Kapitel 57

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Amiyah

„Damien?"
Meine Stimme kam kaum über meine Lippen, heiser, gebrochen.
Ich sah ihn – mitten im Chaos aus Trümmern, Blut und Schatten.

Er lag da. Bewegungslos.
Das Hemd aufgerissen.
Sein Gesicht halb im Dreck, halb im Licht.
Und Blut. So viel Blut.

Ich rannte.
Oder versuchte es. Meine Beine waren schwach, mein Kopf dröhnte – aber ich stolperte trotzdem über den kaputten Boden, an Trümmern vorbei.
Nur noch ein paar Meter.
„Bitte... bitte halt durch..."

Er atmete noch.
Ich sah, wie sich seine Brust hob – flach, aber regelmäßig.
Seine Lippen bewegten sich. Ich konnte kein Wort verstehen, aber ich wusste, er kämpfte.

„Ich bin hier", flüsterte ich, als ich auf die Knie sank.
Ich griff nach seiner Hand – und dann hörte ich es.

Reifen. Stimmen. Schritte.

Ich drehte mich panisch um.

Licht blendete mich. Scheinwerfer. Drei Männer in dunkler Kleidung. Maskiert.
Keine Polizei. Keine Helfer.

„Was—?! Wer seid ihr?!"

Ich stand schützend vor Damien, doch einer zog mich grob zur Seite. Ich fiel auf den Boden, keuchte, mein Bauch schlug auf den kalten Stein.
„Nicht sie! Nur ihn!" rief einer der Männer.

„NEIN! Lasst ihn—! DAMIEN!"

Aber sie packten ihn.
Zwei hielten seinen Körper, schleiften ihn über den Boden. Seine Augen flatterten. Er versuchte, sich zu wehren – doch er war zu schwach.

Ich kroch, schrie, kämpfte – aber meine Stimme ging unter in den Geräuschen.
Und dann...
waren sie weg.

Zurück blieb nur das dumpfe Dröhnen meines eigenen Herzschlags.
Meine Hand tastete den Boden ab – da lag etwas.
Ein Stück Papier.
Blutdurchtränkt. Verbeult.

Das Ultraschallbild.

Ich klammerte mich daran, während meine Schultern zuckten – vor Wut, vor Verzweiflung, vor allem, was ich nicht mehr kontrollieren konnte.

Ich hätte ihn fast gehabt.
Fast.

Aber jemand wollte nicht, dass er lebt.
Oder... jemand wollte, dass ich nicht erfahre, wo er ist.

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Es vergangen Tage. Wochen.

Gefühlte Monate. Es fühlte sich so erdrückend viel an. Er war plötzlich weg. Keine Spur von ihm, nur das Ultraschall Bild von unseren Wundern.

Ich hielt es in der Hand, saß zusammengerollt auf dem Bett - wenn man es überhaupt so nennen konnte, und starrte auf das vergilbte Papier, das ich inzwischen so oft angeschaut hatte, dass ich jede Linie kannte wie mein eigenes Herz.
Zwei kleine Schatten. Zwei Leben. Zwei Versprechen, die er in meiner Gegenwart hinterlassen hatte.

„Ich hatte mir schon immer Kinder gewünscht", flüsterte die ich.

Meine Stimme zitterte, aber ich ließ die Träne zu. Nur eine.
Dann wischte ich sie weg. Schnell. Entschlossen.
Schwäche war ein Luxus. Ein Luxus den ich mir nicht mehr leisten konnte.

My sexy mafiaboyGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt