Ich gehe sofort auf seinen Schreibtisch zu, ohne die Tür zu schließen.
Als Riley das sieht, rollt er mit den Augen und springt auf, um sie selbst zu schließen. „Du kannst wohl seit neustem nicht mal mehr die Tür schließen?", giftet er mich über seine Schulter an. Ich schaue ihn erschrocken an und verschränke die Arme vor der Brust. „Willst du mich verarschen? Was soll die Scheisse?", werde ich lauter, als ich das beabsichtigt habe.
Geschockt sieht er mich an. „Ich kann dich genau so gut fragen , was diese Scheisse soll, die du hier vor meiner Bürotür abziehst. Steck dem Kerl doch gleich deine Zunge in den Hals, wie wär's?"
Ich lache. Das meint er gerade nicht ernst, oder? „Reden wir doch mal darüber, was du hier IN deinem Büro abziehst. Noch ein bisschen länger und ich hätte euch wahrscheinlich nackt gefunden mit diesem scheiss Model. Was ist Melody überhaupt für ein bescheuerter Name?", lache ich ungläubig und schüttle den Kopf.
Riley zieht eine Augenbraue nach oben. Fuck. Habe ich gerade ihren Namen und ihren Beruf genannt? Super. Jetzt weiß Riley doch sofort, dass ich sie gestalkt habe. Obwohl eigentlich habe ich nur recherchiert. Genau. Nur recherchiert.
Ich mache eine Grimasse. "Was schaust du mich jetzt so dämlich an?"
Riley schmunzelt, bevor er zu mir kommt und mir die Hand auf die Wange legt.
Sofort verfliegt mein Ärger und er wandelt sich in Verlangen um. Wie macht er das nur? "Hast du dich etwa schlau gemacht über meinen Besuch?", grinst er frech und schaut mir dabei tief in die Augen.
Ich schüttle hastig mit dem Kopf. "Nein. Ich will nur vorbereitet sein auf deine Termine, weil ich bin ja schließlich deine ..."
Im nächsten Moment liegen seine Lippen auf meinen und er atmet durch unseren Kuss hindurch. "Du bist meine Freundin." Ich lächle an seine Lippen und sofort wird mir warm ums Herz.
Riley hebt mich mit einer Leichtigkeit nach oben und platziert mich vor ihm auf seinem Schreibtisch.
Langsam verteilt er Küsse auf meinem Hals und wandert weiter abwärts, als es an der Tür klopft. Genervt schnaufen wir beide aus. "Was auch sonst", sagen wir, wie aus einem Mund. Jetzt müssen wir lachen und Riley richtet sich seine Krawatte und kehrt hinter seinen Schreibtisch zurück, während ich meine Rock richte und Richtung Tür laufe.
Bevor ich die Tür erreiche, höre ich Riley. "Das hier", macht er eine theatralische Pause, "ist noch nicht vorbei." Ich lache und lasse seinen nächsten Termin herein.
Der Nachmittag zieht sich wie Kaugummi und Riley und ich haben die Sache immer noch nicht beendet, bei der wir unterbrochen wurden. Wie kann ein Mensch den ganzen Tag so viele Termine haben?
„Ms Koslow", steht Riley grinsend in seiner Tür. Ich blicke zu ihm auf und lächle ihn schief an. Seine Krawatte hat genau den gleichen Blauton wie seine Anzughose, die er heute trägt.
Seine Haare sind etwas zerzauster als sonst und sein Blick ist schelmisch. Das gefällt mir.
„Gehen wir nach Hause?" Ich kann mir ein Lächeln nicht verkneifen. „Zu wem?"
„Naja, also in deine Wg wollte ich gerade eigentlich nicht", sagt er langsam, „obwohl ich gerne Amir mal wieder sehen möchte und wo könnte ich das eher als in eurer Wg?"
Ich schmunzle. „Da hast du wahrscheinlich recht, aber ich glaube", schaue ich in seinen Terminkalender, „wir haben da noch einen wichtigen Termin in deinem Apartment, sehe ich gerade."
Wir sind auf direktem Weg in sein Apartment gefahren und während der Fahrt war es grenzwertig. Wenn ich sage, es war grenzwertig, meine ich es auch so.
Es hätte nicht mehr viel gefehlt und Riley und ich hätten an irgendeinem Parkplatz gehalten und ich wäre über ihn gekrabbelt und hätte ihm die schönste Fahrt seines Lebens beschert.
"Wollen wir was zum Essen bestellen, Süße?", fragt Riley, während er seine Jacke auf die Couch schmeißt.
"Süße?", lache ich und folge ihm in die moderne Marmorküche. Riley sieht mich verdutzt von der Seite an. "Bist du etwa nicht meine Süße?", fragt er. "Also wenn du meinst, kann ich mir auch gerne eine andere ..."
Ich unterbreche ihn und stürze mich auf ihn. Ich hebe drohende den Finger und Riley schaut mir tief in die Augen. "Niemals suchst du dir eine andere." Riley beißt sich auf die Unterlippe und schaut auf meine Lippen. "Du weißt gar nicht, wie geil es mich macht, wenn du so bossy redest."
Er denkt kurz nach, bevor er seine große Hand um meine Kehle legt. "Vielleicht muss ich dich mal daran erinnern, wer hier der Chef ist." Ich versuche, zu atmen, und presse instinktiv meine Schenkel aufeinander. "Zeig es mir."
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Unmoralisch
RomanceLinas Traum wird wahr: eine der angesehensten Firmen in ganz Los Angeles bietet ihr einen Arbeitsvertrag an. Nach dem Abschluss ihres Studiums wünscht sie sich nichts sehnlicher, als endlich mit ihrem gelernten und hart erarbeiteten Wissens ihr eige...
