16. Kapitel

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16. Kapitel

Er schien mich gar nicht zu bemerken, aber wer war ich schon, dass man mich in der ganzen Menschenmenge bemerken würde?

Unter den dutzenden Schülern die den Gang auf und ab liefen und sich an mir vorbei schlängelten, während ich nur, beinahe hypnotisiert, an meinem Fleck stand und enttäuscht zu Louis und seinen Freunden rüber schaute.

Liam würde bestimmt schon ungeduldig vor meinem Spint stehen da ich ungewohnt spät dran war, doch das konnte warten.

Ich spürte den Mix aus Emotionen in mir und wie sich die Wut langsam in mir aufbaute, hauptsächlich umgewandelte Frustration und Trauer.

Vielleicht hatte ich zu viel hinein interpretiert doch er hatte definitiv sein Versprechen gebrochen, schlimmer als das.

Mein Körper kribbelte und ich sah rot, ich war noch nie der aggressive Typ gewesen, doch ich fühlte den Drang etwas zu schlagen.

Oder jemanden.

Genau passend klingelte die Glocke und die Schülermengen zerstreuten sich in die Richtungen ihrer Klassen, nach und nach entleerte sich der Gang.

Von Louis' Gruppe, die noch immer beständig war, verabschiedeten sich auch immer mehr Leute.

Ruhige Atemzüge nehmend um mich zu beruhigen, weil das Ganze sonst nicht gut enden würde, ging ich auf ihn zu.

Alle Schüler waren bereits verschwunden, nur Louis, Zayn und Niall waren übrig geblieben, vollkommen unwissend über mich der auf sie zukam.

Louis sagte grinsend etwas, worauf die anderen beiden lachend nickten und sich in die andere Richtung verabschiedeten. Mit einem kleinen Winken wendete sich Louis von ihnen ab und begann zu seinem Unterricht zu gehen; genau in meine Richtung.

Überrascht weiteten sich seine Augen, als er mich entdeckte. Er öffnete seinen Mund um etwas zu sagen, doch da hatte ich ihn bereits erreicht und ihm einen heftigen Stoß nach hinten verpasst; gefolgt von ein paar stolpernden Schritten rückwärts seinerseits um sich selbst vom Fallen zu hindern.

„Sag mal was ist los mit dir?! Du hast es versprochen, du hast gesagt wir wären Freunde, und nun das? Du wusstest ganz genau, dass das nur ein Scherz war!", schrie ich ihn wütend an, doch aus meiner Stimme waren fast nur die Enttäuschung und der Schmerz zu hören.

Seine Augen weiteten sich. „Harry, du verstehst das nicht-"

„Was versteh ich nicht? Die Bedeutung von 'Freunde' oder 'ich mach mich vor meinen Freunden nicht mehr über dich lustig'?", fragte ich aufgebracht.

„Lass mich doch erklären-", begann er frustriert während er näher kam und seine Hand auf meinen Arm legen wollte.

„Fass mich nicht an!", rief ich und schlug seine Hand weg.

Seine Augen verfinsterten sich; verwirrt und wütend runzelte er seine Stirn.

„Schlag mich nicht!", schimpfte er, während er mich noch relativ leicht an meinen Schultern nach hinten schuppste.

„Ich hab dich nicht geschlagen!", feuerte ich zurück, gab ihm ebenfalls erneut einen Stoß.

„Doch hast du!", gab er zurück, mit einem heftigen Schub nach hinten gegen meine rechte Schulter.

Langsam wurde ich genervt von dem Ganzen, warum stritten wir? Er war schuld, er hatte etwas getan und sollte sich entschuldigen!

„Hab ich nicht! Willst du wissen was ein echter Schlag ist, du Idiot?", fragte ich und funkelte ihn böse an.

Opposites - Larry Stylinson AUGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt