13. Kapitel
Mein Kopf war ganz wirr, genau wie mein Zeitgefühl. Keine Ahnung ob das Ganze bereits ein paar Minuten dauerte, oder doch erst wenige Sekunden.
Langsam hatte ich den Dreh raus - soweit man das beim Küssen haben konnte – und synchronisierte Louis' Bewegungen, die aus dem langsamen Bewegen seiner Lippen und hin und wieder leicht nach links oder rechts senken seines Kopfes bestanden.
Seine Hand war von meiner Wange auf meine Schulter gerutscht, während ich meine sanft und vorsichtig auf seine Hüfte legte.
Plötzlich nahm ich wahr, wie seine Lippen an meinem sich zu einem leichten Grinsen verformten, etwas spalteten und kurz später spürte ich seine Zunge an meinen Lippen.
Erschrocken zog ich mich zurück, Wangen rot und Augen weit. „Louis.", sagte ich gespielt empört und schlug ihm leicht gegen die Schulter, worauf er zu Lachen begann.
„Tut mir leid, das musste sein.", erklärte er lachend und ich fing an zu grinsen. Ich musste generell schon die ganze Zeit wie ein Idiot grinsen, und es ging nicht mehr weg; immerhin hatte ich ihn gerade geküsst.
„Und, war es so schlimm?", fragte er nach, nachdem er sich wieder etwas beruhigt hatte.
Ich presste meine Lippen zusammen um das erneut aufkommende, idiotische Grinsen zu unterdrücken, was jedoch fehlschlug. Da ich keine Ahnung hatte, wie ich darauf antworten sollte, schüttelte ich nur auf eine relativ schüchterne Art und Weise meinen Kopf.
Daraufhin nickte er nur.
„Für dich?", fragte ich nach, es war zwar nicht sein erster Kuss gewesen, aber eben doch etwas anderes.
Langsam und nachdenklich schüttelte er seinen Kopf.
„Eigentlich nicht, irgendwie macht es kaum einen Unterschied zu Mädchen.", meinte er.
„Wirklich?", fragte ich überrascht nach.
„Nein, eigentlich nicht. Es war ganz normal. Immerhin, ich mag dich- nicht auf diese Weise, versteh das nicht falsch. Aber ich könnte mir irgendwie nicht vorstellen Zayn oder Niall zu küssen."
Was war an mir so anders im Gegensatz zu seinen besten Freunden?
„Oh, okay.", antwortete ich nur.
„Okay, dann lass uns weiter proben?"
~*~
„Jedenfalls meinte er ich sollte mich mehr anstrengen, aber die anderen arbeiten doch auch nicht mehr mit, verstehst du? Nur weil ich eine andere Einstellung habe- hörst du mir überhaupt zu?!", unterbrach Liam seine Erzählung und sah mich fragend an.
„W-Was, ja, ähm, sicher.", gab ich, plötzlich aus meiner Tagträumerei gerissen, zurück.
Liam rollte nur mit seinen Augen. „Klar tust du das."
Wir waren gerade auf dem Weg nach Hause, wo Liam sich wieder Mal über einen seiner Lehrer beschwerte.
Meiner Meinung nach sah er das alles viel zu ernst, ich nahm es einfach wie es war, was meinen Alltag wahrscheinlich auch so unspektakulär machte.
„An was denkst du die ganze Zeit?", fragte er, musterte mich und runzelte dabei seine Stirn.
„Nichts.", murmelte ich.
Er seufzte. „Erwartest du jetzt, dass ich mich damit zufrieden gebe?"
Ich grinste ertappt und schüttelte meinen Kopf, er kannte mich einfach zu gut.
„Also was ist es? Hat dich Tomlinson heute ausnahmsweise mal nicht beleidigt?", hackte er nach.
„Er beleidigt mich generell nicht."
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Opposites - Larry Stylinson AU
FanficWenn man ehrlich war hatte Harry - schüchtern, unsicher und insgeheim schwul - schon immer was für Louis - bekannt, beliebt und überaus talentiert - übrig, obwohl der einzige Kontakt der beiden aus Louis' täglichen Sticheleien an Harry bestand. Doch...
