28.Kapitel
Nach allem was passiert war hatte ich am Montag echt keine Lust mehr auf Schule, und ließ somit die letzten beiden Stunden aus.
Ich war keine Person die regelmäßig schwänzte, um ehrlich zu sein hatte ich das noch nie gemacht, aber an dem Tag wollte ich einfach nichts mehr lieber als sofort nach Hause zu gehen und mich mit dem Gesicht voran ins Bett fallen zu lassen – um dort den ganzen Tag zu bleiben.
Und das tat ich auch.
Nachdem ich die Tür hinter mir zu geschmissen hatte, schleuderte ich meine Schultasche wortwörtlich in die nächste Ecke. Danach ließ ich mich einfach auf mein Bett fallen, vergrub mein Gesicht tief in meinem Kopfkissen, als könnte ich so einfach alles und jeden ausblenden.
Wenn das doch nur so leicht wäre.
Ich seufzte laut und lange. Konnte ich nicht einfach einschlafen und nicht mehr aufwachen?
Jetzt nicht im Sinne von Sterben, sondern im Sinne von Zeitvertreib. Schlafen bis alles vorüber ist.
So in der Art kennt das sicher jeder.
Oder dieses Gefühl, wenn es einem vorkommt, als würde die Trauer all deine Energie aufbrauchen.
Wenn du traurig bist und dich einfach nur müde fühlst, am liebsten nur noch herumliegen würdest und nicht mehr richtig Lust zu irgendwas hast.
Wenn sogar das Hochziehen deiner Mundwinkel um ein einfaches Lächeln zu formen anstrengend erscheint.
Du bist zwar traurig, aber irgendwie ist dein Kopf leer. Keine negativen Gedanken, aber trotzdem fühlst du dich schlecht. Du weißt, was dich deprimiert, denkst aber nicht darüber nach. Trotzdem ist es da.
Keine Ahnung, ob irgendjemand das nachvollziehen konnte, aber so fühlte ich mich im Moment.
Den Rest des Montages verbrachte ich nur noch in meinem Bett. Wenn ich daran zurückdenke, bezweifle ich, ob ich mich überhaupt auch nur einen Zentimeter bewegt habe.
Ich ließ die Zeit einfach vergehen; lag dort, bis der Raum durch das kleine Fenster neben der Tür in orangenes Abendlicht getaucht wurde; bis es immer und immer mehr dämmerte und ich schließlich von Dunkelheit umhüllt war.
~*~
Am Dienstag zur Schule zu gehen war nur ein schwacher Versuch.
Als ich aufwachte war ich vorerst komplett verwirrt. Mein Wecker war nicht gestellt, sondern ich wachte durch die schmalen Sonnenstrahlen, die von draußen herein schienen geweckt.
Außerdem hatte ich noch immer meine Klamotten von gestern an und einen ekligen Geschmack im Mund, da ich anscheinend irgendwann eingeschlafen war und mich so weder umgezogen, noch meine Zähne geputzt hatte.
Meine Schultasche lag unberührt an der gleichen Stelle wie gestern, somit alle Hausaufgaben und anderen Vorbereitungen ungemacht.
Aber das waren noch meine geringsten Probleme.
Ich setzte mich zuerst auf und wischte mir meine vom Schlafen verstrubbelten Haare aus dem Gesicht.
Danach stand ich auf, doch sofort holte mich diese unendliche Leere von gestern wieder ein.
Ich fühlte mich traurig, müde, erschöpft. Alle meine Körperteile fühlten sich unglaublich schwer an und jede Bewegung schien anstrengend und ermüdend.
Alle meine Gedanken, - dass ich mich fertig machen sollte, anziehen, womöglich beeilen um noch ein paar Schulsachen erledigen zu können – waren wie weggefegt, und ersetzt durch eine schlicht und einfach nicht vorhandene Motivation, welche mich dazu veranlasste, mich einfach wieder zurück ins Bett fallen zu lassen.
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Opposites - Larry Stylinson AU
ФанфикшнWenn man ehrlich war hatte Harry - schüchtern, unsicher und insgeheim schwul - schon immer was für Louis - bekannt, beliebt und überaus talentiert - übrig, obwohl der einzige Kontakt der beiden aus Louis' täglichen Sticheleien an Harry bestand. Doch...
