"Er hat sich deine Nummer eingespeichert? Verdammt, girl. Du hast es ja echt drauf. Ich ziehe meinen Hut vor dir", lacht meine beste Freundin ins Telefon.
Ich lache mit ihr. "So würde ich das nicht unbedingt sagen. Ich habe ohnehin das Gefühl, dass er sich nicht melden wird", sage ich trocken.
Genau im gleichen Moment vibriert mein Handy an meinem Ohr. Erschrocken starre ich darauf. "Was ist los?", höre ich Cleo am anderen Ende. Ich schaffe es nicht, etwas zu sagen. "Er hat sich gemeldet, oder? Oh. Mein. Gott."
Ich schüttle den Kopf, als ich die Nachricht lese.
Schick mir deine Adresse. Wir gehen heute Abend essen. Ich hol dich um 20 Uhr ab. J.
Ich lächle etwas und schicke ihm sofort meine Adresse.
Cleo ruft mich und holt mich aus meiner Starre. "Sorry. Er will mich heute Abend um 20 Uhr abholen und mit mir essen gehen", sage ich außer Atem. Ich muss zugeben, dass ich gerade wie eine Geistesgestörte in meinem Zimmer herumgesprungen bin und jetzt etwas kurzatmig bin.
"Wie geil. Ich pack dich nicht. Wie machst du das bitte, dass dir immer alle zu Füßen liegen?"
"Ach Quatsch. Niemand liegt mir zu Füßen." Jetzt ist der Moment, wo ich ihr am liebsten in die Seite boxen würde.
Wir reden noch ein bisschen, bis es auch schon wieder 18 Uhr ist. Ich verabschiede mich von Cleo und sie wünscht mir noch schnell Viel Glück auf meinem Date, wie sie es nennt.
Ich musste ihr schwören, dass ich ihr sofort Bescheid sage, wie es gelaufen ist. Sie ist verrückt, aber ich liebe sie dennoch.
Ich schaue in den Spiegel. Ich habe mich für einen Rock und ein Croptop und darüber eine Jeansjacke entschieden. Meine Haare habe ich zum einem lockeren Pferdeschwanz zusammengebunden und die Enden etwas eingelockt.
Es ist jetzt 19:55 Uhr und ich bin total nervös. Punkt 20 Uhr klingelt es an der Tür und ich springe die Stufen nach unten, in der Hoffnung, dass meine Eltern noch nicht zur Tür gegangen sind.
Zum Glück sitzen sie noch beide auf der Couch und ich verabschiede mich noch schnell von ihnen, bevor ich die Tür öffne.
James sieht perfekt aus. Er hat eine schwarze Jeans an und dazu ein schwarzes T-shirt, das seine muskulösen Arme perfekt betont. Er sieht wirklich zum Anbeißen aus. Ich räuspere mich. "Hey." Meine Stimme ist etwas höher als sonst, da ich, zugegeben, sehr nervös bin.
Als James meine Nervosität auffällt, lächelt er mich an und ich fühle mich direkt wohler. "Hey, du." Sein Cologne liegt schwer in der Luft, aber ich mag den Geruch irgendwie. "Wollen wir los?", fragt er und bietet mir seinen Arm an, um mich zu seinem Auto zu führen.
Es ist ein grauer BMW M4, wenn ich mich nicht täusche. Der Innenraum sieht aus wie von einem Neuwagen. Ich entspanne mich sofort, als James auf dem Fahrersitz neben mir Platz nimmt.
Bitte sei kein Reinfall.
Auf dem Weg zum Restaurant unterhalten wir uns über alles Mögliche und es fühlt sich so vertraut an, obwohl wir uns erst seit heute kennen. Ich könnte mich tatsächlich an seine Anwesenheit gewöhnen.
"Ich hoffe, du stehst auf Burger?", fragt er, als er mir die Wagentür aufhält. Ich bedanke mich mit einem kleinen Lächeln. "Klar, wer steht nicht auf Burger?"
Er lacht und ich steige in das Lachen ein. Es fühlt sich alles so ungezwungen an mit ihm. Das mag ich.
Wir bestellen unser Essen und unterhalten uns weiter. "Also ich muss dir jetzt mal was sagen", sagt er und blickt mir tief in die Augen. Ich habe Angst, was jetzt als Nächstes kommt. "Du bist wunderschön." Er wendet den Blick ab und ich lächle in mich hinein. Wow. Das habe ich schon lange nicht mehr von einem Jungen gehört und es gibt mir einen sofortigen Selbstbewusstseinsschub, sodass ich meine Hand auf seine lege. "Danke. Du bist aber auch nicht gerade hässlich", gebe ich zu. Das mit dem Komplimenten muss ich vielleicht noch etwas üben.
"Nicht gerade hässlich? Wow. Danke? Das höre ich auch nicht oft", er lacht.
Sofort will ich mir selbst eine runterhauen, aber James legt seine anderen Hand auf meine und drückt sie leicht. Die Geste ist intimer als jeder Sex, den ich in den letzten Monaten hatte, obwohl wir noch angezogen sind.
"Vielleicht sollte ich das mit den Komplimenten nochmal üben", stammle ich vor mich hin. Er legt den Kopf in den Nacken und lacht. "Naja, irgendwie mag ich es, dass du nicht so bist wie die anderen Mädchen, die mich direkt anschmachten, wenn sie mich sehen."
Ist das sein Ernst? "Arrogant? Niemals", schmunzle ich.
Unsere Hände liegen nach wie vor zusammen auf dem Tisch. "Okayyy, vielleicht kam das jetzt ein bisschen arrogant rüber, aber das war nicht meine Intention", entgegnet er unsicher.
Ich drücke seine Hand und versichere ihm damit, dass es okay sei. Er nimmt meine Hand und führt sie an seinen Mund, um einen Kuss darauf zu platzieren. Er raubt mir echt die Luft zum Atmen mit seinen Gesten.
Nach dem Essen gehen wir nach außen und er führt mich zum Auto. Jetzt will er mich wahrscheinlich flachlegen. Meine Körperhaltung verkrampft sich automatisch und ich fühle mich sofort unwohler. "Was ist los?", fragt James besorgt, als er mich so verkrampft in seinem Auto sieht.
"Naja, wie ist jetzt dein Plan?", gebe ich kleinlaut von mir.
Er zuckt mit den Schultern. "Ich würde mal sagen, ich fahre dich nach Hause und hoffe darauf, dass ich dich morgen wiedersehe."
Ich schnappe nach Luft und muss unwillkürlich lächeln. "Das wirst du auf jeden Fall."
Den ganzen Heimweg lächle ich in mich hinein, vor allem als James seine Hand auf mein Bein legt. Es fühlt sich verdammt richtig an und ich tue nichts Verbotenes wie mit Mr. Überheblich. Ich genieße es einfach nur.
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Schweigsames Verlangen
RomanceFlorence genießt in ihrem Leben und auch an ihrer neuen Schule eine Menge Aufmerksamkeit vor allem von Seiten der Jungs. Sie war noch nie wirklich interessiert an irgendwelchen Bekanntschaften. Doch dann trifft sie diesen einen Typen, der sie zum Sc...
