55. Kapitel

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55. Kapitel

Ein paar Wochen später.

Ich war gerade dabei mein Zimmer etwas aufzuräumen, als es an der Tür klopfte. Ohne Verzögerungen überquerte ich den Raum und öffnete diese, welche... meinen Freund offenbarte. Schön :).

Für eine Sekunde starrte ich ihn überrascht an, er hatte gar nicht geschrieben, dass er rüberkommen würde oder so... aber wem erzähl ich das, als würde er nicht ständig unangemeldet aufkreuzen. Jedoch kehrte die Verwirrung schnell wieder zurück, als ich die volle Sporttasche in seiner Hand sah, die fast an den Nähten zu platzten schien.

»Was machst du?«, fragte ich verwundert, und starrte ihn mit gerunzelter Stirn an.

»Dir auch Hallo, Babe.«, antwortete er und gab mir einen Kuss auf die Wange, bevor er sich an mir vorbei ohne weiteres in mein Zimmer quetschte. Die Tasche fand sich schnell einen Platz in der nächsten freien Ecke, und dann warf Louis sich auf mein Bett, wo er es sich gemütlich machte. »Räumst du grad auf? Das trifft sich gut.«

»Was? Was meinst du damit?«, fragte ich verwirrt.

Er ignorierte das Ganze vorerst, drehte sich stattdessen testend im Bett umher und verschränkte seine Arme hinter dem Kopf, bis er eine scheinbar angemessene Position gefunden hatte. Ich seufzte und schloss die Tür hinter mir, bevor ich mich aufs Ende meines Bettes setzte. Mehr Platz ließ mir der Typ nicht übrig.

»Ich weiß nicht, ob du mich vorhin gehört hast, aber... Was machst du?«, schmunzelte ich. Was war los mit diesem Jungen? (Meinem Jungen. Dass er ständig uneingeladen vorbeischneite war ich vielleicht schon gewöhnt, aber das sicher noch nicht.)

Er grinste. »Ach, nichts. Ich zieh nur hier ein.«

Meine Augen weiteten sich. »Du tust was?«

Als wäre das komplett gleichgültig und keine große Sache, zuckte er mit den Schultern. »Hab mein Zimmer abgemeldet, es sind nur noch ein paar Wochen Schule, da ist das unnötig. Immerhin mach ich mich jetzt dann eh Mal auf Wohnungssuche, weil ich nach dem Abschluss wo hier nach London ziehen werde.. Du kannst mir übrigens helfen, wenn du willst.«

Es waren so viele relevante Informationen auf einmal, in einem so gleichgültigen Tonfall, dass mein Hirn erst mal ein paar Sekunden brauchte, um das zu filtern. Trotzdem konnte ich dann nur auf ein Thema nach dem anderen eingehen.

»In- in mein Zimmer... geht das überhaupt?«

»Wir teilen uns doch sowieso die meiste Zeit ein Zimmer, das ist doch nun auch schon egal. Wenn es dich so sehr stört, suche ich mir halt jemand anderen.«, meinte er, und rollte theatralisch mit seinen Augen. Noch bevor ich etwas erwidern konnte, sprang er plötzlich auf und lief zur Tür, die er sogleich aufriss.

»Hat jemand für ein paar Wochen Platz für nen Zimmergenossen?«, brüllte er in den Gang und meine Augen weiteten sich. Ich eilte zu ihm und riss ihn an seinem Arm zurück in den Raum, bevor ich die Tür zuschlug. Ob es nun irgendein wollendes Mädchen war, oder jemand der sich über den Lärm beschweren wollte - wir wollten die Leute, dessen Türklinken sogleich zu hören waren nicht zu Gesicht bekommen.

»Oh Gott. Natürlich schläfst du bei mir, du Idiot.«, halb flüsterte, halb rief ich ihm zu, bevor ein kleines, gestresstes Lachen meinen Mund verließ. Dieser Idiot.

Er lächelte.

»Gute Entscheidung. Ist mir auch lieber so.«, sagte er, und umfasste mein Kiefer, um mich für einen kurzen, sanften Kuss zu sich zu ziehen.

»Ich kann dir eh die Hälfte von der Miete zahlen. Beziehungsweise deinen Eltern. Beziehungsweise meinen Eltern deinen Eltern«, schlug Louis vor und sah mich an.

Opposites - Larry Stylinson AUGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt