21. Kapitel

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21. Kapitel

Nervös rutschte ich auf dem alten Stuhl hin und her.

Harry.", zischte das Mädchen, dass den Auftrag bekommen hatte mein Bühnen Make-Up zu machen, und dessen Job durch meine Aktionen deutlich erschwert wurde.

„Sorry.", murmelte ich und richtete mich etwas auf, bedacht darauf still zu sitzen.

Während der buschige Pinsel wieder in Kontakt mit meinen Wangen kam, um darauf das hautfärbige Puder zu verteilen, betrachtete ich mich im Spiegel der mir gegenüber war.

Meine Haut war nun um ein paar Stufen dunkler, damit ich ihn dem grellen Scheinwerferlicht nicht blass wirken würde.

Da ich durch meine Nervosität kaum schlafen konnte, hatte ich ziemliche Augenringe, welche sie mit irgendeiner dickflüssigen, klebrigen Creme abdeckte.

Vorhin hatte irgendein anderes Mädchen – die Stylisten waren natürlich Leute die keine Rollen oder andere Jobs bekommen hatten, meistens weiblich, da diese sich besonders gut damit auskannten – meine Haare gemacht.

Sie hatte dabei nicht viel verändert, nur die Locken die immer in meine Stirn hingen – und ich immer unbewusst versuchte aus meinem Gesicht zu wischen, worauf sie wieder an ihre vorherige Stelle zurück rutschten – etwas nach hinten gegellt, damit ich genau das sein ließ.

Ich warf - soweit es mit meinem geradeaus gerichteten Gesicht funktionierte – einen Blick nach links, wo Louis ein Stück weiter ebenfalls gerade geschminkt wurde.

Als ob er das brauchen würde.

Vor allem, weil er ohnehin schon ziemlich gebräunt war, und schlicht und einfach gutaussehend.

Seine Haare waren wie immer aufgestellt und sein Gesicht etwas gepudert, nur für den Fall, dass er im Licht oder generell auf der Bühne etwas Farbe verlieren würde.

„Okay, ich denke du bist fertig.", holte mich die Stimme des Mädchens aus meinen Gedanken und ich nickte nur langsam, wonach ich aufstand.

„Und, schon aufgeregt?", fragte Louis, der soeben entlassen wurde und sich zu mir gesellte.

„Und wie. Schon seit gestern.", antwortete ich nur knapp.

Mein Bauch schien sich wortwörtlich zu drehen und ich fühlte mich als müsste ich mich bald übergeben.

Ich hoffte nur dass es im Falle des Falles vor dem Auftritt passieren würde.

Denn ich musste mich wirklich nicht vor der ganzen Schule blamieren. Vielleicht war ich deshalb so nervös?

Aber eigentlich konnte ich den ganzen Text, es war wohl nur Lampenfieber.

Als Versuch mich zu beruhigen, dachte ich an gestern Nachmittag.

Die Zeit, die ich mit Louis verbracht hatte, kam einem Date echt nahe.

Wie ein Date mit ihm wohl sein würde?

Eins war klar, ich wäre viel zu feig um ihn auf eins zu fragen.

Aber wie würde es nach dem Auftritt weitergehen?

Der Gedanke den ich dauerhaft versuchte zu verdrängen, welcher mich jedoch die ganze Zeit beschäftigte.

Wir hatten keine Proben mehr, und ich weiß nicht ob unser freundschaftliches Level hoch genug ist, um auch außerhalb dessen etwas zu unternehmen.

Auch wenn, dieses Level war mir noch immer zu niedrig.

„Noch sieben Minuten.", ertönte die Stimme des Lehrers.

Opposites - Larry Stylinson AUGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt