Ich hielt es in meinem Zimmer keine fünf Minuten aus, ich war zu aufgeregt.
Da Louis mit Sicherheit schon in seinem Zimmer war, riss ich die Tür auf und lief mit schnellen Schritten rüber zu Liam. Keine Ahnung wie spät es war - schlafen konnte ich nun sowieso nicht, und Liam würde es nun auch nicht.
»Liam!«, flüster-schrie ich und klopfte mehrmals an seine Tür. Nur wenig später ging diese auf, und mein bester Freund sah mir mit einem genervten Blick entgegen. Glücklicherweise war es aber eher ein 'Was ist los mit dir'-Blick, als ein 'Du Idiot hast mich aufgeweckt'-Blick, und somit war ich schonmal auf seiner guten Seite.
»Hast du schon geschlafen?«, fragte ich ohnehin, da mein Mund nur so von Worten sprudeln wollte, ich aber keine Ahnung hatte wo ich anfangen sollte.
»Nein, ist ja erst elf.«, murmelte er und machte einen Schritt zurück, worauf ich sein Zimmer betrat und er die Tür hinter mir schloss.
»Was heißt erst elf? Manche Leute schlafen um die Zeit schon.«
Er sah mich nur desinteressiert an. »Ich nicht.«
Danach setzte er sich auf sein Bett und sah mich wartend an, während ich während ein Idiot mitten im Raum stand. Aber ich hatte zu viel Adrenalin um zu sitzen.
»Als-»
»Louis hat mich gefragt ob ich mit ihm zum Schulball gehe!«, platze es aus mir heraus, oder eher schrie ich es in Liam's Gesicht. Seine Augen weiteten sich, ob nun von der Neuigkeit oder von der Lautstärke konnte ich nicht genau sagen.
»Wirklich? Das ist ja toll!«, meinte Liam und grinste mich an. Wie ein Depp grinste ich zurück und sah dann zu Boden. »Total.«
»Bist du deswegen hier? Wie ist die Aufführung gelaufen?«, fragte er nach.
»Alles gut gegangen, wie bei den Anderen. Und ja, das war es eigentlich. Aber ich war so aufgedreht, also bin ich rübergekommen.«, erklärte ich, während mich meine Beine im Raum auf und ab trugen.
Liam lachte. »Aw, wie süß.«
Meine Wangen röteten sich und ich sah ihn böse an. »Hey.«
Er lehnte sich auf seinem Bett zurück und verschränkte seine Arme hinter seinem Kopf. »Wann ist denn der Ball?«
Meine Füße waren nun zur Ruhe gekommen und ich spielte mit meinen Fingern, als ich antwortete. »In zwei Wochen, denke ich. Er schreibt mir noch.«
Ich setzte mich an das andere Ende seines Bettes. Liam starrte an die Decke.
»Nun geht wohl doch noch alles gut aus, kaum zu glauben, mh?«
Ein kleines Lächeln bildete sich auf meine Lippen, welches ich zu verkneifen versuchte. »Ich weiß nicht.«
Mit erhobenen Augenbrauen sah Liam mich an. »Was, denkst du denn nicht, dass das nun endlich dein Happy End sein wird?«
Ich rollte meine Augen. »So optimistisch bin ich nun auch nicht.«
Überrascht erhob Liam sich in eine aufrechtere Position. »Du glaubst also wirklich nicht?«
Zögerlich hob und senkte ich meine Schultern. »Keine Ahnung... warum sollte ich?«
»Harry, er hat dich zum Ball eingeladen!«, sagte Liam laut.
»Aber das heißt doch nichts. Wer weiß ob es überhaupt ein richtiges Date ist oder was Freundschaftliches...«
Liam schlug sich seine Hand auf die Stirn. »Natürlich ist es ein Date, es ist der Ball!«
Nachdenklich kaute ich auf meiner Lippe herum. »Aber was ich mich frage ist... warum, also, was wenn es eine Art Entschuldigung ist, weil er mich die ganze Zeit... an der Nase rumgeführt hat, sozusagen. Oder als Abschied, weil ich immer- weil ich die ganze Zeit-, du weißt schon, und er halt nie... ach, keine Ahnung.«
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Opposites - Larry Stylinson AU
FanfictionWenn man ehrlich war hatte Harry - schüchtern, unsicher und insgeheim schwul - schon immer was für Louis - bekannt, beliebt und überaus talentiert - übrig, obwohl der einzige Kontakt der beiden aus Louis' täglichen Sticheleien an Harry bestand. Doch...
