Mit einem seitlichen Hieb kam er auf Jace zu. Jace parierte, doch die Wucht des Schlags sandte eine Schockwelle durch seinen Arm. "Man sollte doch meinen, bei euer Obsession für Rechtschaffenheit wäre einer von euch beiden bereit, den anderen zum Wohl eines höheren Zieles aufzugeben. Aber nein. Liebe ist im Grunde egoistisch und das Gleiche gilt für euch beide." "Du kennst keinen von uns", keuchte Jace. Sein Atem ging nur schwer und er wusste, dass er defensiv kämpfe und Sebastian nur noch abwehrte, statt ihn zu attackieren. -City of Heavenly Fire-
Clary
Panik erfasste meinen Körper, als wir den Korridor entlang gingen. Ich realisierte, was hier gerade geschah und konnte nicht verhindern, dass meine Hände unterdrückt zittert. Nein, nein, nein, dachte ich immer wieder und wäre am Liebsten stehen geblieben. Etwas am Ende des Ganges erhaschte meine Aufmerksamkeit. Ein blonder Haarschopf, nein nicht irgendein blonder Haarschopf, es war Jace. Jace, der mit Alec und Isabelle auf uns zukam. Als sie mich erblickten, schienen schienen sie zu zögern.und blieben genau wie ich stocksteif stehen. Jace suchte mein Blick und ich seinen. Ich fühlte die Schuld in mir aufkeimen, ihn in einer Weise verraten zu haben, die vielleicht unverzeihlich war. Aber Jace Miene war einfach nur verwirrt. Verwirrt darüber, dass ich
da Schattenjäger hinter mir waren. Einer von ihnen wäre fast in mich rein gelaufen, weil ich so abrupt stehen geblieben war. Er fluchte unterdrückt auf und meinte: „Wer sind die dahinten? Moment Mal ist das nicht...?“
Ich formte ein „Bitte“ und hoffte, dass Jace es sah, ehe ich mich umdrehte und mein Knie so kraftvoll wie möglich hochzog. Der Mann stöhnte vor Schmerzen auf und bevor einer der anderen Beiden nach mir greifen konnte, war Jace an meiner Seite und zog mich schützend hinter sich.
Er hatte sein Schwert erhoben und hielt es drohend auf die Schattenjäger.
„Mister Herondale, Sie sollten jetzt nicht voreilig handeln“, brummte der Typ, dem ich in die Eier getreten hatte. „Ach nein? Warum sollten Sie meine Freundin sonst abführen wollen?“, fragte Jace kalt und funkelte seine Gegenüber wütend an.
„Clary, was ist passiert?“, murmelte Isabelle in mein Ohr, die neben mich getreten war. „Habt ihr es geschafft?“ Ich zuckte mit den Schultern und schluckte den verdammten Kloß herunter. „Keine Ahnung, sie ist ohnmächtig geworden.“ „Genau wie Jonathan. Er ist noch in dem Raum“, raunte sie leise. Er war auch ohnmächtig? „Deswegen wollten wir gerade nach euch sehen.“
„Wenn Sie sich entscheiden gegen uns zu handeln, stellen Sie sich automatisch gegen den Rat“, donnerte der Schattenjäger nun bedrohlich und baute sich noch ein bisschen mehr auf.
Aber Jace zuckte nicht einmal mit der Wimpern. Er würde gegen sie kämpfen, für mich.
Die Erkenntnis traf mich wie ein Faustschlag ins Gesicht und wäre ich klug gewesen, hätte ich mich jetzt offiziell gestellt. Aber ich war noch nie jemand gewesen, der mit dem Verstand handelte. Ich handelte mit meinem Herz. Deswegen drückte ich mich an Isabelle vorbei und lief so schnell ich konnte in die entgegengesetzte Richtung.
Der Tumult, der ausbrach, bekam ich nur am Rande mit. Meine Füße landeten fast schon mit einem Hämmern auf den gefliesten Boden und ich trieb mich an, so schnell wie ich nur konnte zu rennen.
Ich musste ihn wenigstens sehen! Musste wissen, ob es geklappt hatte!
„Jonathan“, murmelte ich, als ich ihn bewusstlos auf dem Boden liegen sah. Mit viel zu viel Schwung fiel ich neben ihn auf meine Knie und umklammerte seine Schultern. „Komm schon, wach auf“, rief ich und schüttelte ihn. Er atmete noch und schien zwar reichlich Blessuren von seinen Kampf mit Jace davon getragen zu haben, jedoch nichts ernsthaftes.
Sein Kopf wackelte noch kurz unkontrolliert, ehe Leben in seinen Körper zurückkehrte.
Er hatte mich so schnell zu Boden geworfen, dass mein Kopf hart auf dem Holz aufschlug und ich kurzzeitig Sterne vor den Augen hatte. Ich konnte ihn nicht sehen, spürte nur den festen Griff um meine Oberarme und blinzelte schnell. Als meine Sicht sich aufklärte, fiel mein Blick sofort auf seine Augen und ich japste erschrocken nach Luft. Unmöglich! „Jonathan“, flüsterte ich und starrte ihn an, während er mich anstarrte. „Clary? Was machst du hier?“, fragte er und sah mich verwirrt an. „Ich musste dich sehen“, murmelte ich eilig, konnte meinen Blick nicht von ihm lösen. „Deine Augen...“ Hastig setzte er sich auf und zog mich dadurch mit. Als er merkte wie fest er mich umklammerte hatte, ließ er sofort los und sah sich hektisch im Raum um.
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Das zweite Gesicht
FanficZoey hatte sich immer als gutes Mittelmaß betrachtet. Doch seit einigen Wochen war sie nur noch diejenige mit der Krankheit. Nachdem sie an einem regnerischen Tag in London erst einen riesigen blutrünstigen Hund begegnet und dann auch noch ein blond...
