Hajime Iwaizumi
Mitzunex3
Die Morgensonne schien auf uns herab, als Semi und ich uns darauf vorbereiteten, in das Königreich Shiratorizawa zurück zu reisen und Ushijima zu stürzen. In glänzender Rüstung sattelten wir die Pferde und bevor wir uns endgültig auf den Weg begaben, verabschiedeten wir uns von unseren Partnern.
In Toorus Augen lag ein kleiner stolzer Schimmer, der durch die Sorge kaum zur Geltung kam.
"Komm schnell wieder zurück, Iwalein", sagte er mit einem Lächeln. Darauf strich er sich behutsam über den gewölbten Bauch. "Und pass auf dich auf. Wir brauchen dich."
Ich legte sanft eine Hand auf Oikawas Bauch und spürte das zarte Strampeln des Babys.
"Ich verspreche es, Tooru. Wir werden vor der Geburt zurückgekehrt sein."
Semi stand vor Shirabu, der ruhig und gelassen wirkte, im Gegensatz zu Tooru, während er ihm seine Rüstung richtete.
"Wir werden auf dich warten", sagte der Brünette mit fester Stimme. Weiter verfolgte ich ihre Verabschiedung nicht, da meine Aufmerksamkeit Kawa galt.
"Tust du mir einen Gefallen, Tooru?"
"Ja, ich werde mich nicht überanstrengen", hauchte er mir zärtlich gegen die Lippen, woraufhin ich die letzten Millimeter überbrückte und sie zu einem innigen Kuss verband.
Auf unserem Weg durch den dichten Wald unterhielten sich Semi und ich uns, um nicht in einer unangenehmen Stille nebeneinander her zu reiten.
"Als Shirabu und ich noch klein waren, verloren wir unsere Eltern und die Ritter hatten uns aufgenommen. Zumindest der damalige Ritterhauptmann, möge er in Frieden ruhen. Er und dein Vater hatten uns in dem jungen Alter ausgebildet und vieles beigebracht, bis Iwaizumi-san irgendwann nicht mehr auftauchte. Der Hauptmann hatte uns erzählt, dass er und seine Frau bald ein Kind erwarteten, daher kam er nicht mehr."
"Ich kann immer noch nicht glauben, dass mein Vater einst ein Ritter war", wiederholte ich knapp, was mich beschäftigte. Mutter erzählte mir auch davon, als ich über ihre Vergangenheit fragte und die Bedeutung deren Worte versuchte ich zu verarbeiten, denn ich konnte, wie ich es Semi sagte, einfach nicht glauben. Trotzdem war ich stolz auf meinen Vater und verstand auch jetzt viel besser, wieso er nicht wollte, dass ich denselben Weg einschlug. Er hatte Ushijimas Vater gedient und selbst dieser war ein grausamer Mann gewesen.
"Er war ein bemerkenswerter Mann, Iwaizumi. Er hat uns viel über Mut, Ehre und Loyalität gelehrt."
Ich nickte langsam und teilte ihm mit, was meine Mutter mir zu dem Thema erzählte: "Mein Vater sollte etwas tun, wogegen er sich sträubte. Er oder eher meine Eltern wurden daraufhin vor die Mauern gesetzt, da war Mutter hochschwanger."
Das Thema zog meine Laune in den Keller, das bemerkte Semi, weshalb er das Thema ruhen ließ und wir die restliche Reise über schwiegen.
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Spät in der Nacht vollstreckten wir unseren Racheplan. Leise schlichen Semi und ich durch die Schlossmauern, umkurvten die Wachen und setzten unseren Weg fort. Dank der Führung des Aschblonden gelangen wir recht schnell vor die Tore des Schlosses. Unser erstes Ziel waren die Kerker, dort saßen die Könige Karasunos, sowie ihre Leute fest, die es zu befreien galt. Wenn wir Glück hatten und sie bei Kräften waren, würden sie uns in den Kampf begleiten. Zu Zweit hatten wir, wie Tooru schon sagte, keine Chance, das war Semi und mir bewusst.
Den Kerker erreicht, tauchten plötzlich zwei Wachen vor uns auf, doch mit einem geschickten Handgemenge überwältigten wir sie und sicherten den Weg. König Sawamura und seine Leute sahen uns mit Hoffnung in den Augen an, als wir die Türen der Zellen aufbrachen, ihre Ketten lösten und sie zur Freiheit führten.
"Wir sind euch zu ewigem Dank verpflichtet", sagte König Sawamura mit fester Stimme. "Egal wie geschwächt wir sein mögen, wir werden Seite an Seite kämpfen, um unser Land von diesem Tyrannen zu befreien."
"Sicher, dass ihr kämpfen könnt?", hakte ich nochmal nach, denn Sawamura schwankte leicht.
"Natürlich. Meine Männer und ich haben auf diesen Tag lange genug gewartet, wir wollen helfen, wo wir nur können."
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Im Schatten des Thrones
FanfictionAls schwacher Omega und Prinz hat Oikawa keine große Wahl und wird wegen einer Vereinbarung seines Vaters und dem König Shiratorizawas mit diesem zwangsverheiratet. Wenig begeistert von seiner Situation, hat Oikawa scheinbar keine große Wahl. Doch d...
