Wir laufen Hand in Hand auf unseren Tisch im Restaurant zu und Olivia kickt Jack unauffällig in die Seite. Dieser blickt auf und lächelt, sobald er uns sieht. "Mein Gott. Das wurde aber auch Zeit, dass ihr euch wieder einkriegt", sagt er und atmet erleichtert aus.
"Länger hätten wir das nicht mehr mitgemacht, vor allem weil jeder außer ihr anscheinend", rollt Olivia mit den Augen, "weiß, dass ihr euch liebt." Josh und ich setzen uns hin. "Ach ja?", frage ich spöttisch. Olivia hebt eine Augenbraue und wir beginnen alle zu lachen.
Der Abend ist richtig schön und mir geht es schon sehr viel besser als noch vor ein paar Stunden.
Als wir aus dem Restaurant gehen, nachdem wir uns vollgegessen haben, schaue ich nervös zu Josh. Er gestikuliert, dass ich kurz warten soll. "Hey, Olivia", ruft er und Olivia dreht sich zu ihm um. Sie rollt lachend mit den Augen. "Haut schon ab, aber Josh ich warne dich, behandle sie gut, sonst kriegst du es mit mir zu tun", hebt sie drohend eine Augenbraue und Josh winkt ab. "Sowieso." Josh und ich laufen zu Joshs Auto und setzen uns hinein. Ich schaue ihn an. "Sowieso? Ach ja?", necke ich ihn. Er lässt lachend den Kopf in den Nacken fallen. "Sorry, meine bambola", sagt er. „Vielleicht war das in der letzten Zeit nicht so, aber das wird nicht mehr vorkommen, denn ich liebe dich." Den letzten Satz flüstert er und ich greife nach seiner Hand. Er verschränkt seine Finger mit meinen und führt meine Hand an seinen Mund. "Glaubst du mir das?", fragt er leise. Ich zucke mit den Schultern. "Du bist auf Bewährung", lache ich. Doch dann werde ich wieder ernst. "Nein, ich meine es ernst. Beweis es mir." Er nickt und setzt dann einen Gang ein und wir fahren zu seinem Haus.
Dort angekommen verkriechen wir uns gleich in sein Bett und kuscheln den restlichen Abend. Josh wirkt hier und da etwas nachdenklich und ich frage mich, was wohl in seinem Kopf vor sich geht. Er redet leider nicht oft darüber, was in ihm vorgeht, aber ich beschließe, es für heute gut sein zu lassen. Der Abend war schon aufregend genug, würde ich mal sagen.
Am nächsten Morgen wache ich auf und sehe einen leeren Platz neben mir. Josh muss schon in der Küche sein. Also tappe ich die Stufen nach unten, nur um dort eine leere Küche vorzufinden.
Also checke ich schnell die zwei Badezimmer. Keine Spur von Josh. Es ist, als hätte er sich in Luft aufgelöst. "Wo bist du?", murmle ich in mich hinein auf dem erneuten Weg in die Küche.
Da entdecke ich einen Zettel auf der Kücheninsel. Musste kurz was erledigen. Bedien dich einfach. Du kennst dich ja aus :) - Josh. Es muss echt wichtig sein, dass er mich hier einfach alleine lässt, das hat er schließlich die ganzen drei Wochen, als meine Eltern in Washington waren, nicht gemacht.
Ich hole ein paar Eier aus dem Kühlschrank und mache mir ein Spiegelei, das ich dann schnell verputze. Ich habe echt richtig Hunger, seit ich die letzten Tag so wenig gegessen habe und ich bin froh, dass ich meinen Appetit wiedergefunden habe.
Mein Handy vibriert auf der Küchenzeile und ich stehe schnell auf. Vielleicht ist es ja Josh, der mir sagt, dass er schon wieder auf dem Heimweg ist. Doch es sind nur meine Eltern.
Einen kurzen Moment lang überlege ich, nicht ranzugehen, entscheide mich aber dagegen. "Morgen", spreche ich emotionslos ins Telefon. "Guten Morgen, Flo. Könntest du bitte vorbeikommen? Es ist dringend", höre ich meinen Dad auf der anderen Leitung. Ich kriege Panik und renne schnell in Joshs Zimmer, um meine wenigen Sachen in meine Tasche zu packen. Er würde es nicht so sagen, wenn es nicht wirklich dringend wäre. Ich hoffe, meiner Mutter geht es gut.
Scheiße. Ich habe nicht mal ein Auto dabei und Josh ist immer noch nicht wieder zurück. Ich frage mich, was er die ganze Zeit macht, aber das ist ein Gedanke für später. Ich rufe schnell Olivia an und innerhalb von fünfzehn Minuten steht sie auch schon vor Joshs Haustüre.
Schnell springe ich ins Auto und sie fährt mich zu meinen Eltern. "Danke für's Fahren", gebe ich Olivia einen kleinen Kuss auf die Wange und sie lächelt.
Als ich ausgestiegen bin, ruft sie mir hinterher. "Meld dich bitte sofort, wenn du weißt, was los ist." Ich nicke und renne auf die Türe zu. Als ich in der Tasche nach meinem Schlüssel krame, wird die Türe von meinem Dad geöffnet. "Ich bin so schnell gekommen, wie es ging. Ist was mit Mom?", stürme ich an ihm vorbei ins Haus rein.
Ich schaue nach rechts in die Küche und entdecke dort meine Mom, die sich unterhält. Ich sehe leider nicht, mit wem sie sich unterhält, aber ich schätze, das werde ich gleich herausfinden.
Ich gehe vorsichtig in die Küche und erschrecke, als ich Josh an unsere Kücheninsel sitzen sehe. Da war er also den ganzen Morgen. Ich bin verwirrt. Was hat das zu bedeuten?
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Schweigsames Verlangen
RomanceFlorence genießt in ihrem Leben und auch an ihrer neuen Schule eine Menge Aufmerksamkeit vor allem von Seiten der Jungs. Sie war noch nie wirklich interessiert an irgendwelchen Bekanntschaften. Doch dann trifft sie diesen einen Typen, der sie zum Sc...
