43. Kapitel

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43. Kapitel

Das Wasser plätscherte unter der wackelnden Gondel als wir uns wieder an Land begaben.

Die Fahrt war interessant gewesen und wir hatten erneut viel Neues gesehen, doch einerseits war sie auch schrecklich nervenaufreibend.

Denn alles, an das ich denken konnte war Louis. Louis neben mir, Louis der schon wieder anfing mich immer süß anzulächeln, Louis der meine Hand hielt und Louis der sagte, ich solle mir über was auch immer ich mir Gedanken mache keine Sorgen machen.

Louis.

Wir redeten während der Fahrt nicht viel, genossen eher die Stille, die Aussicht und den leichten Wind, doch in meinem Kopf war es alles andere als ruhig gewesen.

Schließlich machte sich unsere Gruppe auf den Rückweg, wo er nicht damit aufhörte mich dauerhaft zu unterhalten. Aber es war schön, unerwiderte Gefühle hin oder her, denn er war eine unfassbar witzige Person und als wir in die Straße unseres Hotels einbogen schmerzte mein Bauch vor Lachen.

Wir kamen genau rechtzeitig zum Abendessen; Mr. DiCaprio schickte uns noch kurz hoch auf unsere Zimmer, damit wir unsere Stadtklamotten gegen etwas Gemütliches für den Abend hier austauschen konnten.

Danach sammelten sich alle im Restaurant an und Louis und ich landeten gemeinsam an einem Tisch mit ein paar anderen, er mir gegenüber.

Das Essen war wie immer gut und die Leute waren cool und nett, doch da war diese gewisse Spannung, die man nicht leugnen konnte. Dieses ständige, transparente Gefühl das in der Gruppe lag.

Noch dazu ihre ganzen Blicke, die unsere verfolgten und zwischen uns hin und her huschten. Sie alle warteten darauf, dass irgendwas passierte.

Irgendeine Geste, ein vielsagender Blick, oder irgendein mehrdeutiges Wort.

Aber was sollte sein?

Nichts, doch das wussten sie ja nicht.

Nach dem Essen wollten alle in die Lobby, heute ohne etwas zu trinken. Wir hatten einen gemütlichen Abend geplant, da es die letzte Nacht hier war.

Doch Louis hatte anscheinend andere Pläne, denn als alle durch die große Eingangshalle rüber zur Lobby schlenderten nahm er plötzlich meine Hand und zog mich Richtung Eingang des Hotels.

Ich hatte gar keine Zeit mich zu beschweren, denn er hielt meine Hand fest in seiner, so dass ich mich nicht wehren konnte, und ging schnell und bestimmt zum Ausgang.

„Hey, Jungs! Wo geht ihr denn hin?", rief plötzlich Mr. DiCaprio mit strenger Stimme hinter uns, was mich leicht zusammenzucken ließ. Jedoch blieb Louis nun stehen.

Er drehte sich um, Augen groß und Blick unschuldig. „Wir wollten nur noch etwas nach draußen-"

„Ihr wisst genau, dass das vor allem jetzt um diese Zeit nicht geht. Ich bin eure Aufsichtsperson und wenn euch was passiert trage ich die Verantwortung."

„Aber uns passiert doch nichts, wir passen schon auf.", warf Louis ein schob seine Unterlippe nach vor. Diese Seite von ihm kannte ich gar nicht; war er so gegenüber Lehrern?

Mr. DiCaprio seufzte und beäugte uns kritisch. Erst dann fiel mir auf, dass meine Hand immer noch in Louis' lag. Zögerlich löste ich meinen Druck, doch Louis hielt meine nun lockere Hand weiterhin fest.

„Nein, Louis, das geht leider nicht. Warum wollt ihr überhaupt nach draußen? Verbringt doch etwas Zeit mit den anderen in der Lobby.", schlug er vor und warf Louis einen letzten Blick vor, bevor er sich umdrehte und in einem der Flure verschwand.

Opposites - Larry Stylinson AUGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt