Kapitel 5

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Innen angekommen betrachte ich das schicke Restaurant. Es sieht verdammt nobel aus und ich weiß sofort, dass Tyler eine Menge Geld haben muss, denn in so ein Restaurant kann man nicht mal eben nebenbei Jemanden einladen.
Vor einem kleinen Tisch kommen wir zum Stehen und eine nette Dame kommt auf uns zu gelaufen. "Herzlich Willkommen. Ihr Name?", fragt sie freundlich aber dennoch distanziert. "Wir haben auf Rockford reserviert." Die Frau schaut in ihr Notizblock und nickt anschließend. "Folgen Sie mir bitte nach draußen auf die Terrasse, Mr Rockford." Tyler legt eine Hand auf meinen Rücken und wir gehen hinter der Frau her. Sie führt uns durch ein paar Tischreihen, bis wir vor einer riesengroßen Glastüre stehen. Mir fallen beinahe die Augen aus meinem Kopf.
Es ist wunderschön. Hier draußen steht gerade mal ein einziger Tisch und alles ist mit Lichterketten geschmückt. "Wow", flüstere ich in mich hinein. Tyler bemerkt es und schmunzelt leicht, bevor er mich zu Tisch bringt und mir einen der Stühle herauszieht, auf den ich mich setze. "Du bist wahnsinnig", lache ich. "Ist es zu viel?", reibt er sich den Nacken. Ich schüttle den Kopf. "Anders, als gewohnt, aber du bist eindeutig ein Spinner."
Tyler setzt sich gegenüber von mir hin und legt seinen Kopf schief. "Nein, bin ich nicht. Hübsche Dame ist gleich hübsche Location. Ganz einfach." Er sagt es mit einem überheblichen Grinsen.
Die Kellnerin bringt uns die Karten und wir wählen vorerst die Vorspeise aus und anschließend die Hauptspeise. "Was wünschen Sie, zu trinken?", fragt die Kellnerin. "Ein Glas Sauvignon Blanc, bitte." Ich lächle.
"Machen Sie eine Flasche mit zwei Gläsern draus. Vielen Dank", sagt Tyler selbstverständlich. Wir geben unsere Karten der Kellnerin mit und sie verlässt uns mit einem kleinen Lächeln.
"Eine ganze Flasche Wein? Du willst mich wohl abfüllen, Mr Rockford." Ein Lächeln umspielt seine vollen Lippen und ich habe sofort das Bedürfnis, ihn hier und jetzt zu küssen. Diese verdammten Hormone. Halt dich von ihm fern, hallt Cleos Stimme durch meinen Kopf. Ich schiebe sie schnell beiseite. Ich brauche das heute.

Nach dem Essen unterhalten wir uns noch ein wenig und ich merke langsam aber sicher, den Alkohol durch meine Venen fließen. Etwas angeschwippst laufen wir nach draußen an die frische Luft. Es ist ziemlich kalt, auch wenn es schon Frühling ist.
Tyler bemerkt, dass ich zittere und zieht sofort seine Jacke aus. Er wirft sie mir über die Schultern. Sie riecht herrlich nach seinem herben Aftershave und ich nehme den gesamten Duft in mir auf. "Wollen wir zu dir oder zu mir?", höre ich Tyler fragen. Doch genau in diesem Moment sehe ich, Mr. Lancaster auf der anderen Straßenseite mit einer Frau laufen. Sie lachen und ich merke sofort, dass das nur seine Frau sein kann.
Aus irgendeinem komischen Grund wird mir plötzlich schlecht und mein Magen dreht sich um. Genau jetzt sieht er mich und starrt mich an. Plötzlich sehe ich Wut in seinen Augen aufblitzen, als er Tyler sieht. "Erde an Flo." Tyler reißt mich aus meiner Starre und ich schüttle mich kurz. "Tut mir leid, ich war gerade etwas abgelenkt. Zu dir?", antworte ich und versuche, noch einen kleinen Blick von Mr. Lancaster und seiner Frau zu erhaschen. Doch sie sind schon um eine Ecke gebogen und damit außerhalb meines Sichtfeldes. Ist vielleicht auch besser so.
Tyler nimmt meine Hand und bleibt stehen. Er schaut mir tief in meine Augen und im nächsten Moment spüre ich seine Lippen auf meinen. Ich wünschte, es wären Mr. Lancasters Lippen, kommt mir ein Gedanke. Verdammte Scheiße. Ich muss unbedingt flachgelegt werden.
Mit der gleichen Intensität beantworte ich Tylers Kuss. Der Kuss wird immer hitziger und auf einmal zieht mich Tyler in Richtung des Parkhauses, in dem sein Auto steht.
Er beginnt wieder, mich zu küssen. Nein, er frisst mich beinahe auf. Wir stolpern nach hinten und er presst mich an sein Auto. "Ich kann nicht mehr warten, bis wir zuhause sind. Du bist einfach zu..." Er stammelt vor sich hin. Ich unterbreche unseren Kuss. "Zu was, hm?" "Zu...perfekt." Ich muss lächeln und mein Mund findet sofort wieder seinen.
Tyler drückt auf seinem Autoschlüssel herum und öffnet anschließend die Tür zur Rückbank. Er schließt sie wieder hinter sich und legt seine eine Hand auf meine Brust. Ich presse unwillkürlich die Beine aufeinander und fummle an seiner grauen Anzugshose herum, um den Gürtel aufzumachen. Er hilft mir etwas und zieht seine Hose mit samt seiner Boxershorts etwas herunter, bevor er mir das T-Shirt über den Kopf zieht und meine Brüste begutachtet.
Schließlich schiebt er meinen Rock etwas nach oben und zieht mir meinen Slip nach unten. "Der Rock war eine verdammt gute Wahl", lacht er schelmisch. Ich ziehe ihn wieder zu mir heran, dass ich ihn wieder küssen kann.

Schweigsames VerlangenWo Geschichten leben. Entdecke jetzt