Chapter One
Laut dröhnten die Stimmen der vielen Schüler zu mir hindurch, von allen Seiten aus konnte man Wortfetzen aus ihren Gesprächen aufschnappen. Die Einen unterhielten sich über die gelungene Party am Wochenende und den Absturz danach, die anderen über ihr langweiliges Wochenende was sie ausschließlich in ihrem Bett verbracht hatten. Egal wo man hinhörte, überall wurde lautstark geredet und unerträglich grelles Lachen hallte durch den Schulgang.
Ohne viel Aufmerksamkeit zu erregen versuchte ich mich durch den Gang zu quetschen der voller Jugendlicher wimmelte und war darauf bedacht möglichst wenig Körperkontakt zu meinen Mitschülern herzustellen. Jedoch konnte ich es nicht verhindern das ich das Ein oder Andere Mal einen Ellbogen in die Leiste gestoßen bekommen hatte oder das jemand ausversehen auf meine Füße tritt. Zähneknirschend versuchte ich mir sämtliche bösen Kommentare zu unterdrücken, schließlich wollte ich mich nicht bereits am frühen Morgen mit irgendeinem Testosteron vollgepumpten Jungen anlegen.
Als ich endlich an meinem Spind angekommen war, atmete ich tief auf, hier hatte man wenigstens einigermaßen seine Ruhe. Die meisten Schüler standen vorne am Eingangsbereich, weil dort immer die Footballspieler standen, der Grund dafür war mir schleierhaft. Während ich die Zahlenkombination von meinem Spind eingab, bemerkte ich nicht, wie sich von hinten jemand an mich heran schlich, weswegen ich stark zusammenzuckte als sich plötzlich zwei Hände fest um meine Schultern legten.
„Du achtest nie auf dein Umfeld", ertönte die sanfte Stimme meines besten Freundes und sofort drehte ich mich grinsend herum.
Dort stand Alec, wie immer in seinem schlichten Look und seinen unschuldig aussehenden braunen Augen. Um seine vollen Lippen schmiegte sich ein müdes Grinsen und seine braunen Haare standen in sämtlichen Richtungen, was mir verriet, dass er verschlafen hatte und noch im Halbschlaf bereits aus dem Haus gegangen war. Das verwaschene und zerknitterte weinrote T-Shirt was er trug unterstrich das Ganze nur noch. Und trotz alle dem schaffte er es gut auszusehen, wirklich gut. Er bemerkte es jedoch nicht einmal, jedes Mal wenn ich ihn daraufhin wies, dass er von Mädchen angestarrt wurde, widersprach er mir.
„Komm her", sagte ich lachend und zog seinen Kopf zu mir runter, damit ich das Chaos auf seinen Kopf beseitigen konnte. Sanft versuchte ich seine weichen Haare zu richten, sodass es nicht völlig danach ausschaute als wäre er gerade aus dem Bett gekommen.
„Wozu hat man denn nur beste Freunde", seufzte er als ich endlich fertig war und schenkte mir nochmal ein strahlendes Lächeln. „Du hast das ganze Wochenende nicht geschrieben ist irgendwas passiert?"
Besorgt sah er mich an und ich tätschelte ihm sanft die Wange und lächelte ihn beruhigend an. Das letzte was er tun sollte, war sich unnötig Sorgen zu machen und ich kannte Alec schon länger – ich wusste, dass ihn alles direkt beunruhigte.
„Ich war das Wochenende nur so extrem gefesselt von einem Buch, dass ich mein Handy eigentlich kaum angefasst habe, sorry", sagte ich leicht lächelnd und Alec brach in schallendes Gelächter aus, direkt verschwand sein besorgter Blick und sein breites Lächeln erschien.
„Wieso war mir das bloß klar", lachte er und schüttelte seinen Kopf.
Mit einem Lächeln drehte ich mich wieder zu meinen Spind, um die Unterlagen heraus zu holen, die ich für meinen Unterricht brauchte.
„Was war dir klar?" Flötete eine weibliche, gut gelaunte Stimme und mein Lächeln wurde noch breiter. „Ich hoffe du hattest irgendeine gute Erleuchtung, alles andere wäre wirklich traurig, Black."
„Ich wollte dich am Wochenende anrufen", schoss Alec zurück und ich drehte mich mit meinen Büchern herum, damit ich das Gespräch voll und ganz genießen konnte. „Dann ist mir aber eingefallen, dass deine Anwesenheit einfach nur nervenaufreibend ist."
Meine beste Freundin sah ihn gespielt arrogant an und ich musste zugeben diesen Blick hatte sie drauf. Ihr dunkles schulterlanges Jahr war zu leichten Locken gewellt und ihre weichen, schönen Gesichtszüge ließen sie nur noch attraktiver wirken, als sie sowieso schon war. Eine enge Jeans schmiegte sich um ihre Beine und sie trug ein Jeanshemd, was sie mit schwarzen Stiefeletten kombiniert hatte.
„Du hattest nur Angst dass ich dir eine Abfuhr verpasse", sagte Kylie und zwinkerte ihm zu, bevor sie sich zu mir drehte. „Und du solltest dich gefälligst öfters melden."
„Sie hat am Wochenende gelesen", sagte Alec und streckte ihr die Zunge raus. „Was bist du nur für eine Freundin, wenn du nicht einmal weißt, was sie am Wochenende gemacht hat."
Ich verdrehte lachend meine Augen und schenkte ihrer Diskussion gar keine weitere Aufmerksamkeit, schließlich war es nichts Neues, das die beiden sich gegenseitig ein wenig auf den Arm nahmen. Normalerweise wurde ich auch mit involviert, aber mir war es ganz Recht, dass ich nicht mit hinein gezogen wurde. Kurz schnappte ich noch auf, dass Alec damit prahlte, dass er immer über alles Bescheid wusste und Kylie immer zurückhängt. Ein Teil von mir hätte sich am liebsten eingemischt, aber es war zu amüsant die beiden anzusehen.
Der laute Gong unterbrach ihre Unterhaltung und beide sahen mich erwartend an, weswegen ich stöhnte. Natürlich, sie wussten nicht wo sie Unterricht hatten, das wunderte mich in keinster Weise. Und das traurige an dieser ganzen Geschichte war, dass ich nicht mal mit Ihnen die Kurse belegte und trotzdem genau wusste, wo und welchen Kurs sie hatten. Das ging mittlerweile seit 2 Jahren so und das würde sich auch niemals ändern.
„Ihr habt jetzt Kunst", teilte ich den beiden mit und verdrehte ein weiteres Mal meine Augen. „Und ich sollte mich langsam auf den Weg machen, ich habe Mrs. Halley und die wird gar nicht erfreut sein, wenn ich zu spät komme."
„Bis dann meine Schöne, wir sehen uns beim Mittagessen", sagte Kylie theatralisch und küsste kurz meine Wange, bevor sie sich Alecs Arm schnappte und ihn in die gegengesetzte Richtung zu. Überfordert drehte er sich um und winkte mir ein letztes Mal zu, bevor die beiden um die Ecke verschwanden.
Kopfschüttelnd machte ich mich auf den Weg nach oben, da dort mein Englischkurs stattfinden würde. Zum Glück erkannte ich in der Menge, die die Treppen hochstürmte noch einige meiner Mitschüler die ebenfalls in meinen Kurs waren. Falls ich zu spät kommen würde, wäre ich wenigstens nicht die Einzige. Genauso konnte der Montagmorgen doch anfangen.
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Dylan O'Brien als Alec Black
ich hoffe es hat euch gefallen &' frohes neues jahr xx
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The Alpha's Girl
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