Kapitel 31

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Auf einmal kommt er immer näher und hebt mich auf das Pult, das hinter uns steht. Verdutzt schaue ich ihn an. Josh legt eine Hand auf mein Bein und beugt sich zu meinem Ohr hervor. "Berührt er dich so, wie ich es tue?", fragt er mit einer rauen Stimme und fährt langsam meinen Oberschenkel nach oben. Ich schlucke trocken. "Ich kann sehen, wie du deine Schenkel aufeinander presst mit jedem Wort, das aus meinem Mund kommt. Mittlerweile kann ich deine Körpersprache ganz gut lesen."
Ich bekomme sofort eine Gänsehaut am ganzen Körper und eigentlich will ich aufstehen und gehen, aber ich bleibe wie erstarrt auf diesem Platz sitzen, komplett unfähig, mich zu bewegen.
Jetzt steht er zwischen meinen Beinen und nimmt mein Gesicht in seine großen Hände und blickt mir tief in die Augen.
In seinen eisblauen Augen kann ich nur pure Lust erkennen und ich wette, in meinen sieht das ziemlich ähnlich aus. "Sag mir, Florence", betont er meinen Namen bewusst langsam und deutlich, "willst du, dass ich aufhöre?" In mir schrillen sämtliche Alarmglocken, aber ich ignoriere sie alle. Ich merke nur, wie ich langsam mit dem Kopf schüttle.
Diese Antwort genügt ihm und er presst seine vollen Lippen auf meine.
Wir küssen uns hitzig und er lässt eine Hand unter meinen Rock gleiten, was mir ein Stöhnen entlockt. Josh lächelt an meinen Mund und bewegt seine Finger auf meiner empfindlichen Stelle.
Mittlerweile keuche ich in seinen Mund und er erhöht das Tempo, bis ich schließlich zuckend vor ihm auf seinem Pult liege und den Kopf nach hinten in den Nacken fallen lasse.
Er zieht sich zurück und leckt sich über die Lippen. Das war's jetzt wohl?
Enttäuscht schaue ich ihn an, als er sein Hemd wieder zurechtrückt. Er bemerkt meinen Blick und kommt wieder zu mir gelaufen. "Mehr kriegst du leider hier und heute nicht", drückt er mir einen Kuss auf den Mund und geht dann aus dem Zimmer.
Was ist gerade passiert? Schnell springe ich auf und rutsche meinen Rock wieder an seine Stelle zurück. Ich blicke schnell in den Spiegel im Klassenzimmer und sehe nur meine geröteten Wangen. Hoffentlich sieht mich so keiner von meinen Freunden.

Zu früh gefreut, denn auf dem Weg in die nächste Klasse kommen mir Cleo und Logan Arm in Arm entgegen und lächeln mich an. "Hey, Flo", begrüßt mich Cleo mit einer kleinen Umarmung. Sie hält mich ein Stück weit von sich weg und sieht mich prüfend an. "Du siehst heute irgendwie anders aus als sonst. Was ist passiert?" Ach nichts. Ich habe nur gerade einen der besten Orgasmen in meinem Leben auf dem Pult meines Lehrers binnen zwei Minuten bekommen. Das werde ich ihr natürlich nicht auf die Nase binden.
Also zucke ich nur leicht mit den Schultern. "Nichts. Ich dachte nur, dass ich vielleicht mal ein bisschen Rouge ausprobieren könnte."
Cleo lächelt. "Das solltest du echt beibehalten. Das steht dir unheimlich. Naja, wir müssen mal weiter in den Unterricht. Wir telefonieren", verabschiedet sie sich und Logan nickt mir nur mal kurz zu.
Ich soll das beibehalten? Das heißt, ich muss jetzt jeden Tag von Josh auf seinem Pult gefingert werden. Na herzlichen Glückwunsch.

Ich schleppe mich in die nächste Stunde und so geht das den ganzen Tag weiter, bis ich endlich aus dem Gebäude trete und James schon auf mich wartet. Lächelnd kommt er mir entgegen und nimmt meine Hand.
Ich weiß nicht, wie ich mich gerade ihm gegenüber verhalten soll. "Können wir los? Fährst du mir hinterher oder soll ich dich gleich mitnehmen und wir holen dein Auto später?", fragt er mich, als wir Hand in Hand in Richtung seines Autos gehen.
"Ich muss ja noch meinen Bikini holen. Treffen wir uns dann einfach dort?", schmunzle ich ihn an. Er nickt und gibt mir noch einen kleinen Kuss, bevor er wegfährt.

Zuhause krame ich schnell meinen schönsten Bikini aus meiner Kommode und verstaue ihn in meinem Rucksack. Im Bad nehme ich mir noch ein großes Handtuch und dann bin ich auch schon auf dem Weg ins Schwimmbad.
Vor dem Eingang warten bereits Chuck, James und natürlich Cameron auf mich. Hat James nicht mal gesagt, dass sie zu viert in der Wohnung wohnen? Ich muss unbedingt wissen, wer der vierte ist, denn ihn habe ich bisher noch nicht kennengelernt.
Ich begrüße Chuck und sogar Cameron mit einer Umarmung und drücke James einen Kuss auf den Mund.
Ich muss sagen, dass der Nachmittag echt sehr schön war. Selbst Cameron war heute mal freundlich zu mir, auch wenn er mich immer von der Seite beäugt, wenn er denkt, dass ich nicht hinschaue.
Ich mag die Jungs echt gerne und komme super mit ihnen klar. Es könnte nicht besser sein, wäre da nicht Mr. Lancaster.

Schweigsames VerlangenWo Geschichten leben. Entdecke jetzt