34. Kapitel

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34. Kapitel

Mich am nächsten Tag dazu zu bewegen zur Schule zu gehen war wohl eines der schwersten Dinge die ich je gemacht habe.

Der schwierige Part daran war mich selbst zu motivieren, denn das schien voll und ganz aussichtslos.


Denn von nun an war es voll und ganz aus mit Louis, denn auch den Versuch Freunde zu sein hatten wir nun aufgegeben.

Mit Liam hatte ich mich auch mehr oder weniger zerstritten, ich hatte ehrlich gesagt gar keine Ahnung, wie genau wir beide gerade zueinander standen und ob wir uns überhaupt wieder versöhnen würden.


Also war der Stand meiner sozialen Kontakte des Tages gleich Null.


Dazu käme noch der Fakt, dass es Montag und ich verdammt müde war.

Wahrscheinlich hatten wir heute auch noch irgendeinen Test oder die Abgabe irgendeines wichtigen Aufsatzes, was ich dann natürlich auch komplett versäumt hätte.


Wie es aussah ging mein Leben wohl gerade echt den Bach runter.


Außerdem hatte ich wohl so Einiges zum Nachholen und musste mir noch ein paar Entschuldigungen für mein Fehlen in der letzten Woche ausdenken.

Und genau das war auch der Grund, warum ich nicht einfach wieder liegen bleiben konnte; mehr Fehlstunden ohne währenddessen wirklich krank zu sein kann ich mir nicht mehr leisten.


Oder zählt Liebeskummer als Krankheit?


An Tagen wie diesen vermisste ich wieder meine Mutter, die ich da echt brauchen könnte.

Jemanden der einen aufweckt und motiviert, aufzustehen; keine Ausreden durchgehen lässt und einen dazu bringt, in die Schule zu gehen, auch wenn man absolut keine Lust hat. Dafür sorgt, dass man auch wirklich aufsteht. Dass man sich rechtzeitig fertig macht und alles dabei hat.


Ein Partner dieser Art wäre auch echt angenehm.

Da fragte ich mich, wie Louis morgens wohl immer so drauf war.


Ich schüttelte den Gedanken schnell wieder ab, seufzte, und zwang mich aufzustehen. Während ich mich fertig machte schweiften meine Gedanken wieder zurück zu meinem vorherigen Thema, und zwar zu meiner Mutter.


Bei all dem Stress und Drama hatte ich komplett auf meine Familie vergessen. Das letzte Mal, dass ich wirklich angerufen hatte, war ein halbes Jahr oder so her; war das nicht verrückt?!


Ich meine, ich bin kein Familienmensch, und das wissen sie auch. Außerdem sind sie beide sehr beschäftigte Leute. Natürlich haben sie sich immer wieder mal über SMS gemeldet und etwas nachgefragt, aber angerufen haben sie nie - was wohl daran lag, dass sie mich nicht nerven wollten, und da ich ja anrufen würde, wenn es etwas Besonderes zu erzählen gäbe.


Und das gab es eigentlich; ich habe die Hauptrolle in unserem Schulmusical gehabt! Ich habe einen Jungen kennengelernt (obwohl ich ihnen davon, und erst recht den Details, wohl nicht erzählen würde - vor allem weil das Ganze immerhin nicht gut ausging).

Opposites - Larry Stylinson AUGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt