41. Kapitel

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41. Kapitel

Mein Mund fühlte sich trocken an, und mein Kopf schmerzte. Aber es hätte schlimmer sein können.

Und wenige Sekunden später wurde es auch schlimmer, als ich versuchte meine Augen zu öffnen. Das helle Tageslicht war anstrengend und verursachte ein leichtes Stechen an meiner Stirn.

Was hatte ich gestern nur wieder aufgeführt? Musste es mir denn wirklich jedes Mal wenn ich Alkohol trank so danach gehen? Ich sollte mich mal zusammenreißen.

Jedoch würde rumliegen das Ganze nicht besser machen, da ich sonst nie von hier wegkommen würde und dringend ein Glas Wasser brauchte, also versuchte ich erneut meine Augen aufzumachen, ging es diesmal etwas langsamer an.

Und es funktionierte.

Ich lag seitlich, dem Fenster zugewendet, auf der linken Seite des Bettes. Behutsam ließ ich meinen Blick über das Zimmer wandern. Doch wo war der Fernseher hin? War ich in Louis' Zimmer?!

Abrupt setzte ich mich auf, mein Kopfweh ignorierend, und sah zu meiner Rechten; dort lag tatsächlich Louis. Und außerdem ich hatte kein T-Shirt an.

Nein, nein, nein. Verdammt nochmal.

Hektisch stieg ich aus dem Bett, dabei verhedderte ich mich mit meinem linken Bein in der Bettdecke. Ich machte einen hilflosen Schritt rückwärts, stolperte dann jedoch über Louis Koffer und fiel zu Boden, zog dabei die Decke mit mir vom Bett.

Das Positive: ich stellte fest, dass ich noch Hosen anhatte, komischerweise die von gestern Abend. Das Negative: Louis schien dank meiner tollpatschigen Aktion aufzuwachen.

Er stöhnte genervt und drehte sich um, setzte sich dann auf und vergrub sein Gesicht in seinen Händen. Dabei fiel mir auf, dass er seine Schlafkleidung trug; was das jedoch bedeutete wusste ich nicht.

Louis rieb zuerst seine Augen, bevor er sein Gesicht von seinen Handflächen löste und mit gekniffenen Augen zu mir sah.

„Was machst du?", fragte er verwirrt, seine Stimme rau und verschlafen.

Diese Frage zu beantworten war nicht so einfach. Ich lag halbnackt (in seiner Decke gewickelt) am Boden neben seinem Koffer. Also antwortete ich stattdessen mit einer Gegenfrage.

„Was ist passiert?"

Er runzelte seine Stirn. „Nichts ist passiert."

Sah er die Situation lockerer wie ich? Was war überhaupt die Situation? Ich war so verwirrt.

„Bekomm ich eine detailliertere Version von 'nichts ist passiert'?", fragte ich hilflos, worauf die irritierten Falten seiner Stirn nur noch tiefer wurden.

„Was redest du?!"

„Warum bin ich hier? Warum hab ich kein T-Shirt an?"

Darauf rollte er nur deutlich seine Augen, was ich ihm nicht wirklich übel nehmen konnte. Meiner war wohl deutlich intensiver, aber er litt genauso unter einem Kater, und auch generell wird man nicht gern mit so vielen dummen Fragen geweckt.

„Darüber machst du dir schonwieder Gedanken? Du denkst wohl auch nur an das Eine, hm?", fragte er leicht genervt und setzte sich aufrechter hin.

Jedoch war das keine Antwort. Ich wusste immer noch nicht, was ich oberkörperfrei in seinem Zimmer machte.

„Aber- warum... ich meine... was sollte ich denn sonst denken?", fragte ich und als ich eine Sekunde später keine Antwort bekam fügte ich, dumm wie ich war, hinzu: „Immerhin ist es ja schon mal passiert."

Opposites - Larry Stylinson AUGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt