ihr oder ich schneide sie dir ab und stopfe sie in deinen Hals, du elendes Stück Scheiße"
Augenblicklich lässt der Delinquent mein Kinn los, woraufhin Ran mich kurz mustert, ehe er sich wieder seinem Gegenüber zu wendet. Ran bewegt sich so schnell, dass ich nur schemenhaft erkenne, wie er den Arm des Delinquenten hinter seinen Rücken dreht. Ein Knacken und ein daraufhin folgender Schmerzensschrei.
"Packt sie noch einmal an-" Der Haitani braucht nicht zu Ende zu sprechen, er lässt den Satz einfach im Raum stehen und wendet sich von ihnen ab. "Na los, zischt ab", sagt er in einem abfälligen Ton und wedelt mit seiner Hand in ihre Richtung.
Das lassen die drei sich nicht zweimal sagen, in wenigen Sekunden flitzen sie aus der Bibliothek. Zeitgleich kommt der Bibliothekar wieder und sieht nur eine stille Bücherei vor sich. Kein Wunder, dass die drei Jungen vorhin so einen Tumult starten konnten, ohne sich darum zu sorgen, dass ein Lehrer sie erwischt.
"Kommt das öfter vor?" Die Stimme von Ran reißt mich aus meinen Gedanken, er steht einen Schritt entfernt neben meinem Stuhl und sieht auf mich herab. Auch im Stehen überragt er mich, obwohl ich nicht gerade klein bin, doch jetzt erscheint er mir wie ein Riese.
"Nein", lüge ich ihn an, weiche seinem Blick nicht aus, damit meine Lüge nicht auffällt. Ich habe das Gefühl, als wüsste er auch so die Wahrheit.
"Danke", schiebe ich leise hinterher, obwohl sich meine Dankbarkeit in Grenzen hält. Zwar hat er mir geholfen, doch es konnte immer wieder passieren. Doch Ran hat verhindert, dass die Situation eskaliert und das getan, was ich am liebsten gemacht hätte. Schließlich hätten sie sich nicht davor geziemt, mir handgreiflich gegenüber zu werden, selbst wenn sie wissen, dass ich ihnen unterlegen bin.
"Du stehst ab jetzt in meiner Schuld ...", stellt der Haitani fest und setzt sich mir wieder gegenüber. Ich spüre mehrere Blicke auf uns, ignoriere diese gekonnt. Die Leute aus der Bibliothek hatten die Show von Ran sicher mitbekommen und sehen deswegen geschockt oder ängstlich in unsere Richtung. Kein Wunder, schließlich sitze ich mit dem Herrscher von Roppongi am selben Tisch.
"Was willst du?", frage ich ihn unverblümt und sehe ihn mit hoch gezogener Augenbraue an. Sein breites Grinsen lässt meinen Magen flau werden. Er führt etwas im Schilde. "Lern Fahrrad fahren" Und ich hatte recht.
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