4 Monate später ...
Ich hatte gewusst, dass es nicht leicht sein wird, nachdem Riley mich überzeugt hat, weiterhin als Sekretärin für ihn zu arbeiten. Ehrlich gesagt, weiß ich nicht mal, warum ich mich überhaupt auf so eine Idee eingelassen habe.
Ich drehe den Bleistift in meiner Hand ein paar Mal hin und her und werde von einem Räuspern unterbrochen. "So eine stressige Arbeit?", schmunzelt Riley beim Vorbeigehen.
Sofort schüttle ich den Kopf. "Nein, ich ..."
"Du, was?", bleibt er stehen und sieht mich mit schief gelegtem Kopf an.
"Ich", atme ich kurz ein und dann wieder aus. "Ich weiß nicht, ob das so eine gute Idee war, dass ich meinen Job bei dir behalten habe. Alleine die ganzen Waschweiber aus der dritten Etage haben sich heute fast den Hals verrenkt, als ich an ihnen vorbeigelaufen bin." Riley lacht und kommt auf mich zu. "Ich würde mir auch den Hals verrenken, nur um dich zu sehen", streichelt er mich am Bein. Sofort verschwimmen meine Gedanken.
Ich hatte jetzt schon unzählige Male mit Riley Sex und trotzdem schmelze ich sofort bei jeder kleinen Berührung von ihm. "Du Spinner", stoße ich seine Hand von meinem Bein.
"Oh, Ms Koslow, wollen Sie etwa Widerworte geben?" Ich stehe auf und laufe an ihm vorbei in sein Büro. "Nein, das würde ich doch niemals tun, Mr Billingsley. Ich habe noch ein paar wichtige Dokumente, die du dir ansehen solltest", nicke ich in Richtung seines Büros.
Riley fasst sich an die Krawatte und lockert sie. "Das sollte ich mir wohl dringend ansehen", quittiert er die Aussage mit einem leichten Schmunzeln.
"Es ist moralisch verwerflich, oder?", ziehe ich mir gerade meinen weißen Spitzen-Tanga wieder hoch.
Riley lässt sich, mit immer noch geöffneter Hose, auf seinen Schreibtischstuhl fallen und seufzt. "Scheiß auf Moral, Süße."
Ich schaue ihn verdutzt an. "Aber die Leute, sie ..."
"Die Leute werden immer reden. Zieh dir morgen eine pinke Strumpfhose an und schon bist du Gespräch in jeder einzelnen Abteilung meiner Firma", rollt er mit den Augen und knöpft seine Hose zu.
"Das stimmt schon, aber wir müssen eine klare Grenze ziehen. Denn so", zeige ich hektisch zwischen ihm und mir hin und her, "funktioniert das bestimmt nicht."
"Was schlägst du vor?"
Ich setze mich auf einen der Sessel vor seinem Schreibtisch, an dem ich mich gerade noch festgekrallt habe, als Riley von hinten in mich ... schon wieder werde ich rot. "Also?", hakt er nochmal nach. Ich schüttle mich kurz, um meine Entblößung zu vertuschen. "Wir sind professionell im Büro. Außerhalb können wir tun und lassen, was immer wir wollen und wann immer wir es wollen", setze ich mich aufrecht hin. "Wann immer wir es wollen?", zieht er eine Augenbraue nach oben. "Vielleicht will ich dich aber hier und jetzt f ..."
Ich greife mir einen Kugelschreiber und er knallt mit voller Wucht an seinen Kopf. Riley reibt sich die Schläfe und macht eine Geste, dass ich fortfahren soll, auch wenn ihm meine Forderungen gerade überhaupt nicht passen. "Das, was hier gerade passiert ist, passiert nicht noch einmal, auch wenn du gerne sämtliche Frauen in deinem Büro ... vernascht."
Jetzt lacht Riley und kommt zu mir auf die andere Seite des Schreibtischs. "Noch nie hat mir eine Frau so gut geschmeckt, wie du es tust", flüstert er mir ins Ohr und ich presse meine Schenkel auf einander, bevor ich aufspringe und zur Tür laufe. "Siehst du, genau das meine ich", zeige ich auf ihn. "Das geht so nicht. Wir sind hier zum Arbeiten und nicht zum Rummachen."
Er zieht eine Schnute. "Aber man kann doch beides kombinieren."
Ich schüttle mit dem Kopf und gehe aus seinem Büro.
"Ich hoffe, du bereust deine Entscheidung nicht, Business und Privates zu trennen, Ms Koslow", ruft er mir provokant hinterher.
"Ich bereue rein gar nichts", schaufle ich mir noch etwas Pilzsuppe auf meinen Löffel. Mit dem Mensaessen lässt sich Riley ja wirklich nicht lumpen.
"Das funktioniert so einfach nicht. Ich habe keine Lust auf dieses ständige Tuscheln und Angaffen, nur weil die Leute hier genau wissen, dass ich mit Riley in die Kiste hüpfe." Den letzten Teil des Satzes habe ich wohl etwas zu laut gesagt, denn Alexandra haut mir auf den Arm. "Beruhig dich, Lina. Das werdet ihr eh nicht lange durchhalten. Sind wir doch mal ehrlich. Riley ist eine fucking Granate."
Ich lache und nicke eifrig. "Wem sagst du das. Aber dieses Rummachen in seinem Büro auf dem Schreibtisch", setze ich an, aber Alexandra unterbricht mich. "Way too much Information, Süße. Ich will die Suppe ja noch genießen."
Ich ziehe die Schultern nach oben und nicke. "Das muss auf jeden Fall aufhören. Sonst bin ich Bürogespräch Nummer Eins hier", tupfe ich mir entschlossen den Mund ab und bringe mein Tablett weg.
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Unmoralisch
RomanceLinas Traum wird wahr: eine der angesehensten Firmen in ganz Los Angeles bietet ihr einen Arbeitsvertrag an. Nach dem Abschluss ihres Studiums wünscht sie sich nichts sehnlicher, als endlich mit ihrem gelernten und hart erarbeiteten Wissens ihr eige...
