54. Kapitel
Als ich aufwachte ließ ich meine Augen langsam über die fremde Umgebung, das fremde Zimmer wandern. Es brauchte mich nur wenige Sekunden um mich an die zusätzliche Wärme, die Arme, die von hinten um mich geschlungen waren, zu gewöhnen.
Die Realisation des gestrigen Abends brauchte komischerweise ein wenig länger, wenn auch nur ein paar Sekunden mehr. Mit einem Mal durchfluteten mich die ganzen Erinnerungen des vergangenen Balls und ein Grinsen bildete sich auf meinem Gesicht. Und als ob der Ball nicht schon schön genug gewesen wäre, -
"Hey, bist du wach?", riss mich eine raue, schlafgetränkte Stimme aus meinen Gedanken und ich zuckte beinahe zusammen. Ach ja, das ich nicht vergesse. Und was heißt beinahe, denn anscheinend fiel es auf. Louis äußerte sich dazu mit einem kleinen Lachen und einem Kuss auf meinem Nacken. "Was ist denn los?" Er rieb sanft auf meinem Oberarm auf und ab. Ich drehte mich in seinem Griff um, so dass wir nun Gesicht zu Gesicht waren. "Nichts.", lächelte ich, und er erwiderte es.
"Wie spät ist es?", murmelte ich, worauf Louis mich näher zog und sein Gesicht an meinem Hals vergrub. "Ist egal.", nuschelte er gegen meine Haut. "Was ist, wenn es schon so 2 Uhr oder so ist?", überlegte ich, und strich mit meiner Hand über seinen Rücken. "Auf so vielen Bällen ist man in seinen Leben nun auch nicht, da kann man am Tag danach mal ausschlafen." Ich schmunzelte und schlang meine Arme enger um ihn. "Okay, da hast du recht." Ich spürte, wie sich seine Lippen zu einem Grinsen formten. "Immer doch."
Still lagen wir also beide da, wach, und einfach nur in der Präsenz des anderen. Und es machte mir überhaupt nichts aus; eigentlich war es sogar einen der besten Gefühle auf der Welt.
"Wegen gestern..", brach Louis nach einigen Minuten die Stille, und mein Körper spannte sich an; was würde denn nun kommen? Er begann sich ein wenig von mir zu entfernen, um mir ins Gesicht sehen zu können, während in mir das Gefühl aufkam, mich verstecken zu wollen.
"Ich wollte nur sicherstellen, dass du mich richtig verstanden hast- wegen dem was ich gefragt habe, also...", unsicher und nachdenklich brach er den Blickkontakt und senkte seine Augen ein wenig. Er schien sich zu sammeln und sah mich wieder an. "Ich meine... ich wollte klargehen, ob- Ach, ich wollte einfach nochmal drüber reden. Es war spät und wir hatten davor was getrunken. Wir sollten einfach nochmal drüber reden finde ich. Kommunikation und so."
Erleichtert atmete ich möglichst unauffällig auf. Keine Ahnung, mit was ich gerechnet habe, aber das war das Positivste was wohl kommen hätte können. Es zeigte mir, dass ihm das hier ernst war und es außerdem für ihn wichtig war, dass wir gut über alles miteinander reden konnten und würden.
"Ähm...", fing ich an. Was genau sollte ich nun antworten? "Ich denke es gibt nicht viel zu reden. Ich glaube ich hab dich gut verstanden.", erklärte ich und lächelte ihn an. Erleichterung bildete sich ebenfalls in seinen Augen und er lächelte zurück. "Okay. Gut."
Ich begann zu grinsen. "Ich kann nur nicht glauben, dass du das einfach gefragt hast während wir...", meine Worte stoppten langsam, als ich realisierte was ich sagen wollte. Ich weiß nicht ob es mir unangenehm war es anzusprechen oder ob es einfach die erneute Realisation war. Es war die ganze Zeit bewusst in meinem Hinterkopf gewesen, und doch wieder überraschend hochgekommen.
Louis grinste und hob seine Augenbrauen. "Während wir was, mh?" Er sah mich herausfordernd an und schlug leicht gegen meine Schulter. Ich lachte nur und vergrub mein Gesicht in seinem Kissen. Daraufhin legte er seinen Arm um meine Hüfte und zog mich etwas näher. "Ich sehe schon, das wird eine gute Beziehung."
Schmetterlinge flatterten in meinem Magen. Wow. Beziehung.
"Warst du eigentlich nervös mich zu fragen?", fragte ich, als ich mich von dem Stoff wieder ihm zuwendete. Er blickte zu mir und blinzelte langsam, bevor er antwortete. "Klar, irgendwie schon."
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Opposites - Larry Stylinson AU
FanfictionWenn man ehrlich war hatte Harry - schüchtern, unsicher und insgeheim schwul - schon immer was für Louis - bekannt, beliebt und überaus talentiert - übrig, obwohl der einzige Kontakt der beiden aus Louis' täglichen Sticheleien an Harry bestand. Doch...
