17. Kapitel
Was ich ganz vergessen hatte, und natürlich die ganze Situation noch besser machte, war dass in dieser Woche die Gruppenproben begannen.
Ich weiß nicht ob es komischer wäre mit Louis nun allein zu proben, oder mit allen anderen, jedoch wusste ich, dass unsere verhassten Blicke, die wir einander zuwarfen, nicht allzu gut auf die anderen wirkten.
„Jetzt reißt euch doch zusammen!", ermahnte uns die Stimme des Theaterlehrers, der uns aus der ersten Reihe zuschaute.
Verstreut neben ihm saßen andere Mitglieder des Theaters die gerade nicht dran waren oder generell ihren Beitrag nicht auf der Bühne ausführten.
Ruhig starrten uns alle an, und ich hasste das Gefühl. In diesem Moment entschied ich, dass es definitiv nach dem Geschehenen schlimmer war, vor allen zu proben als alleine.
Genervt sah ich vom Lehrer zurück in Louis' Augen, die so circa genau die gleiche Emotion wiederspiegelten.
Er stand unmittelbar vor mir, und statt den sonstigen Schmetterlingen, die von jegliche Nähe zu ihm ausgelöst wurden, spürte ich nur noch Abneigung.
Um ganz ehrlich zu sein waren sie noch immer da, doch ich tat alles um sie zu unterdrücken.
Liam hatte Recht, es war keine gute Idee gewesen, mich in ihn zu verlieben.
Abgesehen von dem Fakt, dass wir ohnehin nie zusammengekommen wären, hatte er immerhin während wir Freunde waren ein Versprechen gebrochen und mich vor allen gedemütigt.
Ach ja, und da war noch die Sache das wir uns geprügelt haben.
Nachdem das passiert war, herrschte einfach Stille.
Kein einziges Wort und nicht ein Blick am Gang.
Egal was davor war, Freundschaft, oder was auch immer; auch wenn einer von uns beiden oder sogar beide im Unrecht lagen, und wir uns dringend ausreden müssten; keiner schien sich darum zu kümmern.
„Versuchen wir's einfach mal mit der nächsten Szene, okay?", forderte der Lehrer und ich seufzte.
Natürlich, wenn man alle musikalischen Szenen wegnahm, dann auch noch die wo Schüler mitspielten die genau heute fehlten und alle anderen wo nur das kleinste Detail nicht stimmte, waren die paar Szenen kurz vorm zweiten Kuss im Stück, diese inkludiert, genau passend um sie heute zu proben.
Und da der Rest nur kurz und hastig mit Skript durchgesprochen wurde, damit 'jeder seinen Einsatz wusste', war es nun genau diese Szene die Louis und ich ausgiebig proben durften.
Ich schluckte den immer wieder kommenden Kloß in meinem Hals und begann.
„Ich an deiner Stelle würde auch nicht mit ihr auf ein Date gehen, aber ich würde mit mir auf ein Date gehen.", sagte ich und grinste gezwungen.
Dieser Satz war ja das Schlimmste an dem Ganzen, er erinnerte mich wieder und wieder an alles was passiert war.
„Wirklich? Ich würde mir da nicht so sicher sein, sei doch nicht immer so egoistisch.", gab Louis zurück, doch statt dem spaßendem Ton, der im Skript vorgegeben war, klang Louis' Stimme eher kalt.
„Egoistisch? Bleib du doch mal bei deiner Meinung und steh dazu.", dabei betonte ich vor allem die letzten Worte, welche dann viel mehr ernst gemeint als nur gespielt waren.
Durch das Einbringen der Emotionen unseres Privatlebens wurde der spielerische Streit zwischen dem süßen Pärchen des Stückes zu einer kalten, hasserfüllten Diskussion.
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Opposites - Larry Stylinson AU
FanfictionWenn man ehrlich war hatte Harry - schüchtern, unsicher und insgeheim schwul - schon immer was für Louis - bekannt, beliebt und überaus talentiert - übrig, obwohl der einzige Kontakt der beiden aus Louis' täglichen Sticheleien an Harry bestand. Doch...
