Kapitel 32

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Als ich am Dienstag die Schule betrete, laufe ich gedankenverloren durch die Flure. Seit gestern kann ich irgendwie keinen klaren Gedanken mehr fassen und langsam nervt es mich.
Ich komme ausgerechnet an Mr. Lancasters Büro vorbei und er sitzt an seinem großen Schreibtisch und schaut auf den Stapel Papiere vor sich, bis er mich entdeckt.
Sofort schenkt er mir seine komplette Aufmerksamkeit und winkt mich zu sich herein.
Geh nicht zu ihm. Du hast einen Freund, schaltet sich die Stimme in meinem Kopf wieder ein. Doch sobald ich in seiner Nähe bin, bin ich wie hypnotisiert und er schafft es immer wieder, mich in seinen Bann zu ziehen.

Langsam gehe ich auf sein Büro zu und lasse absichtlich die Tür offen, sodass ich nicht in Versuchung komme, wieder etwas Blödes anzustellen.
Er erhebt sich von seinem Schreibtisch und kommt direkt auf mich zu gelaufen. Ich stehe wie angewurzelt dort und verschränke die Arme vor der Brust. Ich verstehe dieses Mann nicht. "Ist was, Mr. Lancaster?"
Er scannt mich von oben bis unten ab und beißt sich auf die Lippe. Sofort breitet sich wieder dieses warme Gefühl in mir aus und ich hasse mich und meinen Körper dafür, dass er so auf ihn reagiert.
Ihm entgeht es mal wieder nicht und er kommt noch näher auf mich zu.
Wir stehen jetzt nur noch ein paar Meter voneinander entfernt und ich schließe die Lücke, indem ich meinen Mund auf seinen drücke.
Ich weiß, dass das hier gerade absolut falsch ist, aber ich kann nichts tun. Es ist fast so, als hätte ich keinerlei Kontrolle mehr über meinen Körper, sobald er in meiner Nähe ist. Er erwidert den Kuss.
Schließlich unterbricht er unseren Kuss und geht schnell zur Tür, um sie zu schließen. "Was machst du?", frage ich ihn verwirrt.

Als zurückkommt, legt er mir einen Finger auf meinen Mund und bringt mich damit zum Schweigen. "Lass uns nicht darüber nachdenken", sagt er und lächelt verschmitzt, bevor er mich mal wieder auf seinen Schreibtisch vor sich setzt und zwischen meinen Beinen Platz nimmt. "Ich will dich spüren", flüstert er mir ins Ohr und ich schlucke trocken.
Er will mit mir schlafen? Hier? "Ab-er wir sind in der Schule. Das ist dir doch bewusst?", bekomme ich gerade so raus.
Er zuckt mit den Schultern. "Törnt dich der Gedanke, erwischt zu werden, nicht ein bisschen an?" Seine Worte alleine sorgen dafür, dass ich feucht werde.

Im nächsten Augenblick ziehe ich ihn an seinem Hemd zu mir nach vorne und küsse ihn. Er küsst mich leidenschaftlich zurück und seine Küsse wandern über meinen Hals herunter zu meiner Bluse, die er mit einer Hand aufknöpft, sodass ich nur noch im BH vor ihm sitze und warte, bis er schließlich wieder seinen Mund auf meinen Körper legt. Natürlich erst nachdem er fertig ist, meine Bürste zu begutachten.
Als sein Mund wieder meinen findet, knöpfe ich sein Hemd auf und streife es ihm über seine Schultern. Sein Sixpack kommt zum Vorschein und ich beiße mir auf die Lippen. Ich wusste ja, dass er trainiert, aber so etwas habe ich nicht erwartet.
Ich widme mich seinem Gürtel und öffne langsam die Schnalle, währenddessen kreisen seine Finger in mir und ich stöhne in seinen Mund. Josh zieht seine Hose ein Stück weit nach unten und im Anschluss daran ebenfalls seine Boxershorts.
Ich erhasche einen kurzen Blick auf sein bestes Stück und muss schlucken, bevor ich daran auf und ab fahre, was ihm ebenfalls ein himmlisches Stöhnen entlockt. Diese Italiener.
Er zieht seine Finger aus mir zurück und zieht im gleichen Schwung meinen Slip aus, der mittlerweile wahrscheinlich schon durchnässt ist. Nachdem er sich das Kondom übergerollt hat, sieht er mir nochmals tief in die Augen und ich nicke. Ich will es. Ich will es, seit ich ihn das erste Mal gesehen habe.

Langsam dringt er in mich ein und ich zucke leicht zusammen, da sein Schwanz schon ziemlich groß ist und ich etwas zu eng bin.
Er verzieht das Gesicht, als er meinen schmerzlichen Blick sieht. "Ist schon okay. Mach einfach weiter", hauche ich ihm ins Ohr und er setzt langsam seine Bewegung fort.
Nach einer Weile spüre ich keinen Schmerz mehr und er gleitet immer schneller in mich hinein und wieder heraus. Jetzt will ich aber auch mal das Kommando übernehmen.
Also schiebe ich ihn etwas zurück und springe von seinem Schreibtisch herunter. Ich deute ihm an, sich auf seinen Schreibtischstuhl zu setzen, und nehme dann auf ihm Platz.
Als ich mich auf seinem Schwanz absinke, stöhnen wir beide auf. Ich bewege mich auf und ab und entlocke ihm so ein paar weitere Laute. Doch genau das brauche ich, um richtig in Fahrt zu kommen.
Ich reite ihn immer schneller, bis ich merke, wie wir uns beide auf unseren Höhepunkt zubewegen. Ich habe es bisher noch nie mit einem Mann geschafft, gleichzeitig zu kommen, aber das hier ist einfach anders.
Wir kommen auf die Sekunde genau gleichzeitig und vergraben unsere Köpfe in unseren Schultern. "Wow", flüstert er und drückt mir einen Kuss auf meine Haare.
Ich bin viel zu erschöpft, um etwas zu sagen, und nicke einfach nur und drücke ihm einen sanften Kuss auf die Schultern. "Ich würde mal sagen, so schön war mein Morgen in der Schule noch nie."
"Meiner auch nicht", gebe ich zu und sitze nach wie vor auf ihm.

Schweigsames VerlangenWo Geschichten leben. Entdecke jetzt