Chapter 06
„Ach", stieß ich wütend hervor und legte meine Gabel weg, während ich meine Mum wütend ansah. „Dem werten Herr passen meine Noten also nicht – ist ja nicht so als würde er sich sonst irgendwie für mich interessieren! Es ist ihm völlig egal wie es mir geht, was ich tu oder sonst etwas, Hauptsache sein Image geht wegen mir nicht kaputt – die arme, dumme Tochter die nicht einmal die High School auf die Reihe bekommt. Er kann nicht mal mit mir prahlen, er tut mir ja schon fast leid. Stell ihn dir doch nur mal vor Mum, wenn er bei irgendeinem verdammten Meeting sitzt, alle von ihren intelligenten, wundervollen Kindern reden und Dad lügen muss weil seine Tochter nicht gut genug ist. Es geht ihn gar nicht um mich und das wird es ihm auch nicht, er interessiert sich einzig und allein für sich und sein perfektes Leben, für seine perfekte Familie und sein perfektes Image!"
Ohne ein weiteres Wort schob ich den Stuhl zurück und stampfte wütend die Treppen hinauf. Ich ignorierte die Rufe meiner Mutter und unterdrückte den kindlichen Dran, die Tür hinter mir zu zuschmeißen, sobald ich in meinem Zimmer angekommen war.
Ich verschloss die Tür hinter mir und schrie leise auf, da ich es nicht fassen konnte, was sie mir da gesagt hatte. Ich würde bestimmt nicht auf meine Freunde verzichten nur weil meine Noten nicht gut waren – ich musste mich nur wieder konzentrieren, dann würde das alles wieder gut werden. Wer hätte auch damit gerechnet, dass ein Ereignis mich langfristig so aus der Bahn werfen konnte?
Bevor ich noch weiter Gedanken daran verschwendete, verdrängte ich diese lieber und lief auf meinen Schreibtisch zu, während ich in meiner Schublade wühlte. Als ich endlich die kleine, rote Zigarettenschachtel gefunden hatte, atmete ich erleichtert aus.
Normalerweise rauchte ich kaum, immer nur wenn ich unter Stress stand oder wenn ich abends mal mit Kylie und Alec weg ging. Diese Situation schrie jedoch nahezu nach einer Zigarette, weswegen ich mir ein Feuerzeug schnappte und mich auf den Balkon begab. Ich setzte mich im Schneidersitz auf den marmorierten Boden und nahm einen leeren Blumentopf als provisorischen Aschenbecher.
Selbst wenn meine Mum sich unten im Garten befand, würde sie niemals mitkriegen das ich rauchte und das war auch gut so, ich konnte mir nicht vorstellen wie viel Ärger ich deswegen bekommen würde. Kopfschüttelnd versuchte ich alle Gedanken zu verdrängen und steckte mir die Zigarette zwischen meine Lippen und zündete sie an. Ich inhalierte den schädlichen Rauch und pustete ihn sogleich wieder aus.
Ich durchsuchte meine Jackentasche nach meinem Handy, damit ich Alec anrufen konnte, denn ich wollte in diesen Moment nichts sehnlicher als die Stimme von einen meiner besten Freunde zu hören und da ich wusste das Kylie gerade Training hatte, fiel meine Wahl direkt auf ihn.
Ich klemmte mir das Handy zwischen mein Ohr und meine Schulter und wartete gespannt, dass das nervende Piepen verstummte und Alec abnahm. Nach einer gefühlten Ewigkeit erklang endlich die fröhliche Stimme von Alec.
„Hallo?" Flötete er und automatisch schlich sich ein leichtes Lächeln auf meine Lippe, während ich belanglose Muster auf meine Hose malte und die Glut von meiner Zigarette abaschte.
„Hi", erwiderte ich und versuchte einen nicht allzu niedergeschlagenen Eindruck zu machen, aber er durchschaute mich sofort.
