Ich schlafe am Samstag wieder bei James. Ich genieße die Zeit mit ihm wirklich sehr. Er ist so liebevoll und behandelt mich wirklich, als wäre ich eine Prinzessin.
Es ist mittlerweile Sonntag und ich beschließe, endlich mal wieder ins Fitnessstudio zu gehen. Ich will wieder an mir und meinem Körper arbeiten und James unterstützt mich bei allem, was ich tue. Wie es sich anscheinend für einen Freund gehört.
Das Fitnessstudio ist für Sonntagmittag ziemlich wenig ausgelastet und ich bin sehr froh darüber, denn ich habe eh keine große Lust, irgendwelchen Menschen zu begegnen, die ich nicht sehen will. Ich beschließe, eine halbe Stunde auf das Laufband zu gehen und dann ein bisschen Kraftsport zu machen.
Als die Tür aufgeht, liege ich gerade unter einer Langhantel und mache noch ein paar Sätze, bevor ich mich aufrichte, um etwas zu trinken.
Sofort erschrecke ich, als ich ein allzu bekanntes Gesicht vor mir sehe. Das kann doch nicht wahr sein.
"Hey." Mr. Lancaster steht vor mir und scannt meinen Körper ab. Der Schweiß tropft mir mittlerweile schon von der Nase und ich wische mir schnell darüber. "Hey", antworte ich knapp und pausiere die Musik von meinen Kopfhörern, falls das was Längeres werden sollte.
"Ich wusste gar nicht, dass Sie hier trainieren", streicht er sich nervös über den Nacken. Er wirkt ziemlich unsicher und ich kann es ihm nicht verübeln, denn mit ihm habe ich hier tatsächlich nicht gerechnet.
"Ab und zu schaffe ich es auch mal, meinen Arsch hochzubekommen und trainieren zu gehen."
Er lacht. "Naja, okay. Ich will Sie mal nicht weiter bei Ihrem Training stören", wendet er sich zum Gehen und ich bleibe verwirrt zurück.
Schließlich mache ich noch ein paar Sätze, bevor ich in Richtung der Umkleidekabine gehe.
Ich muss unbedingt duschen gehen, so habe ich schon lange nicht mehr geschwitzt.
Also ziehe ich mich aus, lege meine Klamotten feinsäuberlich zusammen und binde mir ein Handtuch um. Gerade als ich aus der Umkleidekabine herauskomme, sehe ich Josh an der gegenüberliegenden Wand lehnen.
Als er hochschaut, trifft sein Blick auf meinen und ich bin unschlüssig, was ich jetzt tun soll.
Irgendetwas hindert mich am Weitergehen und ihn anscheinend auch.
In der nächsten Sekunde steht er dicht bei mir und legt seine Hand auf meine Wange. Meine Atmung wird schwerer und meine Beine drohen, unter mir nachzugeben. "Was wollen.." Ich kann meinen Satz nicht beenden, da Josh seinen Mund auf meinen drückt. Von Emotionen geleitet lasse ich ihn und erwidere den Kuss. Wir verlieren uns im Jetzt und taumeln wieder zurück in die Damenumkleide.
Josh unterbricht unseren Kuss nur kurz, um die Tür hinter sich zu schließen. Ich greife nach seinen muskulösen Oberarmen und kralle mich daran fest, sodass ich stabiler stehe, denn ich weiß nicht, wie ich das gerade schaffen soll.
"Wie wär's, wenn wir den Sport einfach auf eine andere Weise machen?", flüstert er mir ins Ohr und ich ziehe seinen Mund wieder auf meinen, bevor mir bewusst wird, was wir hier eigentlich machen und ich einen Freund zuhause sitzen haben. Jedenfalls denke ich, dass James jetzt mittlerweile mein Freund ist.
Ich unterbreche den Kuss und stoße ihn von mir. Josh steht außer Puste da und schaut mich verwirrt an. "Wir können das nicht tun, sorry", laufe ich an ihm vorbei zur Tür.
Bevor ich die Tür erreiche, packt mich eine starke Hand am Arm und dreht mich zu sich um. Genervt rolle ich mit den Augen und versuche, mich aus dem Griff zu befreien, aber leider ohne Erfolg, denn Josh ist natürlich stärker als ich.
Ich sage das Erste, was mir einfällt, von dem ich genau weiß, dass es ihn treffen wird. "Nein. Ich habe einen Freund, Josh." Seinen Namen betone ich besonders und funkle ihn dabei an.
Abrupt lässt er meinen Arm los und fährt sich durch die Haare.
Als er an mir vorbeiläuft, schüttelt er den Kopf, aber schaut nicht nochmal zurück. Aber das wollte ich ja eigentlich, oder? Wieso fühlt es sich dann trotzdem scheisse an?
Ich habe eiskalt geduscht und das hat mir unheimlich gut getan, nachdem ich beinahe Sex mit meinem Lehrer in der Umkleidekabine eines öffentlichen Fittnessstudios hatte. Wir sind so dumm. Es hätte jederzeit jemand aus der Schule hereinplatzen können und uns im Flagranti erwischen können. Aus der Nummer wären wir beide wohl nicht mehr so schnell rausgekommen.
Schnell ziehe ich mich an und hoffe, dass ich Josh nicht mehr über den Weg laufe, denn ich habe keine Lust auf noch eine komische Begegnung mit ihm.
Vielleicht hast du nur Angst, was du mit ihm anstellen würdest, flüstert mir mein Gewissen zu und ich wünschte, es würde endlich mal lernen, wann es besser ist, die Klappe zu halten.
Es reicht schon, dass ich ihn am Montag wieder im Matheunterricht sehen muss.
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Schweigsames Verlangen
RomanceFlorence genießt in ihrem Leben und auch an ihrer neuen Schule eine Menge Aufmerksamkeit vor allem von Seiten der Jungs. Sie war noch nie wirklich interessiert an irgendwelchen Bekanntschaften. Doch dann trifft sie diesen einen Typen, der sie zum Sc...
