27. Kapitel
Die schrillende Pausenglocke schallte durch die Gänge und ich sprang hoch, bevor die ersten Leute kamen und mich irgendjemand am Boden herumsitzen sah.
Sogleich setzte ich meine Schritte in Bewegung um Liam aufzuspüren, zwar hatte ich keine Ahnung was er gerade gehabt hat und wo, aber so groß war unsere Schule nun auch wieder nicht.
Okay, vielleicht doch, aber so schwer würde es doch nicht sein.
Louis sah für einen Moment unsicher aus, bevor er sich ebenfalls in Bewegung setzte und mir wortlos folgte.
Der Gang wurde immer voller als mehr und mehr Schüler aus Klassenräumen aller Richtungen strömten, was mir die Suche nach meinem besten Freund - ich hoffte, dass er es nach dem was gleich kommen würde noch war - nicht wirklich leichter machte.
Jedoch hatte Liam nur ein paar reguläre Klassenräume von denen ich circa Bescheid wusste, weshalb ich mein Suchgebiet etwas einschränken konnte.
Also klapperte ich alle möglichen Klassenräume wo er sein könnte ab, Augen durchgehend die Menge durchsuchend, Beine ständig in einem hohen Tempo und Louis stets auf den Fersen.
Plötzlich entdeckte ich den Braunhaarigen, wie er gerade noch mit einem Mitschüler diskutierte und sich dann von diesem verabschiedete.
Er setzte sich in Bewegung und kam genau in meine Richtung, worauf er mich auch gleich entdeckte.
Mit einem nichts wissenden Lächeln auf den Lippen hob er seine Hand zu einem kleinen Winken, während er auf mich zukam.
Ich hielt an und Louis blieb hinter mir stehen. Als Liam ihn entdeckte verdüsterte sich seine Miene ein wenig und er blickte zwischen uns hin und her.
„Hi, was ist los?", fragte er verwirrt und mit leichter Besorgnis.
„Sag mir du doch was los ist, mh?", fuhr ich ihn an, eigentlich hatte ich geplant das Ganze ruhiger anzugehen, doch in letzter Zeit hatte sich in mir einfach eine Menge Wut, Trauer und Frust angesammelt, plus einer Menge nicht allzu toller Ereignisse.
Und mit dem Streit zwischen mir und Louis vorhin, bei dem ich von irgendeinem Geheimnis, dass mein bester Freund und die Person in die ich hoffnungslos verliebt war vor mir hatten erfahren musste, war ich langsam an meinen Grenzen angekommen.
Bald würde ich es nicht mehr zurück halten können und explodieren.
Ich hoffte nur, dass es kein kompletter, emotionaler Nervenzusammenbruch war.
Oder dass es zumindest keiner miterleben musste.
„Was? Wovon redest du?", fragte Liam verwirrt und runzelte seine Stirn. Dann gab er ein Kopfnicken in Louis' Richtung. „Und was macht er hier?"
„Ach, er hat mir nur vorhin von irgendwas erzählt, dass du anscheinend zu ihm gesagt hast. Scheint mich zu betreffen aber war natürlich geheim.", sagte ich mit einem neutralen, jedoch ironischen Ton.
Liam schien noch immer etwas irritiert, aber man sah ihm an, dass er schon eine Ahnung hatte um was es ging. Er warf einen ungläubigen Blick zu Louis als wollte er sagen 'bist du dumm oder so, warum würdest du ihm davon erzählen?', was von mir nicht unbemerkt blieb.
„Lust zu erklären um was genau es ging?", fragte ich beinahe ungeduldig und verschränkte meine Arme vor meiner Brust.
Er seufzte und sah Louis erneut böse an, bevor er lossprach, seine Stimme etwas gedämpft. „Was genau hat er dir erzählt?"
„Nicht unbedingt viel, nur dass du irgendwas gesagt hast. Dann hat er plötzlich mitten im Satz abgebrochen und gesagt, dass ihm das rausgerutscht wäre."
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Opposites - Larry Stylinson AU
FanfictionWenn man ehrlich war hatte Harry - schüchtern, unsicher und insgeheim schwul - schon immer was für Louis - bekannt, beliebt und überaus talentiert - übrig, obwohl der einzige Kontakt der beiden aus Louis' täglichen Sticheleien an Harry bestand. Doch...