„Was ist los?"
Natürlich konnte ich ihm nichts vormachen, genauso wenig wie Kylie. Sie waren schon ewig meine besten Freunde, sie würden direkt merken wenn etwas nicht stimmte.
Ich holte tief Luft und fing an Alec von den Ereignissen Zuhause zu erzählen, was mein Dad gemeint hat und wie ich mich mit meiner Mum gestritten hatte und ebenfalls was der Vater des Jahres vorgeschlagen hatte. Aufmerksam hörte ich zu und ich wartete auf eine Antwort seinerseits.
„Du hattest also voll den Wutausbruch weil dein Erzeuger irgendeine Scheiße gemeint hat?" Fragte er nochmal um sicher zu gehen und ich bejahte es, während ich meine Zigarette ausdrücke und den Blumentopf versteckte. „Berechtigt, schließlich fühlst du so und wenn du so etwas schon gegenüber deiner Mutter äußerst, sollte sie das zum nachdenken anregen, denn da läuft etwas gewaltig schief. Und wegen deinen Noten, ich kann dir versuchen Nachhilfe zu geben, wir haben zwar unterschiedliche Kurse, aber ich kann mein bestes geben, schließlich möchte ich nicht, dass deine Mum so angepisst ist, dass sie dir Hausarrest gibt."
„Der Wahnsinn", murmelte ich. „Hausarrest klingt so unglaublich bescheuert, sie hat das so schön umschrieben, hätte sie mir gesagt ich bekomme Hausarrest wäre ich wahrscheinlich völlig ausgerastet und wäre auf direkten Weg zu meinem Dad gegangen und wäre da Amok gelaufen."
„Wie gesagt – gerechtfertigt. Aber Themawechsel wir reden da morgen noch einmal in Ruhe drüber, ich möchte dich jetzt ein wenig aufheitern."
„Kennst du Andrew Brooks?" Fragte ich ihn, womit für mich das Thema erst einmal erledigt war.
„Natürlich, Captain des Football Teams, ist letztes Jahr glaub ich irgendwann hergezogen, wieso?"
„Ich hab mich heute mit ihm unterhalten, weil wir zusammen in Naturwissenschaft etwas ausarbeiten sollten und dann sind wir ins Gespräch gekommen, für den Captain des Teams scheint er ein ganz schön anständiger Kerl zu sein."
„Er ist auch total in Ordnung", lachte Alec. „Aber pass auf, du kennst doch das Football Team, Partys, Alkohol, Frauen, Vögeln und alles von vorne. Ich kenne Andrew zu wenig, aber ich werde ihn sämtliche Knochen brechen, wenn er auch nur versucht sich an dich ran zu machen, sei unbesorgt meine Schöne."
„Wow", kicherte ich und lief wieder rein, damit ich mich auf mein Bett fallen lassen konnte. „Du bist mein Retter in Not, mein Beschützer, meine Nummer eins. Was würde ich nur ohne dich tun..."
„Würdest höchstwahrscheinlich vergewaltigt und halbtot in einer Ecke kauern", scherzte er. „Aber hey! Sei unbesorgt ich pass doch auf dich und Kylie auf, auch am Freitag – apropos Freitag, wir treffen uns bei Kylie und machen uns fertig, nur damit du auch auf den neusten Stand bist."
„Nenne mir eine Party wo wir uns nicht bei Kylie getroffen haben und uns dort fertig gemacht haben", seufzte ich. „Dann werde ich wohl wieder ihr Opfer sein, was sich schminken lassen muss und eins ihrer hinreißenden Kleider anziehen muss."
„Sieh es positiv!" Flötete Alec. „Wenn dir die Party nicht gefällt, stellen wir dich einfach auf den Strich. Da kriegst du dein Taxigeld dann zusammen um nach Hause zu fahren."
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ich hoffe es gefällt euch (: xx
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The Alpha's Girl
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