28 - Pain

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Chapter 28

Seufzend stand ich aus dem Bett aus und beschloss Davin gleich zurück zu schreiben, denn mein Vater schrie meinen Namen nach oben. Alleine bei Davins Name legte sich ein leichtes Lächeln auf meine Lippen, ich mochte ihn wirklich, der gestrige Tag hatte mir wirklich gut getan, nachdem wir von den etwas deprimierenden Themen endlich abgewichen waren, habe ich ihn besser kennengelernt und er wurde mir immer sympathisch, seine leicht sarkastische, humorvolle Art hatte mich in ihren Bann gezogen.

Ich schüttelte kurz meinen Kopf und schob somit die Gedanken an den braunen Lockenkopf mit den wunderschönen Augen vorerst weg. Ich öffnete die Tür und joggte die Treppen herunter, am Fußende stand mein Vater bereits, an seiner Seite war eine grinsende Marleen. Das konnte nichts Gutes heißen. Ein strenger Ausdruck lag auf dem Gesicht meines Vaters und letztendlich stieg ich auch die letzte Treppenstufe herunter und sah ihn erwartend an, damit er mir sagte, was ich angeblich so schlimmes angestellt haben sollte, denn darauf würde es sich definitiv belaufen.

„Marleen vermisst Schmuck", sagte er schlicht und ich fing schallend an zu lachen, in der Hoffnung er würde mir gleich erzählen, dass es bloß ein dummer Witz gewesen sein, aber dieser Moment kam nicht, weswegen mir das Lachen im Hals stecken blieb und ich ihn entsetzt ansah. Das konnte er nicht ernst meinen.

„Und jetzt?" Fragte ich noch immer fassungslos, schließlich unterstellte er mir gerade, dass ich meine Stiefschwester beklaute und das war eindeutig nicht der Fall, denn ich würde niemals so etwas Dreistes tun.

„Marleen hat mir gesagt, dass sie dich bereits beim letzten Mal in ihrem Zimmer gesehen hat, aber wollte nichts sagen, jedoch vermisst sie jetzt nochmal etwas", sagte mein Dad noch immer mit seiner strengen Stimme und ich sah entsetzt zu Marleen.

Diese hatte einen total niedergeschlagenen Blick aufgesetzt, als würde es ihr wirklich leidtun, dass sie so einen Schritt wagen musste, aber ich erkannte das boshafte Funkeln in ihren Augen, was für ihre Lüge sprach. Wie von selbst ballten sich meine Fäuste und ich biss mir auf die Lippen, während sich eine unglaubliche Wut in mir ausbreitete, ebenso wie ein enormer Schmerz, das mein Vater mir so etwas zu traute war wirklich heftig, das tat weh.

„Das kann nicht dein Ernst sein", sagte ich und fing hysterisch an zu lachen, um meine Verletzlichkeit zu verstecken, schließlich würde ich Marleen dieses blöde Miststück keine Genugtuung gönnen. „Ich bin deine Tochter, traust du mir wirklich zu das ich deine neue Stieftochter beklaue?"

„Ich kann doch nur sagen, was sie mir gesagt hat", seufzte er und ich versuchte sämtliche Beleidigungen runterzuschlucken.

„Und ihr glaubst du? Wie wäre es, wenn du mich erst mal fragst, ob ich überhaupt in ihrem Zimmer war? Denn das war ich nämlich nicht, aber natürlich kommt das gar nicht in Frage, schließlich kann die liebe Marleen nur Recht haben!"

Ich konnte nicht verhindern, dass meine Stimme lauter wurde und sah mit an, wie Marleen mir hinter den Rücken meines Vaters zu winkte und zu zwinkerte und verschwand.

„Ich verbiete dir diesen Ton!" Rief mein Vater wütend und ich verdrehte meine Augen.

„Du bist so blind das ist der Wahnsinn! Dir ist es scheiß egal was mit mir ist! Hauptsache deiner Familie geht es gut, auf alles andere achtest du gar nicht mehr. Soll ich dir was verraten? Ich habe deine beschissene Tochter nicht beklaut, ich hab so eine Scheiße gar nicht nötig. Und zudem scheiße ich auf diesen ganzen heilen Familienkram, ich habe keine Lust mehr, ich hasse diese Familie und ich hasse dich!" Schrie ich wütend und das nächste was passierte schien wie in Zeitlupe zu passieren.

Ich spürte einen brennenden Schmerz in meiner Wange und sah dass mein Vater seine Hand gehoben hatte. Geschockt fasste ich mir an die geschlagene Wange und sah ihn mit großen Augen an, er selbst schien ebenfalls zu realisieren, was er gerade getan hat.

Tränen stiegen in meinen Augen auf, während sich ein enormes Gefühl der Enttäuschung und des Schmerzes in mir ausbreitete, mit schnellen Schritten rannte ich die Treppe hoch und ignorierte die Rufe von meinem Vater.

Sobald ich in dem Zimmer angekommen war, wo ich schlief, schloss ich die Tür ab und packte schnell und völlig unsauber meine ganzen Sachen zusammen. Ich würde in diesem Haus keine weitere Sekunde verbringen, während ich kurz innehalten musste, weil ich durch meinen Tränenschleier nichts sah, biss ich mir auf die Hand, um nicht laut aufzuschluchzen.

Fast ließ ich mich auf den Boden sinken und wäre zu einem Häufchen Elend verfallen, aber ich erinnerte mich daran, dass mein Vater sich ebenfalls unter diesem Dach befand, weswegen ich meine Tasche packte und sie schnell schulterte.

So schnell ich konnte sprintete ich die Treppen hinunter und huschte an meinem Vater vorbei, der zwar einen jämmerlichen Versuch startete mich aufzuhalten, aber keine Chance hatte. Sobald mich die frische Luft umfing, ging es mir sogleich besser und schlechter. Zwar war ich nicht mehr unter einem Dach mit meinem Vater, aber das ganze Szenario wurde realer.

Völlig tränenüberströmend schlug ich irgendeine Richtung an und kam nach gefühlt endlosen Wechsel von Rennen und Laufen endlich an einen abgelegen Spielplatz an und ließ mich dort an einen Baum fallen, während mich die nächste Welle von Tränen überfiel. Ich krümmte mich zusammen und versuchte verzweifelt mich zu beruhigen, aber es wollte einfach nicht klappen. Immer wieder sah ich die Hand von meinem Vater vor mir, zwar war der Schmerz in meiner Wange bereits verebbt, aber der innerliche Schmerz brannte noch immer und schien gar nicht aufzuhören. Ich konnte es immer noch nicht fassen – mein Vater und ich hatten noch nie ein gutes Verhältnis, aber das er mich schlug brannte nur noch tiefere Narben in meine sowieso schon geprägte Vergangenheit. 

Ohne wirklich darauf zu achten, was ich tat schnappte ich mir mein Handy und sah mich kurz um. Sobald ich wusste wo ich mich befand, drückte ich in meiner Anrufliste auf die erste Nummer und hoffte inständig, dass an der anderen Leitung abgehoben wurde. Es klingelte einige Male bis die sanfte, aber dennoch raue Stimme am anderen Ende erklang.

„Ja?"

„Davin", schluchze ich und hörte wie er den Atem anhielt. „Kannst du mich bitte abholen? Bitte."

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ich hoffe es gefällt euch (: xx

The Alpha's GirlGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt