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"Frau L/n, erzählen Sie mir eine Kurzfassung ihrer Beziehung zu Mizuno"
Kurz hole ich Luft, dann spreche ich meinen vorgeschriebenen Text vor. "Der erste Monat mit Mizuno war wie in einem Märchen, er war der beste Freund, den ich mir zu der Zeit hätte vorstellen können. Aber irgendwann begann er meine Kleidung zu kritisieren und schob mir die Schuld in die Schuhe, wenn ein Mann mich zu lange ansah oder ich ein kurzes Gespräch mit einem meiner Klassenkameraden hatte. Ich glaube da begann alles."
Mein Anwalt nickt mir zu, als würde er meine Antwort verstehen, obwohl wir bereits vor Tagen abgesprochen hatten, was für Fragen mich im Gerichtssaal erwarten würden und wie ich antworten könnte.
"Wie reagierte Mizuno in solchen Situationen?l, fragt er weiter.
Kurz zögere ich aus nervosität, bei den nächsten Worten würde meine Stimme zittern. Schuld sind die unzähligen Augenpaare im Gerichtssaal die auf mir liegen. "Sehr aggressiv, das Schlimmste, was er tat, wenn ich mich weigerte, war mich zu schlagen."
"Taten Sie dann, was er verlangte?"
"Neinl
"Und was machten sie dann?"
Schwer schlucke ich, sehe an meinem Anwalt vorbei zu den Menschen, welche mich von einer Bank aus sehen. Unter ihnen meine Mutter mit meiner besten Freundin Kohana. "Ich bin meistens danach zu meiner besten Freundin Kohana gegangen."
Mein Anwalt holt von seinem Tisch mehrere Dokumente und gibt sie an den Richter. "Euer Ehren, hier sind die Aufzeichnungen einer Zeugin, bitte berücksichtigen Sie diese in der Verhandlung."
Der Richter nickt, woraufhin mein Anwalt sich abwendet. "Keine Fragen mehr, euer Ehren"
Damit bin ich vorerst erlöst und setze mich neben meinen Anwalt. Meine Hände zittern wie verrückt, doch ich versuche sie so still wie möglich zu halten. Immer wieder rufe ich mir ins Gedächtnis, dass ich nicht die Angeklagte bin.
"Das hast du gut geschafft", flüstert mir mein Anwalt zu und lächelt freundlich, man sieht seine Falten an seinen Mundwinkeln, welche sein Alter verraten.
Ich schaffe es nur zu nicken, ehe ich meinen Blick an den Platz richte, an dem bis vor kurzem ich noch saß. Jetzt sitzt dort Mizuno, seine blonden Haare sind sorgfältig nach hinten gekämmt und sein Anzug schreit beinahe zu nach Geld. Sein Anblick stößt mich ab, ist der Grund dafür, warum meine Hände noch mehr zittern.
Eine junge Anwältin mit einem hohen blonden Zopf tritt vor und beginnt die Befragung von Mizuno. „Vor dem Prozess habe ich bereits die Dokumente abgegeben, in denen die regelmäßigen Therapiesitzungen vermerkt wurden."