Amiyah
Die Tür der Praxis fällt leise hinter mir zu. Dieses Klicken... es klingt wie ein Echo aus einer anderen Welt. Einer Welt, in der ich sicher war. In der Damien meine Hand hielt und mir versprach, dass wir das zusammen schaffen.
Aber jetzt ist er nicht hier.
Und ich weiß nicht, ob er überhaupt noch... lebt.
Ich streichle über meinen Bauch, sanft, beruhigend – vielleicht mehr für mich als für die zwei kleinen Wesen, die in mir wachsen. Sie wissen nichts. Sie kennen nur Wärme und Herzschlag. Sie kennen noch nicht die Angst.
Sie haben mich entführt. Ich weiß nicht, wer sie waren, nicht warum. Nur, dass Damien kam. Er kam. Ohne zu zögern.
Es war Chaos. Ein Kampf. Ich sah ihn fallen. Blut. So viel Blut.
Und dann – nichts. Er war weg. Nicht tot. Nicht bei mir. Einfach... verschwunden.
Seitdem hat mein Leben einen leisen Riss. Einen, der nur nachts laut wird, wenn ich allein im Bett liege und seine Stimme suche, die Stille aber stattdessen finde.
Ich sitze im Wartezimmer, lächle schwach, während sich um mich herum andere Paare über Babynamen unterhalten. Ich höre Wörter wie „Mädchen", „Er" oder „Kick". Ich höre sie, aber ich spüre nichts davon. Nicht so, wie ich es sollte.
„Amiyah?" Mein Name klingt wie ein Flüstern in der Ferne, aber ich erhebe mich, als wäre mein Körper ein Anker, den ich festhalten muss. Ich gehe los, Schritt für Schritt, als würde jeder Schritt ein Stück der alten Welt zurückholen.
Vielleicht erfahre ich heute, was sie sind – meine Kinder. Zwei Leben in mir, zwei Seelen, die mir geblieben sind. Vielleicht Jungen, vielleicht Mädchen. Vielleicht eine Mischung aus Licht und Hoffnung.
Aber ganz sicher sind sie von ihm.
Und ich bin hier, weil ich nicht aufgebe.
Nicht, solange ich atme.
Nicht, solange da irgendwo noch die Möglichkeit besteht, dass er lebt.
Ich betrete das Behandlungszimmer und lege mich auf die Liege. Die Ärztin redet sanft, bereitet das Ultraschallgerät vor.
Und während das kalte Gel auf meinen Bauch trifft, schließe ich die Augen – nicht vor Angst, sondern um zu fühlen. Um die Herzschläge zu hören, die mir sagen:
Du bist nicht allein.
Und ich denke an Damien.
An seine letzten Worte. An seinen Blick.
An das, was uns noch bleibt.
Und daran, dass Liebe manchmal überlebt, selbst wenn der Körper es kaum mehr kann.
Ich hörte die sanften Herzschläge unserer Wunder, die gleichmäßigen Herzschläge die so viel Verbundenheit mit sich bringt.
Mit so viel Hoffnung.
Meine Mundwinkel hebten sich und ich spürte das leichte Lächeln auf meinen Lippen. Die kleinen Wunder. Es ließ mich für einen Moment vergessen in welcher Situation ich mich befand. Ich lauschte einfach nur die Herzschläge als wäre es eine Melodie die sich tief in meinen Ohren verankert hat.
So tief, dass ich nichts weiter um mich rum wahrnehmen konnte.
Nur die regelmäßigen Herzschlägen.
Tief in meinen Ohren.
Als mir Damien in den Sinn kam, wie er reagieren würde wenn er die Herzschläge unserer Kinder hören würde.
Wie er lächelnd meine Hand hielt, ich in seinen wunderschönen Augen schaute in die ich mich jedes mal verliere wenn ich sie anschaute.
Ich atmete tief aus und öffnete meine Augen.
„Alles im grünen Bereich. Sie haben beide einen regelmäßigen Herzschlag und bewegen sich was ein super Zeichen ist", sagte die Ärztin in einem netten und fröhlichen Ton.
DU LIEST GERADE
My sexy mafiaboy
RomanceEin Mädchen namens Amiyah wurde von einem Mafiaboss entführt. Sie hasste ihn dafür und wollte abhauen. Sie versuchte es oft scheiterte doch jedes mal, als sie es nicht mehr versuchte. Sie wusste das es keine Möglichkeit gibt abzuhauen...
