3. Kapitel

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3. Kapitel


„Ich verstehe einfach immer noch nicht wie du darauf kommst!", rief ich Liam aufgebracht dazu, als er gerade die Tür zu meinem Zimmer aufsperrte, da ich zu beschäftigt damit war, mit meinen Händen wild in der Luft herum zu gestikulieren.

„Harry, wir diskutieren das schon den ganzen Nachhauseweg!", halb seufzte, halb lachte er; geschickt zog er den Schlüssel aus dem Schloss, drückte in mir zurück in die Hand.

Jetzt wo ich darüber nachdachte, diskutierten wir das wirklich schon den ganzen Weg; von der Schule den zehn Minunten Spaziergang zu den Schülerwohnheimen, dann den Gang entlang und schließlich zu meinem Zimmer.

Ich trat nach ihm ein und legte den Schlüssel auf einen kleinen Abstelltisch neben der Tür, zog meine Schuhe und Jacke aus und setzte mich neben ihm auf das kleine 2-er Sofa.

Die Zimmer waren nicht die größten: ein Bett, ein Schreibtisch, ein Schrank, ne Miniküche und ein Minikühlschrank und ein kleines, ans Zimmer anliegende Bad; mit dem erwünschten Rest musste man sich selbst ausstatten.

Es gab auch Doppelzimmer, aber mir passte es so.

Liams Zimmer war leider in dem anderen Gebäude, doch mehr als ein Hof trennte uns auch wieder nicht.

„Trotzdem versteh ich immer noch nicht wie du sowas sagen kannst! Wir hassen uns!", beschwerte ich mich weiterhin über seine Worte, worauf er nur seine Augen rollte und sich zurück lehnte, seinen Arm über die Rückenlehne des Sofas legte.

„Wie schon gesagt, jeder kann dich irgendwelche Namen nennen, doch die ignorierst du eiskalt. Nur wenn Louis es macht beschwerst du dich den halben, darauffolgenden Nachmittag darüber, sonst bei niemandem."

Wortlos starrte ich ihn an, darauf wusste ich keine Antwort. Aber das hieß doch noch lange nichts?

„Naja... über die anderen kann ich mich nicht beschweren, ich meine ich kenne doch ihre Namen nicht...", versuchte ich es, doch Liam lachte nur auf.

„Harry, wir wissen beide, dass diese Ausrede so schlecht war, dass sie nicht mal als eine gewertet werden kann. Außerdem bin ich noch lange nicht fertig, und zwar habe ich keine Ahnung wo du mit deinen Gedanken immer bist, während du ihn anstarrst."

Geschockt weiteten sich meine Augen. „Ich starre ihn an?"

Liam hatte ein amüsiertes Grinsen auf den Lippen, man sah ihm an, dass er ein lautes Loslachen unterdrückte.

„Oft genug."

Ich zog eine Augenbraue hoch und sah ihn prüfend an. War das sein Ernst? Konzentriert kniff ich meine Augen zusammen und versuchte mich an ein Mal zu erinnern, an dem ich ihn anscheinend angestarrt hatte.

„D-Das kann nicht sein, ich erinnere mich an kein einziges Mal, an dem ich ihn angestarrt hätte!", verteidigte ich mich, doch Liam zuckte nur belanglos mit seinen Schultern und grinste weiter.

„Also machst du es unbewusst? Da ist jemand verlie-iebt.", zog er das Wort in die Länge, um mich aufzuziehen.

„Nein! Vielleicht habt ihr heute etwas zu laut Musik gespielt, aber du kannst nicht einfach hier sitzen und mir ernsthaft erzählen, dass ich was für Tomlinson übrig hätte! Das ist doch Schwachsinn, ich meine warum sollte ich? Das Einzige, das wir machen, ist streiten!", rief ich aufgebracht und fuhr mir ein paar Mal aufgebracht durch meine Haare.

Ein weiteres Schulterzucken von Liam. „Manche sollen davon ja angeturnt sein.", meinte er in einem neutralen Ton.

Ich atmete scharf ein und mein Mund fiel leicht offen, ich boxte leicht seine Schulter, worauf er nur wieder zu Lachen begann.

Opposites - Larry Stylinson AUGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt